Der 18. steirische Kindergipfel, ein aufregendes Event für die jüngsten Bürgerinnen und Bürger, fand kürzlich in Hart bei Graz statt. Am 20. Juni 2026 reisten 145 Kinder aus 15 steirischen Gemeinden an, um sich aktiv für die Anliegen von Kindern und Jugendlichen einzusetzen. Diese jungen Teilnehmer, allesamt engagierte Mitglieder von Kindergemeinderäten oder Kinderparlamenten, hatten ein klares Ziel: Sie wollten sich für Kinderrechte, Mitbestimmung und ein respektvolles Miteinander stark machen. Das Motto „Miteinander, füreinander. Wir sagen, was uns wichtig ist“ begleitete sie an diesem besonderen Tag. Hier können Sie mehr über die Veranstaltung erfahren.

Die Kinder tauschten Erfahrungen aus ihren Kindergemeinderäten und Kinderparlamenten aus, wobei sie sich intensiv mit Themen wie Gleichbehandlung, freier Meinungsäußerung und dem Recht auf Beteiligung beschäftigten. Workshops, die ein kreatives Mitwirken ermöglichten, luden die Kinder ein, ihre Ansichten auf unterschiedlichste Weise einzubringen. Unter anderem wurden Beiträge für Gemeindezeitungen verfasst, Freundschaftsbänder geknüpft und Postkarten entworfen. Ein Theater-Workshop diente dazu, das Bewusstsein für persönliche Grenzen und Zivilcourage zu stärken. Zudem sorgten gemeinsame Schnitzeljagden für ein Gefühl des Zusammenhalts und des gemeinsamen Lösens von Herausforderungen.

Engagement für Kinderrechte

Bürgermeister Franz Tonner begrüßte die Teilnehmenden herzlich und betonte die Wichtigkeit von Kindergemeinderäten. Daniela Köck von beteiligung.st dankte den Unterstützern und hob den Mehrwert des Austauschs zwischen den Kindern hervor. Am Ende des Gipfels formulierten die Kinder zentrale Botschaften, die im Gemeindegebiet verteilt wurden. Diese lauteten unter anderem: „Du bist gut, so wie du bist!“, „Behandle mich, wie ich dich behandeln soll!“ und „Miteinander statt gegeneinander!“. Diese Botschaften wurden auf recycelten, bunt bemalten Planen festgehalten und in der Gemeinde aufgehängt, sodass sie sichtbar werden und Hoffnung auf eine gerechte und lebenswerte Zukunft geben.

Ein von den Kindern produziertes Video dokumentiert die Eindrücke und Stimmen des Tages und zeigt das Engagement, die Kreativität und die Begeisterung der jungen Teilnehmer. Die Verpflegung während des Gipfels wurde von Gittis Café aus Hart bei Graz bereitgestellt, was sicherlich zur angenehmen Atmosphäre beitrug. Die Gemeinde Hart bei Graz hat sich stark für die Organisation dieses Events eingesetzt, und es war spürbar, dass die Kinder mit großer Freude und Enthusiasmus bei der Sache waren.

Das Recht auf Mitbestimmung

Die Themen des Kindergipfels sind besonders relevant, wenn man die Bedeutung von Partizipation für Kinder in den Blick nimmt. Kinder haben das Recht, gehört und ernst genommen zu werden. Laut der UN-Kinderrechtskonvention (UN-KRK) müssen Staaten die Meinung des Kindes in allen kinderrelevanten Angelegenheiten berücksichtigen. Artikel 12 der UN-KRK legt explizit fest, dass Kinder das Recht auf Gehör haben, was in vielen Ländern oft nur unzureichend umgesetzt wird. In Deutschland beispielsweise wird dieses Recht häufig zu eng ausgelegt, nur in speziellen Verfahren gehört. Es ist jedoch entscheidend, dass Kinder in die Entscheidungsfindung einbezogen werden, um ihre eigene Entwicklung zu fördern und eine zukunftsfähige Gesellschaft zu gestalten.

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Die Aktivitäten beim Kindergipfel in Hart bei Graz zeugen von diesem Ansatz und zeigen, wie wichtig es ist, dass Kinder ihre Stimme erheben können. Die kreativen Workshops und die Möglichkeit, ihre Botschaften zu formulieren, tragen dazu bei, das Bewusstsein für Kinderrechte zu schärfen und eine solidarische Gemeinschaft zu fördern. Die Teilnahme an solchen Veranstaltungen stärkt nicht nur das Selbstbewusstsein der Kinder, sondern auch das Gefühl der Zugehörigkeit und des Respekts füreinander.

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