Sarah Kastner wird neue Bezirkshauptfrau von Bruck-Mürzzuschlag
In einer spannenden Wende für die Politik in Bruck-Mürzzuschlag wird Sarah Kastner die neue Bezirkshauptfrau. Diese Entscheidung kam nach einer öffentlichen Ausschreibung und einem mehrstufigen Auswahlverfahren, das von einem externen Personalberatungsunternehmen begleitet wurde. In einem Hearing, bei dem drei Kandidatinnen und ein Kandidat auftraten, konnte sich die Kommission eindeutig für Kastner entscheiden. Damit wird sie die jüngste Bezirkshauptfrau in der Steiermark, ein Titel, der sicherlich nicht nur sie, sondern auch viele junge Menschen hier im Land inspirieren könnte.
Am 1. Oktober 2026 wird Sarah Kastner offiziell in ihr neues Amt eingeführt, nachdem sie Bernhard Preiner folgt, der in den Ruhestand geht. Landeshauptmann Mario Kunasek hat sich positiv über ihre Qualifikationen geäußert und gleichzeitig Bernhard Preiner für seine Arbeit gedankt. Kastner, geboren am 20. Oktober 1989 in Leoben, hat viel Erfahrung in der öffentlichen Verwaltung gesammelt. Ihre akademische Ausbildung umfasst ein Studium der Rechtswissenschaften an der Universität Graz sowie einen Master in „Europäisches und internationales Wirtschaftsrecht“ an der Ludwig-Maximilians-Universität München.
Ein vielfältiger Werdegang
Die Karriere von Sarah Kastner begann 2016 im Amt der Steiermärkischen Landesregierung als Trainee. Im Laufe der Jahre hat sie sich in verschiedenen juristischen Funktionen bewährt, unter anderem in der Agrarbezirksbehörde Leoben und als Referentin im Büro von LH-Stellvertreter Anton Lang. Besonders bemerkenswert ist, dass sie 2023 zur Bereichsleiterin im Natur- und Umweltschutz aufstieg und 2024 die Referatsleitung in der Verkehrsbehörde der Abteilung 16 übernahm. Ihre Spezialisierung im Umwelt-, Verkehrs- und Verwaltungsrecht wird sicher von großem Nutzen sein, wenn es darum geht, die Herausforderungen der Region zu bewältigen.
Die Tatsache, dass eine junge Frau wie Kastner in eine so verantwortungsvolle Position berufen wird, ist auch ein Zeichen für den Wandel, den wir in der Gesellschaft erleben. Es gibt einen zunehmenden Fokus auf die Gleichstellung der Geschlechter in Führungspositionen. Ein aktueller Bericht des Vereins „FELIN_female leaders initiative“ zeigt, dass trotz gesetzlicher Gleichberechtigung noch viel zu tun bleibt. Der Frauenanteil in den Aufsichtsräten der Beteiligungsgesellschaften der Stadt Graz beträgt mittlerweile 55%, ein Anstieg von 44% im Jahr 2023. Allerdings ist der Frauenanteil in den Aufsichtsräten des Landes Steiermark auf 39% gesunken. Das zeigt, dass es nicht nur einen Aufwärtstrend gibt, sondern auch Rückschläge, die wir nicht ignorieren sollten.
Ein Blick in die Zukunft
Landeshauptmann-Stellvertreterin Manuela Khom hat betont, dass noch viel zu tun ist, um echte Gleichstellung zu erreichen. Die Anstiege in den städtischen Aufsichtsräten sind zwar ein positives Signal, jedoch sind Frauen in entscheidenden Führungspositionen weiterhin unterrepräsentiert. Die Forderung nach einem Kulturwandel, der über Einzelmaßnahmen hinausgeht, ist laut Lisa Mittischek dringender denn je. Sarah Kastner könnte hier ein Beispiel für die nächste Generation sein, die möglicherweise den Weg für noch mehr Frauen in Führungsrollen ebnen wird.
Die bevorstehende Amtsübernahme von Sarah Kastner ist somit nicht nur ein persönlicher Erfolg, sondern auch ein bedeutender Schritt für die Gleichstellung in der Region. Wir sind gespannt, wie sie ihre neuen Aufgaben angehen wird und welche Impulse sie setzen kann. In der nächsten Zeit wird sich zeigen, ob sie das Potenzial hat, die Herausforderungen, die auf sie warten, auch wirklich zu meistern.
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