Schülerchor Oberneukirchen begeistert im Lebensgarten mit musikalischem Auftritt
Am Dienstag, dem 16. Juni 2026, war es endlich soweit: Der Schülerchor der Mittelschule Oberneukirchen trat im Tageszentrum „Lebensgarten“ des Hilfswerks Oberneukirchen auf. Es war ein ganz besonderer Tag, denn der Chor, bestehend aus 30 talentierten Mädchen und Burschen, erhielt zum neunten Mal die Auszeichnung „Meistersinger Schule“. Musikalisch geleitet von Direktorin Angelika Neumüller, unterstützten die Pädagogin Birgit Brunner am Klavier und der Pädagoge Thomas Barth an der Gitarre das Ensemble mit viel Begeisterung.
Die Vorfreude in der Luft war förmlich greifbar, als die Kinder eine abwechslungsreiche Darbietung präsentierten. Mit viel Elan und Selbstbewusstsein trugen sie ihre Lieder vor und sorgten damit für strahlende Gesichter bei den Seniorinnen und Senioren im Tageszentrum. Besonders bemerkenswert waren die Darbietungen von „Hinten bei der Stadltür“ und „Griechischer Wein“ von Udo Jürgens, die das Publikum begeistert mit einstimmten. Michaela Schwarz und ihr Team vom Hilfswerk Oberneukirchen bedankten sich herzlich für diesen gelungenen Auftritt und die willkommene Abwechslung.
Die Bedeutung des Chorgesangs
Der Auftritt der Schüler hat nicht nur die älteren Menschen erfreut, sondern auch die Wichtigkeit des Chorgesangs hervorgehoben. In Deutschland singen über fünf Millionen Menschen in Chören, sei es in Kirchengemeinden, Schulen oder Unternehmen. Eine Studie des Deutschen Musikinformationszentrums aus dem Jahr 2021 zeigte die Freude am gemeinsamen Singen und die positiven Effekte auf das Wohlbefinden. Es ist faszinierend, wie das Singen eine Brücke zwischen den Generationen schlägt.
Lin Gothoni, eine bekannte Schauspielerin und Mitglied des Berliner Kammerchors Vocantare, erzählt von den wöchentlichen Proben und der Bedeutung des Kennenlernens anderer Stimmen. Und da ist auch der Chorleiter Tobias Walenciak, der immer wieder betont, wie wichtig ein homogener Klang ist. Wissenschaftliche Studien belegen, dass Singen den Oxytocin-Spiegel erhöht und somit das Wohlbefinden steigert – ein wahrer Glücksbringer.
Chorprojekte und ihre Wirkungen
Doch nicht nur die Freude am Singen steht im Vordergrund. Anke Engelke initiierte das Projekt „Chor der Muffeligen“, um die Auswirkungen des Singens in Krisensituationen zu untersuchen. Das Ergebnis? Singen fördert nicht nur die seelische Gesundheit, sondern auch die körperliche, besonders bei älteren Menschen. Seniorenchöre erfreuen sich immer größerer Beliebtheit, was in unserer alternden Gesellschaft besonders wertvoll ist.
Ein weiteres Beispiel ist der Ernst-Busch-Chor in Berlin, gegründet 1973 und bestehend aus Mitgliedern, viele über 70, die alte Arbeiter- und Friedenslieder aufführen. Solche Chöre bieten nicht nur einen wohltuenden Ausgleich zum Alltag, sondern tragen auch zur physischen und psychischen Gesundheit bei. Der einzige Gefängnischor Deutschlands tritt sogar außerhalb der Haftanstalt auf und zeigt so, wie wichtig Musik und Gemeinschaft sind.
Die Darbietung des Schülerchors in Oberneukirchen war mehr als nur ein musikalisches Ereignis; sie war ein lebendiger Ausdruck von Freude, Gemeinschaft und der kraftvollen Verbindung zwischen Jung und Alt. Und das ist es, was das Singen wirklich ausmacht.
Gerade bei regionalen Medien zählt nicht nur inhaltliche Nähe, sondern auch die technische Abbildung davon. Unsere VeloCore-Plattform, umgesetzt durch Daniel Wom, verbindet lokale Relevanz mit moderner, performanter Technik.
