Pastoralen – Eine Jubiläumsausstellung des Künstlers Gerald Brettschuh im Greith-Haus
Heute ist der 20.06.2026, und in Deutschlandsberg gibt es Grund zur Freude! Im Greith-Haus in St. Ulrich in Greith wird die Ausstellung „Pastoralen“ des Künstlers Gerald Brettschuh präsentiert. Es ist eine ganz besondere Schau, denn Brettschuh feierte erst kürzlich im April seinen 85. Geburtstag. Und ja, das ist nicht nur ein weiteres Jubiläum – es ist eine Feier seiner Lebensfreude und seines künstlerischen Schaffens, das bis heute lebendig ist.
Die Ausstellung, die von dem Kurator Günther Holler-Schuster ins Leben gerufen wurde, läuft bis zum 24. August. Besucher haben die Möglichkeit, Brettschuhs Arbeiten aus seinem Atelier in Arnfels zu bewundern. Diese Werke sind nicht nur farbenfroh, sondern voller Schwung und Energie. Brettschuh ist bekannt für seine kräftigen Farben und die dynamischen Duktus, die sowohl Aktdarstellungen als auch Landschaften umfassen. Komischerweise ist dies die erste Ausstellung des Künstlers im Greith-Haus, obwohl er nicht weit entfernt lebt – eine geografische Nähe, die man fast als schicksalhaft bezeichnen könnte.
Ein Blick auf Brettschuhs Werk
Seit seiner Rückkehr nach Arnfels im Jahr 1976 hat sich Brettschuh als freischaffender Künstler etabliert. Seine Inspiration schöpft er aus der atemberaubenden, südsteirischen Landschaft und der Lebensfreude, die diese Region ausstrahlt. In „Pastoralen“ verbindet er Landschaftsbilder aus Arnfels mit seinen aktuellen Aktdarstellungen, die Vitalität und Lebensfreude ausstrahlen. Besonders interessant ist, dass die „Pastoralen“ Hirtenszenen aus Musik, Literatur und bildender Kunst neu interpretieren. Diese kreative Auseinandersetzung lässt den Betrachter in eine emotionale Erlebniswelt eintauchen.
Die Ausstellung stellt zudem die Herausforderungen der Architektur des Greith-Hauses dar, und es war für Brettschuh eine spannende Aufgabe, seine Werke in diesem Raum zur Geltung zu bringen. Besucher haben sogar die Möglichkeit, die Objekte zu berühren und sie aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten – was eine ganz andere Art des Erlebens und Verstehens ermöglicht. Und dann gibt es auch die neuesten Arbeiten im Gerhard Roth-Saal, die das Stillleben thematisieren. Das ist alles andere als langweilig!
Ein lebendiges Erbe
Eine besondere Note erhält die Ausstellung durch Brettschuhs Freundschaft mit dem vermissten Literaten Bodo Hell, die in seinen Werken thematisiert wird. Es ist eine Hommage an die Verbindungen, die Kunst und Leben schaffen können. Außerdem wird ein Film mit dem Titel „Triptychon“ von Michael Pilz in der Ausstellung gezeigt, was die Erfahrung noch bereichert. Und für alle, die mehr über Brettschuh erfahren möchten, gibt es zu seinem 85. Geburtstag neue Druckwerke: ein Buch über die „Pastoralen“ und Akte sowie eine Publikation über Stillleben. Als Grafiker und Mitherausgeber der Kulturzeitschrift „Sterz“ hat er sich auch in dieser Hinsicht einen Namen gemacht.
Diese Ausstellung ist nicht nur eine Gelegenheit, Brettschuhs Kunst im Einklang mit der Region zu erleben, sondern auch eine Einladung, sich selbst von der Kreativität und der Lebensfreude, die er ausstrahlt, mitreißen zu lassen. Wer die Chance hat, das Greith-Haus zu besuchen, sollte sie sich auf keinen Fall entgehen lassen. Es könnte eine inspirierende Erfahrung werden, die einen noch lange begleiten wird.
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