Tarock-Triumph im Pramtal: Ein Fest der Kartenkunst und Gemeinschaft
Am 3. Oktober 2026 war im Pramtal Veranstaltungszentrum in Andorf ein ganz besonderes Ereignis angesagt – das erste Turnier der Tarock Runde Andorf. Mit über 110 leidenschaftlichen Tarockspielern, die sich in dieser klassischen Kartenspielkunst messen wollten, war die Stimmung bestens. Die Initiatoren Roland Zehentmayer und Wolfgang Bauböck hatten keine Mühen gescheut, um ein unvergessliches Turnier auf die Beine zu stellen. Fünf Stunden lang wurde gekämpft, gezockt und gelacht – das leibliche Wohl der Teilnehmer wurde natürlich vom Organisationsteam bestens gesichert. Man könnte fast sagen, hier wurde nicht nur um Punkte, sondern auch um die besten Snacks gespielt!
Am Ende des Tages stand der Sieger fest: Johann Brugger aus Neukirchen an der Vöckla triumphierte mit beeindruckenden 231 Punkten. Josef Gadermayr aus Ried im Innkreis landete auf dem zweiten Platz mit 183 Punkten, gefolgt von Markus Pilsl aus Vichtenstein, der mit 173 Punkten den dritten Platz belegte. Ein spannendes Duell, das die Zuschauer mitfiebern ließ – so etwas erlebt man nicht alle Tage.
Ein weiteres Turnier steht bevor
Für all jene, die den Nervenkitzel und die Freude am Spiel noch nicht genug hatten, gibt es bereits einen weiteren Termin: Der Sauwaldcup 2026/27-9 findet am 23. Oktober 2026 um 19:00 Uhr im GH Wösner, Kirchenwirt in Münzkirchen statt. Hier dürfen sich die Spieler erneut auf spannende Matches und ein geselliges Miteinander freuen. Wer noch mehr Informationen zu diesem Event sucht, findet alles Wichtige unter www.tarockrunde-sauwald.jimdo.com.
Die Faszination des Tarocks
Aber was macht Tarock eigentlich so besonders? Tarock ist nicht einfach nur ein Kartenspiel, es ist Teil der europäischen Kulturgeschichte. Die Wurzeln des Spiels reichen bis ins 15. Jahrhundert zurück, als es in der Po-Ebene entstand. Ursprünglich als „trionfi“ bekannt, hat sich der Begriff Trumpf im Laufe der Zeit entwickelt. Die 21 Trümpfe, die das Spiel bestimmen, sind ein markantes Element. Und die Sonderkarte, der Narr, kommt in vielen Varianten als 22. Trumpf vor.
In Österreich wird Tarock als Geschicklichkeitsspiel geschätzt und nicht als Glücksspiel gewertet. Das macht es besonders attraktiv für alle Altersgruppen. Die Hochburgen des Spiels sind heutzutage in Ländern wie Frankreich und in den Nachfolgestaaten der ehemaligen Habsburgermonarchie zu finden. Hierzulande gibt es zahlreiche regionale Varianten, die sich im Laufe der Jahrhunderte entwickelt haben. Dabei ist das Spiel nicht nur ein Zeitvertreib, sondern auch ein geselliges Event, das Generationen zusammenbringt.
Auch prominente Spieler wie Wolfgang Amadeus Mozart und Sigmund Freud haben sich an diesem Spiel versucht. Es ist also kein Wunder, dass Tarock auch heute noch viele Fans hat. Ob im kleinen Kreis mit Freunden oder bei großen Turnieren wie dem in Andorf – die Begeisterung für Tarock bleibt ungebrochen und einladend.
