Zivildienst in der Memory Klinik: Timotheus Buchholzer engagiert sich für Menschen mit Demenz
In Graz, in der Memory Klinik der Albert Schweitzer Klinik, leistet Timotheus Buchholzer gerade seinen Zivildienst. Die Klinik hat sich auf die Betreuung von Menschen mit verschiedenen Ausprägungen von Demenz spezialisiert. Schon beim Vorstellungsgespräch war klar: Buchholzer wollte unbedingt hier arbeiten. Sein Herz schlug für die Arbeit mit Menschen, und er wollte etwas zurückgeben. Bei einem früheren Besuch hatte ihn die Atmosphäre und die schönen Grünräume, insbesondere der Demenz-Garten, tief beeindruckt.
Der Einstieg in den Zivildienst verlief für ihn schnell und unkompliziert. Am ersten Tag gab es eine Einschulung zu Rechten, Pflichten, Demenz und Hygiene – das klingt doch schon mal wichtig! Am zweiten Tag lernte er dann seine Aufgaben und das Team kennen. Täglich kümmert sich Buchholzer um Gespräche mit Patientinnen und Patienten, macht Betten, geht mit ihnen spazieren und unterstützt das Pflegepersonal, wo er kann. „Das Miteinander im Team ist einfach toll“, erzählt er. Besonders hebt er die zwischenmenschlichen Begegnungen hervor, wie das herzliche Lachen einer Patientin, das ihm immer wieder Freude bereitet.
Einzigartig und unterstützend
Aktuell ist Timotheus Buchholzer der einzige Zivildiener in der Memory Klinik. In den Pausen trifft er jedoch Kollegen aus anderen Bereichen – ein kleiner Lichtblick, denn das soziale Miteinander ist auch hier von großer Bedeutung. Er beschreibt das Team als unterstützend und lehrreich, was für einen Neuling wie ihn sehr wichtig ist. „Ich kann nur jedem empfehlen, den Zivildienst bei den GGZ zu leisten“, sagt Buchholzer. Ein großer Vorteil: Zivildiener starten dreimal im Jahr, nämlich im März, September und Dezember. Wer Interesse hat, kann sich jederzeit bewerben. Weitere Informationen dazu sind auf der Website ggz-jobs.graz.at/zivildienst zu finden.
Die GGZ, die Grazer Gesellschaft für Gesundheit, bietet nicht nur Zivildienstplätze, sondern engagiert sich auch für bürgerschaftliches Engagement in der Pflege. Gerade die steigende Zahl der Pflegebedürftigen zeigt, wie wichtig es ist, dass sich mehr Menschen ehrenamtlich betätigen. Initiativen unterstützen beispielsweise die Gründung von Gruppen, die sich um Menschen mit Demenz kümmern oder die Entlastung von Pflegepersonen durch stundenweise Betreuung anbieten. Das hat eine wichtige Funktion in der lokalen Versorgungsstruktur.
Engagement in der Pflege
Wer selbst aktiv werden möchte, kann sich in Schulungen für ehrenamtliche Tätigkeiten in Pflegeeinrichtungen qualifizieren. Die Teilnahme an Pflegekursen wird sogar von den Pflegekassen kostenlos angeboten. Zudem können zugelassene Pflegeeinrichtungen Aufwandsentschädigungen für ehrenamtliche Unterstützung zahlen. Diese Art von Engagement ist nicht nur bereichernd für die Freiwilligen, sondern auch für die, die davon profitieren. Die finanzielle Unterstützung und Förderung für Selbsthilfegruppen in der Pflege zeigt, dass bürgerschaftliches Engagement nicht nur wünschenswert, sondern auch notwendig ist.
So ist der Zivildienst in der Memory Klinik nicht nur eine persönliche Herausforderung für Timotheus Buchholzer, sondern auch ein wichtiger Beitrag für die Gemeinschaft. Sein Engagement könnte andere inspirieren, ebenfalls aktiv zu werden und sich in der Pflege zu engagieren. Und ganz ehrlich: Das wäre doch eine schöne Sache, oder?
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