Heute ist der 20.04.2026 und in Graz wird die Bildungslandschaft neu gestaltet. Bürgermeisterin-Stellvertreterin Judith Schwentner hat eindringlich die Notwendigkeit von grünen, einladenden Lernorten für Schulen betont. Im Fokus steht die neue Volksschule (VS) Fischerau, die als leuchtendes Beispiel für hohe Ansprüche an Schulqualität in budgetär schwierigen Zeiten gilt. Diese Schule wird nicht nur mit begrünten Dächern und effektiver Regenwassernutzung ausgestattet, sondern auch mit Photovoltaikanlagen, um den ökologischen Fußabdruck zu minimieren.
Bildungsstadtrat Kurt Hohensinner hat die Vision formuliert, dass alle Kinder in Graz ihre Talente entfalten können. Unter dem Schulausbauprogramm GRIPS sollen moderne Bildungsräume geschaffen werden, um bessere Bildungschancen zu bieten. Der Neubau und die Erweiterung der VS Fischerau sind zentrale Bestandteile dieses Programms. Hohensinner hebt hervor, wie wichtig Investitionen in die Bildung sind, selbst in Zeiten knapper Budgets, und zeigt damit ein klares Bekenntnis zur Zukunft der Grazer Kinder.
Wettbewerb und Architektur
Stadtbaudirektor Bertram Werle hat die Bedeutung von Wettbewerben für gute Architektur betont. Aus 82 Einreichungen wurde das beste Projekt für die VS Fischerau ausgewählt. Der Entwurf überzeugt durch eine Holzbauweise und eine harmonische Integration in das städtebauliche Umfeld. Qualitative, beschattete Außenräume werden geschaffen, die Rücksicht auf den bestehenden Standort nehmen. Abteilungsleiter Günter Fürntratt hebt das individuelle pädagogische Konzept der Schule hervor und betont die Einbindung von Pädagog:innen in die Entscheidungsfindung, was eine wichtige Voraussetzung für eine gelungene Schulentwicklung darstellt.
Der Wettbewerbsentwurf bietet moderne Bildungszonen für verschiedene Lernsituationen und fördert die Inklusion. Die Außenräume sind modern gestaltet und sollen Freude am Lernen und Lehren fördern. Der Siegerarchitekt Thomas Vielnascher beschreibt die Schule als Raum für Begegnung und Inklusion, was die soziale Dimension von Bildung unterstreicht. Der Entwurf verbindet helle Innenräume mit Gärten und Außenräumen und folgt einem klaren ökologischen Ansatz. Der Fokus liegt auf Holzbauweise, dem Erhalt des Baumbestands und einem sparsamen Flächenverbrauch.
Das GRIPS-Programm
Das GRIPS-Programm ist ein Grazer Investitionsprogramm zum Pflichtschulausbau, das darauf abzielt, dass jedes Kind in Graz die passende Lernumgebung erhält. Bildung wird als Grundlage für gleiche Chancen betrachtet. Im aktuellen GRIPS3-Programm, das im Mai 2025 beschlossen wurde, liegt der Fokus auf vorausschauender, nachhaltiger und qualitätsvoller Schulentwicklung in Graz. Die Laufzeit des Programms erstreckt sich bis 2028 und stellt sicher, dass ausreichend Volksschulen, Mittelschulen und Polytechnische Schulen an benötigten Standorten vorhanden sind.
Insgesamt verfolgt das Programm das Ziel, Graz als Bildungsstadt zu etablieren, in der genügend Platz für alle Kinder zur Verfügung steht. Diese umfassenden Maßnahmen zeigen, dass die Stadt Graz nicht nur in die Infrastruktur investiert, sondern auch in die Zukunft ihrer Kinder. Die VS Fischerau ist dabei ein Paradebeispiel für die gelungene Verbindung von Architektur, Ökologie und pädagogischen Konzepten, die Kindern optimale Lernbedingungen bieten sollen.