Schrauben, Schreiben, Reisen: Ein Lehrling erobert die Technikwelt
Heute ist der 26.09.2026 und wir schauen auf einen jungen Mann aus Esternberg, der sich nicht nur mit Schrauben und Maschinen auskennt, sondern auch mit Worten. Daniel Sandrieser, 18 Jahre alt und LehrlingsRedakteur für die LehrlingsRundSchau 2026, berichtet von seinen Abenteuern – sowohl in der Werkstatt als auch auf Reisen. Sein Alltag als Mechatroniker in der Ausbildung bei Schwarzmüller in Freinberg ist alles andere als eintönig. Im dritten Lehrjahr repariert er elektrische und pneumatische Anlagen an Tankfahrzeugen, setzt Pump- und Messgeräte instand und montiert Beleuchtungseinrichtungen. Langeweile? Fehlanzeige!
Daniel ist ein echter Allrounder, der die Vielfalt seines Berufs schätzt. In seiner Freizeit schraubt er leidenschaftlich an Motorrädern und Autos – eine Beschäftigung, die ihm viel Freude bereitet. „Ich empfehle jedem angehenden Lehrling, die Berufsschule ernst zu nehmen, um in der Praxis weiterzukommen“, sagt er und spricht damit vielen aus der Seele. Schließlich ist die Kombination aus Theorie und Praxis der Schlüssel zum Erfolg, besonders in einem Beruf, der Kenntnisse in Mechanik, Elektronik und Programmierung erfordert.
Einblicke in die Ausbildung
Die Mechatroniker-Ausbildung ist keine einfache Sache, das weiß auch Daniel. Er hat während seines vierwöchigen Praktikums in Spanien internationale Arbeitserfahrung gesammelt und kann sagen: „Es ist wichtig, gut vorbereitet zu sein.“ Kenntnisse in systematischem Denken und ein gewisses Maß an technischem Verständnis sind entscheidend. Die Bewerber müssen nicht nur motiviert sein, sondern auch die richtigen schulischen Voraussetzungen mitbringen. Dazu gehören unter anderem gute Deutschkenntnisse und praktische Vorbereitung – ganz zu schweigen von einer ehrlichen Bestandsaufnahme der eigenen Situation.
Die Ausbildungsvergütung für Mechatroniker liegt zwischen 1.150 und 1.400 Euro pro Monat. Nach der Ausbildung ist die Übernahmequote beeindruckende 96,4 Prozent – ein Zeichen für die hohe Nachfrage in diesem Berufsfeld. Auf der anderen Seite ist die Ausbildung auf 3,5 Jahre angelegt, mit der Möglichkeit, sie auf drei Jahre zu verkürzen, wenn man das Abitur hat. Daniel träumt davon, in zehn Jahren im Ausland zu leben; eine Perspektive, die vielen jungen Leuten Hoffnung gibt, dass es auch außerhalb Österreichs spannende Möglichkeiten gibt.
Die Zukunft des Mechatronikers
Die Branche boomt und bietet zahlreiche Karrierewege. Vom Inbetriebnehmer über den Industriemeister bis hin zum Studium gibt es viele Möglichkeiten, sich weiterzuentwickeln. Das Einstiegsgehalt für Mechatroniker liegt zwischen 42.000 und 55.000 Euro brutto pro Jahr – eine attraktive Perspektive. Besonders in Zeiten, in denen Fachkräfte gesucht werden, ist die berufliche Neuorientierung in verwandte Berufe ebenfalls denkbar.
Daniel weiß, wie wichtig es ist, sich gut vorzubereiten. „Eine Checkliste zur Vorbereitung auf Bewerbungen sollte man regelmäßig nutzen“, rät er. Und das ist kein leeres Geschwätz, denn die Ausbildungsbetriebe prüfen genau, ob das Verständnis des Berufs und die Zuverlässigkeit stimmen. So wird der Weg zum Mechatroniker für viele ein Schritt in eine sichere berufliche Zukunft. Ein Beruf, der nicht nur spannend ist, sondern auch eine zentrale Verbindung zwischen Mechanik, Elektronik und Informatik darstellt.
Der Weg ist nicht immer einfach, aber Daniel Sandrieser zeigt, wie man mit Begeisterung und Engagement seinen Platz in der Welt der Technik finden kann. Ob beim Schrauben, Schreiben oder Reisen – er blickt über den Tellerrand und inspiriert damit andere, es ihm gleichzutun.
