Graz im Aufschwung: Demografisches Wachstum trotz regionaler Herausforderungen
Die Bevölkerung in Graz boomt! In den letzten Jahren hat sich die demografische Landschaft in der Region drastisch verändert. Wer hätte vor zehn Jahren gedacht, dass Statistiker prognostizierten, es würde bis 2050 einen massiven Einwohnerverlust in der Obersteiermark geben, während der Großraum Graz wachsen sollte? Aktuelle Zahlen zeigen, dass die Einwohnerzahl in Graz von 2021 bis 2025 um fast 14.000 auf satte 305.314 angestiegen ist. Auch Graz-Umgebung hat mit 4.500 neuen Einwohnern auf 164.654 aufgewartet. Damit ist die Region ein echter Magnet für Menschen – und das trotz der düsteren Prognosen!
Doch nicht alle Bezirke können von diesem Wachstum profitieren. Während Graz und Umgebung florieren, haben Bezirke wie Deutschlandsberg, Liezen, Murau und die Südoststeiermark seit 2021 Einwohner verloren. Besonders bemerkenswert: Der Bezirk Murtal hat nach einem kontinuierlichen Rückgang seit 1971 nun erstmals wieder ein Plus zu verzeichnen – 71.516 Einwohner am 1. Januar 2025. Auch Leibnitz kann sich freuen, da die Bevölkerung dort von 73.600 auf 87.000 gestiegen ist. Die Zeichen stehen also auf Wachstum, aber nur in bestimmten Gebieten.
Eine alternde Gesellschaft
Ein Blick auf die Altersstruktur der Steiermark zeigt ein anderes Bild. Die Geburtenrate wird langsamer steigen als ursprünglich gedacht, und die Alterung der Bevölkerung schreitet voran. Aktuelle Prognosen deuten darauf hin, dass bis 2050 das Durchschnittsalter in Graz auf 44,3 Jahre ansteigen wird, während Bezirke wie die Südoststeiermark mit 51,8 Jahren die ältesten Einwohner haben. Diese Entwicklung ist nicht zu ignorieren. Die Bevölkerung außerhalb des Großraums Graz stagniert oder schrumpft sogar, was zu einem stetigen Anstieg des Anteils an Senioren führt. Von 1981 bis 2025 hat sich das Verhältnis von Senioren zu Kindern und Jugendlichen dramatisch verändert – von 47 Senioren auf 100 Kinder zu 123 Senioren auf 100 Kinder und Jugendliche. Es ist also nicht verwunderlich, dass in vielen Bezirken, etwa Leoben und Bruck-Mürzzuschlag, mehr Senioren als unter 20-Jährige leben.
Graz hingegen bleibt eine Ausnahme. In den Bezirken Graz-Stadt, Weiz, Graz-Umgebung, Leibnitz und Hartberg-Fürstenfeld ist die Bevölkerung der Kinder und Jugendlichen im Vergleich zu den Senioren noch in der Überzahl. Das lässt einen hoffen! Ein gewisses Gleichgewicht scheint in der Stadt zu herrschen, während in anderen Teilen der Steiermark die altehrwürdigen Damen und Herren die Oberhand gewinnen.
Ein Blick in die Zukunft
Eine neue Prognose aus dem Jahr 2022 wird im Herbst 2023 erwartet. Experten rechnen damit, dass Zuwanderer, etwa aus der Ukraine, länger bleiben könnten, was demografisch gesehen einen positiven Einfluss auf die Region haben könnte. Diese Zuwanderung könnte auch helfen, die alternde Bevölkerung in den Griff zu bekommen und frischen Wind in die steirische Gesellschaft zu bringen. Nicht zu vergessen: Graz wird bis 2050 voraussichtlich 322.848 Einwohner zählen, und Graz-Umgebung soll auf 183.000 wachsen. Das klingt nach einer aufregenden Zukunft für die Region, auch wenn die obersteirischen Bezirke mit großen Rückgängen rechnen müssen.
Die Prognosen sind jedoch nicht einfach so in Stein gemeißelt. Die demografischen Entwicklungen sind komplex und von vielen Faktoren abhängig. Berechnungen basieren auf unterschiedlichen Annahmen zu Fertilität, Mortalität und Migration. Solche Szenarien, die durch das Mikrosimulationsmodell STATSIM erstellt werden, können nur versuchen, die Unsicherheiten zukünftiger Entwicklungen abzubilden. Das Hauptszenario verwendet mittlere Annahmen und wird regelmäßig aktualisiert, um die veränderten Gegebenheiten zu reflektieren. Wer also an diesen Zahlen und ihren Auswirkungen interessiert ist, sollte die offiziellen Statistiken im Blick behalten – die Ergebnisse sind auch als Webtabellen und in STATcube verfügbar.
Die demografische Entwicklung in Graz und der Steiermark bleibt spannend. Die kommenden Jahre werden zeigen, ob die Wachstumsprognosen für die Stadt halten, während die Herausforderungen in den ländlicheren Regionen weiterhin bestehen bleiben. Auch wenn einige Bezirke mit einem Rückgang kämpfen, zeigt Graz, dass es immer auch Lichtblicke gibt – und das sind die Menschen, die hier leben und die Stadt prägen.
Für weitere Informationen, die hinter diesen Entwicklungen stehen, können Sie die vollständige Analyse in der Quelle nachlesen: Kleine Zeitung.
Neues Design, maximale Performance: Wie gefällt Ihnen unsere neue Website?
Unsere neue VeloCore-Plattform vereint mehrere zentrale Stärken: hervorragende Ladezeiten, hohe Datenschutzstandards und eine wartbare, redaktionell skalierbare Architektur. Die Umsetzung durch Daniel Wom schafft damit eine zukunftssichere und qualitativ hochwertige Basis für unser Magazin.
