Die Mariainsel: Ein Kunstort zwischen Natur und Kultur in Fürstenfeld
In der malerischen Region Hartberg-Fürstenfeld gibt es etwas ganz Besonderes zu entdecken: die „Mariainsel“, die auf der Feistritz als Kunstplattform ins Leben gerufen wurde. Im Rahmen der Fürstenfelder Wasserbiennale erblickte diese kleine Insel im Jahr 2018 das Licht der Welt, erschaffen vom Künstler Alfredo Barsuglia in Zusammenarbeit mit Günther Pedrotti und einer Gruppe von Jugendlichen. Ursprünglich nur als temporäres Projekt gedacht, hat sich die „kleinste Insel der Welt“ bis heute etabliert und erfreut sich wachsender Beliebtheit. Die Insel, die durch den künstlichen „Franzkanal“ vom Ufer abgetrennt wurde, wurde sogar vertraglich zum Stadtteil erhoben.
Im Rahmen der bevorstehenden Biennale 2025/26 wurde die Plattform erneut als „Schauraum“ genutzt. Das Besondere daran? Günther Pedrotti lud zu einem Diskurs über die künstlerische und öffentliche Wahrnehmung der Insel ein. Dabei wurden beeindruckende Nachbauten von historischen Gebäuden der Innenstadt ausgestellt, darunter Teile der Bismarckstraße mit der Musikschule und dem Rathaus. Karl Brkic, ein ehemaliger Mitarbeiter einer Schiffswerft, hat diese Modelle im Maßstab 1:25 gefertigt und plant, den gesamten Stadtkern bis zum Augustinerplatz nachzubauen. Diese Nachbauten, gefertigt aus Massivholz mit Pappdächern und Glasfenstern, sind nicht nur ästhetisch ansprechend, sie sollen auch ein Innenleben haben. Das hat bei den Gästen für große Bewunderung und Staunen gesorgt!
Die offizielle Übergabe
Ein weiterer Höhepunkt war die offizielle Übergabe der Insel an ihre neue Bestimmung. Ein feierliches Durchschneiden eines Bandes, durchgeführt von Kulturreferent Gregor Sommer, Gabriele Mackert, Karl Brkic und Günther Pedrotti, markierte diesen besonderen Moment. Die Mariainsel hat nicht nur eine künstlerische Funktion, sondern wird auch als öffentliche Adresse von Fürstenfeld gesehen. Sie könnte sich zu einem zeitgenössischen Wahrzeichen entwickeln, das Einheimische und Touristen gleichermaßen anzieht.
Die Bedeutung der Mariainsel wird durch die Veröffentlichung eines Katalogs von Alfredo Barsuglia im Jahr 2024 unterstrichen. Dieser Katalog wird Abbildungen der Mariainsel enthalten und die künstlerischen Entwicklungen dokumentieren. Die 8. Wasser Biennale 2023-24 mit dem Thema YAHOOS-GARDEN wird zahlreiche Abbildungen und Texterläuterungen beinhalten. Zudem gibt es verschiedene Publikationen über frühere Biennalen, die die künstlerische Entwicklung in der Region zeigen.
Ein Ort für Kunst und Begegnung
Die Mariainsel ist mehr als nur ein Kunstwerk. Sie bietet Platz für kreative Veranstaltungen, Musik und Performance. Sechs Kurator*innen bespielten die Insel während der Sommermonate 2018, was zu einem einzigartigen Erlebnis für die Besucher wurde. Es gibt sogar Überlegungen, die Mariainsel als kleinste Festivalinsel der Welt ins Guinness Buch der Rekorde aufzunehmen. Damit könnte dieses Kleinod noch mehr Aufmerksamkeit erlangen und zu einem beliebten Ziel für kulturelle Veranstaltungen werden.
Die Insel hat das Potenzial, nicht nur Kunst zu präsentieren, sondern auch als Freizeitort zu dienen – sei es als Badeinsel, Raststation oder einfach als sonniges Plätzchen zum Entspannen. Die Möglichkeiten scheinen endlos! Sie ist nicht kommerzialisiert und frei von Flächenwidmungsplänen, was ihr eine gewisse Freiheit verleiht. Die Besucher können die einzigartige Atmosphäre genießen, die diese kleine Insel zu bieten hat, während sie die Schönheit der umgebenden Natur erleben.
Die Mariainsel, gelegen an der Badstraße in Fürstenfeld, ist definitiv einen Besuch wert. Die Koordinaten 47°03’24.5″N 16°04’10.9″E führen direkt zu diesem faszinierenden Ort, der Geschichte, Kunst und Natur auf so charmante Weise vereint. Wer also noch nicht dort war, sollte sich die Zeit nehmen, um dieses besondere Stück Kunst und Kultur zu entdecken – es lohnt sich!
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