Die Schlangeninsel, auch bekannt als Blumeninsel, in Pörtschach hat einen neuen Besitzer. Die Kraßnig-Familienprivatstiftung, bestehend aus Ulrich, Matthias und Leopold Kraßnig, hat ein 2000 Quadratmeter großes Areal mit einem 400-Quadratmeter-Haus und Fischereirechten von Karin Samitz-Schorn erworben. Der Kaufpreis für diese idyllische Insel im Wörthersee ist bislang unbekannt. Das Land Kärnten zeigte ebenfalls Interesse am Kauf, wurde jedoch darüber informiert, dass der Verkauf bereits vollzogen wurde. Diese Entwicklung unterstreicht die hohe Nachfrage nach Immobilien in der Region.

Der Wörthersee gilt als der See der Superlative in Kärnten und zieht viele potenzielle Käufer für Baugrund, Ferienhäuser und Wohnungen an. Die Quadratmeterpreise sind aufgrund des begrenzten Angebots hoch und variieren stark. Immobilienmakler schätzen die Grundstückspreise am Wörthersee zwischen 2000 und 10.000 Euro pro Quadratmeter, wobei die Schlangeninsel im höheren Preissegment liegt. Besonders beeindruckend sind die aktuellen Preise für Schlossresidenzen in Velden, die zwischen 10.000 und 12.000 Euro pro Quadratmeter kosten. Gebrauchte Wohnungen mit Seezugang lagen im Vorjahr bei etwa 7.000 Euro pro Quadratmeter, während Grundstücke in zweiter Reihe ohne direkten Zugang, aber mit Wasserblick, für 3.500 bis 4.500 Euro pro Quadratmeter verkauft werden.

Die Herausforderungen des Immobilienmarktes

Das Land Kärnten ist aktiv auf der Suche nach Grundstücken, um den öffentlichen Zugang zu den Seen zu sichern und die Natur zu schützen. Im Jahr 2020 gab es ein Seenvolksbegehren mit 12.000 Unterstützern, das zu einem Maßnahmenpaket zum Schutz der Seen führte. Ein zentraler Bestandteil dieses Pakets ist die Verwendung der Motorbootabgabe zur Finanzierung des Ankaufs von Seegrundstücken. Aktuell sind insgesamt 9,2 Millionen Euro in einem Fonds angesammelt, mit jährlichen Einnahmen von 2,8 Millionen Euro. Diese Mittel fließen auch in den Hochwasserschutz, weshalb bisher keine Seegrundstücke aus den Einnahmen der Motorbootsteuer angekauft wurden.

Die Besitzer von 451 Motorbooten und 628 Elektrobooten in der Region werden zudem stärker zur Kasse gebeten, um diese Initiativen zu unterstützen. Trotz der hohen Preise am Wörthersee gibt es eine steigende Nachfrage nach Immobilien in anderen Seen der Umgebung. Die Preise am Faaker See, zum Beispiel, liegen bei 4.000 bis 5.000 Euro pro Quadratmeter, was etwa der Hälfte der Wörthersee-Preise entspricht.

Fazit und Ausblick

Die Schlangeninsel ist nicht nur ein bedeutendes Stück Natur, sondern auch ein Symbol für den boomenden Immobilienmarkt am Wörthersee. Die Herausforderungen, die sich aus der hohen Nachfrage und den begrenzten Ressourcen ergeben, werden durch die Bemühungen des Landes, eine nachhaltige Nutzung der Seen zu gewährleisten, unterstrichen. Angesichts der aktuellen Marktentwicklungen ist es spannend zu beobachten, wie sich die Preise und die Verfügbarkeit von Grundstücken in der Region in den kommenden Jahren entwickeln werden. Die Kombination aus Naturschutz, hohen Immobilienpreisen und der Suche nach nachhaltigen Lösungen wird den Immobilienmarkt in Kärnten weiterhin prägen.

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Für weitere Informationen zu den aktuellen Entwicklungen und Preisen am Immobilienmarkt in Kärnten, besuchen Sie die Kleine Zeitung und Seidl Immobilien.