Brücken bauen: Wie niederösterreichische LEADER-Regionen von Polen lernen können
Heute ist der 12.10.2026 und in Scheibbs gibt es spannende Neuigkeiten aus der Welt der Regionalentwicklung. Eine Delegation von 14 niederösterreichischen LEADER-Regionen hat kürzlich die Woiwodschaft Masowien in Polen besucht. Im Rahmen des LEADER-Programms, das den Austausch über die Entwicklung ländlicher Räume fördert, haben sich die Teilnehmer auf eine Reise begeben, die nicht nur kulturelle, sondern auch wirtschaftliche Perspektiven eröffnet hat.
Unter den Delegierten war auch Gudrun Hofbauer, Geschäftsführerin der Eisenstraße Niederösterreich. Ihr Ziel und das der anderen Teilnehmer war es, herauszufinden, wie man ländliche Regionen nachhaltig stärken kann. Bei dieser Exkursion haben die Vertreter verschiedene Projekte besucht, die beeindruckende Ansätze für den beruflichen Wiedereinstieg nach der Karenz beinhalteten. Auch die Umgestaltung eines ehemaligen Kinosaals zu einem Senioren-Theaterclub war ein Highlight. Man kann sich vorstellen, wie lebhaft die Atmosphäre dort war – alte Filme, neue Geschichten und viel Leben im Raum!
LEADER und der europäische Gedanke
Die Besuche in Polen waren nicht nur lehrreich, sondern auch ein echter Augenschmaus für alle Beteiligten. Nach dem politischen Umbruch hat sich das Land stark gewandelt, und zahlreiche Gemeinden wurden neu aufgebaut, was die Entwicklung des ländlichen Raums vorantreibt. Seit dem EU-Beitritt hat Polen wirtschaftlich und gesellschaftlich einen gewaltigen Sprung gemacht. LEADER unterstützt dabei lokale Ideen und Projekte in 298 polnischen Regionen. Das hat die niederösterreichischen Teilnehmer sehr beeindruckt – die Offenheit und Innovationsfreude der polnischen Partner war nicht zu übersehen!
Das LEADER-Programm selbst hat eine lange Geschichte. Es wurde 1991 ins Leben gerufen und hat sich seither als wichtiges Instrument zur Förderung innovativer Aktionen im ländlichen Raum etabliert. Der Ansatz, der ursprünglich von 1991 bis 2005 als Gemeinschaftsinitiative genutzt wurde, ist seit 2006 Teil der Mainstream-Förderung. In Österreich gab es 2020 77 anerkannte lokale Aktionsgruppen, die sich über eine Fläche von rund 72.000 km² erstrecken, das sind etwa 4,3 Millionen Einwohner!
Inspirierende Projekte und transnationale Zusammenarbeit
Die Dynamik, die die besuchten Regionen in Polen ausstrahlten, lieferte neue Anregungen für die LEADER-Arbeit in Niederösterreich. Themen wie regionale Wertschöpfung und Direktvermarktung fanden bei den polnischen Partnern großes Interesse. Es ist wirklich spannend zu sehen, wie der Austausch von Erfahrungen aus anderen Ländern dazu beitragen kann, lokale Gegebenheiten zu verbessern.
Ein weiterer Aspekt, den die Delegation mit nach Hause nahm, war die transnationale Zusammenarbeit. Die Website des EU-GAP-Netzwerks bietet dazu zahlreiche Informationen und inspiriert durch bewährte Praktiken. Wer mehr über die Aktivitäten und Neuigkeiten im Bereich LEADER/CLLD erfahren möchte, findet auf der Seite spannende Einblicke und kann sogar den LEADER Newsletter abonnieren. Es gibt immer etwas zu lernen und zu entdecken!
In einer Zeit, in der der europäische Gedanke mehr denn je gefordert ist, zeigt dieser Austausch eindrucksvoll, dass Regionen voneinander lernen und gemeinsam wachsen können. Die Exkursion hat nicht nur die Beziehungen zwischen den Ländern gestärkt, sondern auch den Weg für zukünftige Kooperationen geebnet. Wer weiß, welche kreativen Projekte und Ideen aus diesen Begegnungen hervorgehen werden!
