Sanierung des Pfarrhofs in Kalsdorf: Ein Schritt in die Zukunft für die Gemeinde
In Kalsdorf war eine wichtige Entscheidung zu treffen. Der Pfarrgemeinderat stand vor der Frage: Soll das Pfarrheim oder der Pfarrhof renoviert werden? Letztlich fiel die Wahl auf den Pfarrhof, dessen umfassende Sanierung nun in vollem Gange ist. Das Pfarrheim an der Bundesstraße wurde verkauft, was für die notwendigen finanziellen Mittel sorgte.
Der Pfarrhof, ein historisches Gebäude, war einst Wohnsitz mehrerer Pfarrer, darunter Alois Wonisch und Horst Hüttl. Er hat jedoch seine Probleme. Der Keller war von Wassereintritt und Schimmelbildung betroffen, und die hohen Energiekosten machten die Situation nicht besser. Doch die Neuwert-Sanierung, die nun umgesetzt wird, soll Abhilfe schaffen. Ein neues Heizsystem mit einer Grundwasser-Wärmepumpe und Photovoltaikanlage wird das Gebäude und die Kirche weitgehend energieautonom machen.
Feierliche Segnung und Pfarrfest
Ein Highlight der Sanierung wird die feierliche Vesper am 4. Juli um 18.00 Uhr sein, bei der Weihbischof Johannes Freitag die Sanierung segnen wird. Am folgenden Tag, dem 5. Juli, findet dann das Pfarrfest statt – ein Anlass, der nicht nur die Pfarre, sondern die gesamte Gemeinde zusammenbringt.
Die Umbaumaßnahmen sind beeindruckend. Der Keller wurde tiefergelegt, sodass nun drei Etagen genutzt werden können. Im Erdgeschoss befinden sich eine Küche und eine Kanzlei, während im Obergeschoss Schulungs- und pastorale Räume untergebracht sind. Der multifunktionale Pfarrsaal kann von der Pfarre und externen Nutzern verwendet werden. Urs Lesky, der ehrenamtliche geschäftsführende Vorsitzende des Wirtschaftsrates der Pfarre, hat sich aktiv in die Umbauten eingebracht und äußerte Dankbarkeit für die Unterstützung vieler Helfer.
Finanzierung der Sanierung
Die Finanzierung dieser umfangreichen Maßnahmen erfolgt durch eine Kombination aus Förderungen von der EU, dem Bund, dem Land, der Diözese, der Gemeinde sowie durch Eigenmittel, Sponsoren und Spenden. Der Verkauf des Pfarrheims hat ebenfalls zur Finanzierung beigetragen. Besonders erwähnenswert sind die steuerlichen Vorteile, die Spenden für den Erhalt des Pfarrhofs mit sich bringen. Diese sind steuerabzugsfähig auf das Konto des Bundesdenkmalamtes.
Zusätzlich wurde das kaputte Dach der Kirche saniert, wobei die Diözese die Kosten vorstreckte. Dies zeigt, wie wichtig der Erhalt von Kirchengebäuden für die Gemeinschaft ist. Kirchen sind nicht nur religiöse Orte, sondern auch kulturelle und architektonische Zeugnisse, die es zu bewahren gilt. Förderprogramme, wie die Denkmalschutzförderung der Bundesländer oder die Unterstützung durch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz, helfen Gemeinden, die oft hohen Instandhaltungs- und Restaurierungskosten zu decken.
Die Sanierung des Pfarrhofs in Kalsdorf ist ein Paradebeispiel dafür, wie engagierte Gemeinden durch Zusammenarbeit, Unterstützung und strategische Planung ihre historischen Gebäude in neuem Glanz erstrahlen lassen können. Es bleibt spannend, welche weiteren Projekte und Initiativen in der Region folgen werden, um das kulturelle Erbe zu bewahren.
Für alle, die sich für das Thema interessieren oder selbst aktiv werden möchten, gibt es zahlreiche Fördermöglichkeiten und Unterstützung durch kirchliche Organisationen, regionale Stiftungen und Fördervereine. Man muss nur wissen, wo man ansetzen kann und wie man die nötigen Anträge richtig vorbereitet.
Neues Design, maximale Performance: Wie gefällt Ihnen unsere neue Website?
Ein modernes Nachrichtenportal muss für alle Menschen zugänglich sein. Deshalb haben wir unser Magazin mit VeloCore konsequent nach WCAG 2.1 und BITV 2.0 entwickelt - die barrierefreie Umsetzung verantwortete Daniel Wom und VeloCore.
