Heute ist der 9. Mai 2026 und in Graz gibt es schon jetzt viel zu besprechen, denn die Vorbereitungen für die Gemeinderatswahl am 28. Juni 2026 laufen auf Hochtouren. Ein wichtiger Termin, der nicht nur die politischen Weichenstellungen für die kommenden Jahre betrifft, sondern auch mit einem spannenden Formel-1-Wochenende in Spielberg und einem WM-Spiel der österreichischen Fußballnationalmannschaft zusammenfällt. Das wird für viele Grazer eine echte Herausforderung, die Wahlurne mit dem Fernseher zu verbinden!

Ein Blick auf die Zahlen zeigt, dass Graz mit 225.892 wahlberechtigten Personen aufwarten kann, das sind 2380 mehr als bei der letzten Wahl im Jahr 2021. Ein interessanter Aspekt ist der Anstieg der wahlberechtigten Bürger aus anderen EU-Staaten um 5.055, während die Zahl der wahlberechtigten Österreicher um 2.675 gesunken ist. Diese demografischen Veränderungen könnten spannende Ergebnisse liefern, gerade wenn man bedenkt, dass Menschen aus dem Nicht-EU-Ausland auch an der Wahl zum Migrant:innenbeirat teilnehmen dürfen.

Wahlkarten und Briefwahl

Der Trend zur Briefwahl scheint sich weiter fortzusetzen. Bereits 60.000 Wahlkarten wurden bestellt, um dem Anstieg der Briefwähler gerecht zu werden. Bei der letzten Gemeinderatswahl gaben 25.000 Grazer ihre Stimme per Wahlkarte ab. Bei der Landtagswahl 2024 waren es sogar über 33.000. Das zeigt, dass viele Wähler die Möglichkeit der Briefwahl schätzen und nutzen.

Die Beantragung der Wahlkarten ist unkompliziert: Von 8. Juni bis 26. Juni (12 Uhr) können sie in den städtischen Servicestellen (außer Tummelplatz) ausgestellt werden. Auch im Amtshaus, postalisch oder per E-Mail bis zum 24. Juni ist das möglich. Wenn am Wahltag jemand verhindert ist, kann die Stimmabgabe bereits beim Ausstellen der Wahlkarte erfolgen. Es ist wichtig zu wissen, dass die Wahlkarten bis zum 28. Juni um 16 Uhr bei der Wahlbehörde eingehen müssen. Wer also plant, seine Wahlkarte zu nutzen, sollte sie rechtzeitig verschicken – idealerweise bis zum Samstag vor der Wahl.

Die Herausforderung für die Wahlbehörden

Für die Durchführung der Wahlen sind 111 Standorte mit 279 Sprengelwahllokalen geplant. Das erfordert bis zu 1.500 Wahlbehördenmitglieder und 600 Urnen. Ein gewaltiger logistischer Aufwand, der nicht zu unterschätzen ist. Zudem müssen mehr als 610.000 Stimmzettel vorbereitet werden – eine gewaltige Zahl, die verdeutlicht, wie ernst die Stadt die Wahlvorbereitungen nimmt.

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Ein besonders spannendes Detail: Für den Migrant:innenbeirat sind 40.117 Wahlberechtigte registriert, was einem Anstieg von 10.529 (36%) entspricht. Die Beantragung der Briefwahl für diesen speziellen Wählerkreis kann vom 16. bis 23. Juni erfolgen. Insgesamt stehen 19 Wahlen an – das sind der Gemeinderat, der Migrant:innenbeirat und die 17 Bezirksräte. Da ist wirklich für jeden etwas dabei!

Die bevorstehenden Wahlen in Graz sind mehr als nur ein Pflichttermin – sie spiegeln die dynamischen Veränderungen in der Gesellschaft wider. Mit einem wachsenden Anteil an Bürgern aus unterschiedlichen kulturellen Hintergründen wird der Einfluss der Migrant:innen auf die politische Landschaft zunehmend spürbar. Es bleibt abzuwarten, wie sich diese Entwicklungen auf die Wahlergebnisse auswirken werden und welche neuen Impulse sie in die kommunale Politik bringen.

Für weitere Informationen zur Wahl und zur Beantragung der Wahlkarten kann auf die vollständigen Details in der Kleine Zeitung verwiesen werden. Hier gibt es alles Wichtige auf einen Blick!