Heute ist der 18. Mai 2026 und die Fußballfans in Graz sind nach dem spannenden Finale der Saison 2025/26 noch ganz aufgeregt. Der SK Sturm Graz hat es nicht geschafft, den dritten Meistertitel in Folge zu holen. Nur zwei Punkte fehlten am Ende auf den Titel, was für einige Tränen sorgte. Im letzten Saisonspiel gab es zwar einen klaren 2:0-Heimsieg gegen den Erzrivalen SK Rapid, doch der Triumph wurde durch den gleichzeitigen Sieg des LASK bei der Wiener Austria getrübt. Ein bitterer Moment für die schwarz-weißen Anhänger!

In der Meistergruppe präsentierte sich Sturm Graz stark, blieb ungeschlagen, konnte aber nur vier Siege einfahren. Trainer Fabio Ingolitsch, der im Jänner 2026 das Zepter übernahm, blickt auf gemischte Ergebnisse zurück. Nach 18 Pflichtspielen stehen acht Siege und drei Niederlagen in seiner Bilanz. Besonders in der Europa League musste das Team schwere Niederlagen hinnehmen, etwa gegen Feyenoord. Auch im Cup-Viertelfinale gegen Altach zogen sie den Kürzeren und in der Liga gab es eine Niederlage gegen WSG Tirol. Trotzdem äußerte Ingolitsch, dass er mit der Entwicklung des Teams und der Leistung der neuen Spieler zufrieden sei.

Die Defensive als Stärke

Ein Lichtblick war die Defensive: Sturm Graz stellte mit nur 35 Gegentoren die beste Abwehr der Liga, gefolgt von SCR Altach mit 39 Gegentoren. Dies ist besonders beeindruckend, wenn man bedenkt, dass im Angriff die Luft oft dünn war. Kein Stürmer konnte mehr als fünf Tore erzielen, was für einen großen Verein wie Sturm Graz natürlich etwas zu denken gibt. Otar Kiteisvhili stach mit 15 Toren hervor und sicherte sich die Torjägerkrone.

Fabio Ingolitsch selbst ist ein interessanter Charakter im österreichischen Fußball. Geboren am 10. April 1992, hat er eine abwechslungsreiche Karriere hinter sich. Zunächst spielte er für unterklassige Clubs in Salzburg, bevor er früh seine Spielerkarriere im Alter von 25 Jahren beendete. Der Weg zum Trainer führte ihn über Jugendmannschaften seines Heimatvereins SK Bischofshofen, bis er schließlich als Assistenztrainer bei FC Liefering und unter Bo Svensson tätig wurde. Ingolitsch hat sich kontinuierlich weitergebildet und die UEFA-Pro-Lizenz im Alter von 29 Jahren erworben, was ihn zum jüngsten Österreicher macht, der dies erreicht hat.

Der Weg zu Sturm Graz

Seine Trainerkarriere ist ziemlich spannend. Bevor er zu Sturm Graz kam, war Ingolitsch bei Rheindorf Altach tätig, wo er das Team von einem bescheidenen Platz im Tabellenkeller zu einem respektablen zweiten Platz führte. Diese Erfahrung hat ihn sicherlich auf die Herausforderungen bei Sturm Graz vorbereitet. Im Januar 2026 trat er die Nachfolge von Jürgen Säumel an und konnte in der kurzen Zeit, die ihm zur Verfügung stand, schon einige Fortschritte erzielen.

Werbung
Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren

Die Mitarbeiterhistorie des SK Sturm Graz zeigt, dass Ingolitsch mit einer Amtszeit von 137 Tagen und 15 Spielen eine der kürzeren Trainerzeiten hat. Dennoch kann er stolz auf eine Punkteausbeute von 1,72 PPS blicken. Dies ist besonders bemerkenswert, wenn man die vorherigen Trainer und deren Statistiken betrachtet, die oft eine längere Amtszeit hatten, jedoch nicht immer mit besserem Erfolg. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Situation in der kommenden Saison entwickeln wird und ob Sturm Graz die richtigen Weichen stellen kann, um erneut um den Titel zu kämpfen.