Heute ist der 22.04.2026 und in Graz wird wieder über ein wichtiges Thema diskutiert: den Schutz der Igel in unseren Gärten. Diese nachtaktiven Tiere sind nicht nur niedlich, sondern spielen auch eine entscheidende Rolle in unserem Ökosystem. Doch die Verwendung von Mährobotern kann für sie fatale Folgen haben. Viele Gartenbesitzer sind sich nicht bewusst, dass die kleinen Stachelball-Freunde bei Gefahr nicht fliehen, sondern sich zusammenrollen, was sie für Maschinen unsichtbar macht. Leider erkennen Mähroboter Igel nicht als Lebewesen und überfahren sie, was zu schweren oder sogar tödlichen Verletzungen führen kann, insbesondere bei Jungigeln.
Aber nicht nur die Igel sind gefährdet. Auch andere Gartenbewohner wie Amphibien und zahlreiche Insektenarten leiden unter den Folgen der automatisierten Rasenpflege. Deshalb ist es umso wichtiger, die eigenen Gartengewohnheiten zu überdenken und igelfreundliche Maßnahmen zu ergreifen. Die Empfehlungen sind klar: Mähroboter sollten tagsüber, idealerweise zwischen 09:00 und 17:00 Uhr, betrieben werden. Zudem sollte ihr Betrieb vor Sonnenuntergang eingestellt und erst nach Sonnenaufgang wieder aufgenommen werden. Eine weitere sinnvolle Maßnahme ist die Schaffung von mähfreien Zonen im Garten, zum Beispiel unter Hecken oder in Randbereichen. Vor dem Start des Roboters sollte außerdem die Rasenfläche auf versteckte Tiere überprüft werden. Ziel ist es, Gärten als Lebensraum zu erhalten und aktiv zum Natur- und Artenschutz beizutragen. Weitere Informationen dazu finden Sie hier.
Die Bedeutung der Igel für das Ökosystem
Die Igel sind nicht nur ein charmantes Element der heimischen Fauna, sie erfüllen auch wichtige ökologische Funktionen. Als Insektenfresser tragen sie zur natürlichen Kontrolle von Schädlingen bei. Ein gesunder Igelbestand ist daher nicht nur für den Artenschutz wichtig, sondern auch für die Gesundheit unserer Gärten. Ihre Lebensweise und ihre Vorlieben in Bezug auf den Lebensraum machen sie zu einem Indikator für die Biodiversität. Schützen wir sie, schützen wir auch viele andere Arten.
Praktische Tipps für igelfreundliche Gärten
Es gibt viele Möglichkeiten, wie Gartenbesitzer ihren Garten igelfreundlicher gestalten können. Dazu gehört nicht nur die oben erwähnte Schaffung von mähfreien Zonen, sondern auch der Verzicht auf chemische Spritzmittel, die die Nahrungsgrundlage der Igel gefährden. Das Anpflanzen von einheimischen Pflanzen kann zudem Insekten anziehen, die wiederum den Igeln als Nahrungsquelle dienen. Die Schaffung von Unterschlupfmöglichkeiten, wie z.B. kleine Hügel aus Laub oder Reisig, kann den Tieren zusätzlichen Schutz bieten.
Die Diskussion über den Schutz von Igeln in Gärten ist ein wichtiger Schritt in Richtung einer nachhaltigen und respektvollen Koexistenz zwischen Mensch und Natur. Indem wir uns der Verantwortung bewusst werden, die wir für die Tierwelt tragen, können wir einen positiven Beitrag leisten. Lassen Sie uns gemeinsam dafür sorgen, dass unsere Gärten nicht nur schön, sondern auch lebensfreundlich sind.