Tag der Kleinst-, Klein- und Mittelunternehmen: Gesundheit am Arbeitsplatz im Fokus
Am 27. Juni war es wieder so weit: Der Tag der Kleinst-, Klein- und Mittelunternehmen (KKMU) hat für Aufsehen gesorgt! In Bruck-Mürzzuschlag standen die kleinen und mittleren Betriebe im Mittelpunkt, die oft die treibende Kraft der regionalen Wirtschaft sind. Ein besonderes Highlight war die Vorstellung der kostenlosen Angebote von „fit2work“, einem Programm des Bundesministeriums für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz. Hier wurde nicht nur auf die Bedeutung des Betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM) hingewiesen, sondern auch konkrete Lösungen präsentiert, um Mitarbeiterausfälle zu minimieren.
Das Ziel von „fit2work“ ist klar: Lange Krankenstände sollen vermieden werden, und die Rückkehr von langzeit erkrankten Mitarbeitenden soll erleichtert werden. In der heutigen Zeit, in der Stress und gesundheitliche Probleme immer präsenter werden, ist es umso wichtiger, dass Unternehmen sich um die Gesundheit ihrer Mitarbeiter kümmern. Schließlich sind gesunde und motivierte Mitarbeiter ein echter Gewinn für die Produktivität. Und das Beste? Die präventiven Konzepte von „fit2work“ sind nicht nur für große Firmen, sondern auch für Ein-Personen-Unternehmen (EPU) zugänglich!
Vielfältige Angebote für Unternehmen
Das BGM umfasst eine breite Palette an Unterstützungsangeboten. Dazu gehören unter anderem die Hilfe bei der Umsetzung der Hitzeschutzverordnung in heißen Sommermonaten, eine BGM-Standortbestimmung zur Analyse der aktuellen Situation im Betrieb sowie Unterstützung bei Rückkehrprozessen nach Langzeitkrankenständen. Auch beim Aufbau eines professionellen betrieblichen Eingliederungsmanagements (BEM) können Unternehmen auf die Expertise von „fit2work“ zurückgreifen. Ein BEM ist für alle Arbeitgeber gesetzlich vorgeschrieben, sobald ein Mitarbeiter mehr als 42 Tage innerhalb von 12 Monaten arbeitsunfähig ist. Die Teilnahme ist zwar freiwillig, aber für die betroffenen Mitarbeiter oft ein entscheidender Schritt zurück ins Berufsleben.
Darüber hinaus stehen Beratungsstellen in mehreren Städten in Österreich zur Verfügung, darunter Mürzzuschlag, Leoben und Murau. Die Beratungsleistungen sind zu 100% gefördert und somit vollkommen kostenfrei. Kontaktinformationen für die Projektleitung und Beratung sind leicht zu finden: Mag. Sandra Bebendorf ist unter +43 664 60177 5455 oder via E-Mail an sandra.bebendorf@fit2work.at erreichbar. Auch Sonja Tarbuk, BA, steht unter +43 664 854 3011 oder sonja.tarbuk@bgm.fit2work.at zur Verfügung. Wer lieber direkt auf die Website gehen möchte, findet unter www.fit2work.at alle Informationen.
Die Wichtigkeit von Gesundheit im Betrieb
Jetzt stellt sich vielleicht die Frage: Warum ist das alles so wichtig? Arbeitgeber sind gesetzlich verpflichtet, Arbeits- und Gesundheitsschutz sowie betriebliches Eingliederungsmanagement umzusetzen. Die rechtlichen Grundlagen, wie das Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG), zielen darauf ab, Gefahren für Leben und Gesundheit der Mitarbeiter zu minimieren. Doch während der Arbeitsschutz Pflicht ist, bleibt die betriebliche Gesundheitsförderung (BGF) freiwillig. Dennoch ist sie ein unverzichtbarer Bestandteil eines erfolgreichen Gesundheitsmanagements. Der Schlüssel liegt in der Verzahnung der drei Säulen: Arbeitsschutz, BEM und BGF!
Der technische Arbeitsschutz befasst sich mit den Risiken, die am Arbeitsplatz auftreten können, sei es durch Lärm, Strahlung oder giftige Stoffe. Hier kommt das BGM ins Spiel, welches die Wechselwirkungen von Arbeit und Gesundheit berücksichtigt und somit einen positiven Beitrag zur Gesundheit der Beschäftigten leistet. Dies wird besonders durch die Arbeitsmedizinische Empfehlung (AME) unterstützt, die als praxisrelevante Darstellung des BGM fungiert.
Ein wichtiger Punkt, den die AME anspricht, ist die Notwendigkeit, Gesundheitsziele für die Organisation zu definieren und Handlungsfelder sowie Einzelinstrumente zur Etablierung und kontinuierlichen Weiterentwicklung des BGM zu beschreiben. So kann jedes Unternehmen, unabhängig von Größe und Branche, ein passgenaues BGM umsetzen.
In einer Zeit, in der der Druck auf die Mitarbeiter steigt und die Anforderungen immer komplexer werden, ist es unerlässlich, dass Unternehmen auf die Gesundheit ihrer Angestellten achten. Denn letztlich profitieren nicht nur die Mitarbeiter davon, sondern auch die Unternehmen selbst. Wenn also in deinem Betrieb noch nicht über BGM nachgedacht wurde, ist jetzt der beste Zeitpunkt, um aktiv zu werden!
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