Am 28. Juni 2026 steht Graz ein wichtiges Ereignis bevor: die Gemeinderatswahl. Über 225.000 Menschen sind wahlberechtigt und dürften gespannt auf die Entwicklungen der kommenden Wochen blicken. In den letzten fünf Jahren hat die KPÖ unter Bürgermeisterin Elke Kahr die Geschicke der Stadt geleitet und dabei immer wieder hohe Beliebtheitswerte erzielt. Kahr möchte ihre Koalition aus KPÖ, Grünen und SPÖ fortsetzen, während die ÖVP, lange Zeit die Bürgermeisterpartei, sich eine Rückkehr an die Spitze erhofft. Auch die FPÖ könnte sich wieder bemerkbar machen. Insgesamt treten elf Listen zur Wahl an, wobei sieben Parteien bereits im Gemeinderat vertreten sind.

Ein zentrales Thema, das die Wahlkampfdiskussion prägt, ist die Verkehrsfrage in Graz. Die Stadt hat bereits Maßnahmen zur Reduzierung des Autoverkehrs ergriffen, die jedoch nicht bei allen Bürgern auf Zustimmung stoßen. Dies könnte sich als entscheidender Faktor bei der Wahl herausstellen, denn die Meinungen gehen hier auseinander. Und während die Stadt mit einer angespannten Finanzlage kämpft, zeigt eine aktuelle Stimmungsumfrage, durchgeführt von Monika Feldner-Zimmermann und Astrid Plank, dass die Grazerinnen und Grazer durchaus unterschiedliche Ansichten zur aktuellen politischen Lage haben.

Wahlmodalitäten und wichtige Informationen

Die Wahl findet am 28. Juni 2026 von 7 bis 16 Uhr in 272 ordentlichen Wahlsprengeln statt. Um wählen zu können, benötigen die Wahlberechtigten einen amtlichen Lichtbildausweis, wie etwa einen Reisepass oder einen Personalausweis. Es ist wichtig, dass die wahlberechtigten Personen ihren Hauptwohnsitz in Graz am 16. April 2026 hatten und mindestens 16 Jahre alt sind. Wer nicht persönlich erscheinen kann, hat die Möglichkeit, eine Wahlkarte zu beantragen. Diese muss bis zum 24. Juni 2026 elektronisch beantragt werden.

Außerdem bieten die Servicestellen in Graz eine persönliche Stimmabgabe zwischen dem 8. und 26. Juni an, wobei eine Vorauswahl der Kandidatinnen und Kandidaten durch das Eintragen einer Vorzugsstimme möglich ist. Die Spitzenkandidatin der KPÖ, Bürgermeisterin Elke Kahr, wird von Robert Krotzer, Sahar Mohsenzada und Manfred Eber unterstützt. Auf der Kandidat:innenliste stehen insgesamt 20 Personen, gleichmäßig aufgeteilt zwischen Frauen und Männern aus verschiedenen Berufs- und Altersgruppen.

Für alle, die Fragen zur Wahl oder zu den Abläufen haben, steht das Organisationsteam der Stadt Graz unter der Telefonnummer 0316 872-5151 bereit. Zudem sind alle Informationen online unter graz.at/wahlen zu finden.

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Die Wahlkarten können ab dem 16. April 2026 beantragt werden, und der Versand der Briefwahlunterlagen beginnt frühestens am 8. Juni 2026. Wer eine Wahlkarte beantragen möchte, muss einige wichtige Informationen bereitstellen, darunter Name, Wohnadresse und Geburtsdatum. Eine telefonische Beantragung ist jedoch nicht möglich, und die persönliche Beantragung sollte bis spätestens 26. Juni, 12 Uhr, erfolgen.

Die bevorstehenden Wahlen sind ein bedeutendes Ereignis für Graz. Wie sich die politische Landschaft entwickeln wird, bleibt spannend. Die Grazerinnen und Grazer haben die Chance, ihre Stimme abzugeben und aktiv an der Gestaltung ihrer Stadt mitzuwirken – und das ist doch eine tolle Sache!

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