In den letzten Tagen macht eine neue Welle von betrügerischen E-Mails im Namen der ASFINAG die Runde, die sich als offizielle Mitteilungen tarnen. Wer denkt, er könnte einfach unbesorgt seine E-Mails durchforsten, sollte jetzt ganz genau aufpassen. Die Nachrichten zielen darauf ab, persönliche Daten und Kreditkarteninformationen abzugreifen. Die Betrüger behaupten, dass Empfänger ohne gültige Vignette auf Autobahnen oder Schnellstraßen unterwegs waren und sie nun eine offene Forderung begleichen müssen.
In diesen Mails wird eine „Ersatzmaut“ von 12,36 Euro angeboten, die angeblich dazu dient, ein Verwaltungsstrafverfahren zu vermeiden. Na, das klingt doch verlockend, oder? Ein einfacher Klick auf den Button „Ersatzmaut jetzt bezahlen“ führt jedoch direkt auf eine betrügerische Webseite, wo die Nutzer dann ihre persönlichen Daten oder Kreditkarteninformationen eingeben sollen. Die ASFINAG selbst warnt eindringlich vor diesen E-Mails und macht klar, dass sie niemals solche Nachrichten verschickt. Oft sind die Absenderadressen ein deutliches Zeichen für einen Betrugsversuch, und die genannte Summe von 12,36 Euro ist für die ASFINAG einfach untypisch. Genauere Informationen gibt es in einem Artikel auf inside-graz.at.
Die Tricks der Betrüger
Die aktuelle Phishing-Welle ist nicht zu unterschätzen. In den E-Mails wird behauptet, dass für ein Fahrzeug keine gültige Digitale Vignette gelöst sei, und es drohen Anzeigen bei der Bezirksverwaltungsbehörde sowie Geldstrafen zwischen 120 und 3.000 Euro, wenn man nicht zahlt. Diese drastischen Drohungen sollen die Empfänger zur schnellen Zahlung bewegen. Die Mails sehen zwar offiziell aus und nutzen sogar das ASFINAG-Logo, aber sie sind alles andere als legitim. Eine genauere Analyse zeigt, dass die Absenderadresse nichts mit der ASFINAG zu tun hat und dass es kein offizielles Portal zur Bezahlung einer Ersatzmaut gibt – Zahlungen müssen per Direktüberweisung erfolgen. Und falls du denkst, das ist ein einmaliger Vorfall, dann liegst du falsch. Es ist ein wiederkehrendes Muster, das bereits viele Menschen in die Falle gelockt hat.
Die gefälschte Domain „autobahnen-asfinag.eu“, auf die die Links in den Mails führen, wurde erst am 10. April 2026 registriert. Der Trick mit dem niedrigen Betrag soll die Empfänger dazu verleiten, schnell zu handeln, ohne groß nachzudenken. Tatsächlich sind die Ersatzmautbeträge für Verstöße deutlich höher: 200 Euro für PKW, 100 Euro für Motorräder und bis zu 270 Euro für LKW und Busse. Wer sich in die Fänge dieser Betrüger begibt, sollte sofort seinen Kreditkartenanbieter kontaktieren, um mögliche Schäden zu minimieren. Auch die Dokumentation der Phishing-Mail und eine Anzeige bei der Polizei sind ratsam. Nähere Details zu dieser Thematik findest du auch auf onlinesicherheit.gv.at.
So schützt du dich vor Phishing
Es ist besonders wichtig, dass Verbraucher gut informiert sind, um sich vor solchen Betrugsversuchen zu schützen. Kein seriöser Anbieter wird jemals vertrauliche Zugangsdaten per E-Mail anfordern. Daher ist es ratsam, die Adressleiste im Browser zu überprüfen und häufig besuchte Login-Seiten in die Favoritenliste zu speichern. Wenn dir eine E-Mail seltsam vorkommt, klicke auf keinen Fall auf die Links, sondern gehe direkt über die offizielle Website der Organisation, um zu prüfen, ob es tatsächlich ein Anliegen gibt. Telefonische Rückfragen sind ebenfalls eine gute Idee, wenn Unsicherheiten bestehen. Und solltest du mal auf eine gefälschte Webseite gelangen, beende die Verbindung sofort und kontaktiere den Website-Betreiber.
Ein weiterer wichtiger Punkt ist, dass du deine persönlichen Daten nur auf geschützten und vertrauten Seiten eingeben solltest. Achte darauf, dass URLs mit „https://“ beginnen und halte deine Software immer auf dem neuesten Stand. Antivirus-Programme sind ebenfalls ein Muss, um im digitalen Dschungel sicher zu navigieren. Weitere Informationen und Tipps zum Schutz vor Phishing findest du im Sicherheitskompass der Polizei und des BSI, die dir eine wertvolle Orientierungshilfe bieten können. Für mehr Informationen und praktische Ratschläge rund um die Cybersicherheit, schau auch auf die Webseite des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik.
