Am 29. Mai 2026 fand an der Fachschule Hartberg – St. Martin eine Veranstaltung statt, die für viele Beteiligte ein echtes Highlight war. Schülerinnen und Schüler des zweiten Jahrgangs traten als „Regionale Botschafterinnen und Botschafter für steirische Lebensmittel“ auf. Sie präsentierten ihre Projekte, die sie im Laufe des Schuljahres entwickelt hatten. Dabei beschäftigten sie sich intensiv mit regionalen Betrieben und deren Produkten, erforschten die Produktionsabläufe und lernten die ernährungsphysiologische Bedeutung heimischer Lebensmittel kennen. Ehrengäste wie Landtagsabgeordneter Mag. Lukas Schnitzer, Bürgermeister Marcus Martschitsch und Schulinspektorin Barbara Ernst-Schnitzer waren vor Ort, um die Leistungen der Jugendlichen zu würdigen.

Die Direktorin Vera Rogan betonte in ihrer Ansprache, wie wichtig das erlernte Wissen für die Schüler ist. „Dieses Wissen tragen sie in ihre Familien und später ins Berufsleben“, sagte sie. Nach der Präsentation erhielten die Teilnehmer ihre Zertifikate, die ihr Engagement für regionale Lebensmittel und heimische Produzenten würdigten. Das Projekt verdeutlichte nicht nur die Vielfalt und Qualität steirischer Lebensmittel, sondern auch deren Bedeutung für Nachhaltigkeit und die Sicherung von Arbeitsplätzen in der Region. Es ist ein Schritt in die richtige Richtung, denn die regionale Verankerung der Lebensmittelproduktion gewinnt zunehmend an Bedeutung.

Lebensmittelstrategie für mehr Nachhaltigkeit

Passend zu diesem Engagement hat die Steiermark am 14. November 2024 die „Lebensmittelstrategie weiß-grün“ beschlossen. Diese Strategie zielt darauf ab, die Eigenversorgung zu stärken und nachhaltige Lebensmittelproduktion zu fördern. Der Fokus liegt auf Regionalität, Saisonalität und Nachhaltigkeit. In einer Zeit, in der Verbraucher zunehmend Wert auf regionale Produkte legen, ist das ein wichtiges Signal. Maßnahmen wie ein Lebensmittelkompetenzkurs für Jugendliche bis 16 Jahre oder innovative Plattformen zur Vernetzung von Produzenten, Versorgern und Konsumenten sollen die Eigenversorgung weiter unterstützen.

Landeshauptmann Christopher Drexler und Landesrätin Simone Schmiedtbauer heben die Notwendigkeit hervor, bäuerliche Betriebe zukunftsfit zu machen. Die Strategie wird sogar als Modell für ganz Österreich angesehen und soll nicht nur die lokale Wirtschaft stärken, sondern auch die Umwelt schonen. Regionale Produkte haben durch kürzere Transportwege einen klaren Umweltvorteil und sind weniger anfällig für globale Krisen. Das ist besonders wichtig in Zeiten, in denen die weltweite Nahrungskette durch verschiedene Krisen stark belastet ist.

Nachhaltigkeit und Regionalität im Fokus

Die Verbindung von Regionalität und Nachhaltigkeit ist auch ein zentrales Anliegen des Forschungsinstituts FiBL Österreich, das sich mit der Analyse und Bewertung regionaler Versorgungs- und Wertschöpfungsstrukturen beschäftigt. Diese Strukturen schaffen Transparenz und Vertrauen bei den Konsumenten. Ein Projekt, das hier besonders hervorzuheben ist, ist die „Regionale Nachhaltigkeitsbewertung“ der Produkte von Hofer, die über die Initiative „Zurück zum Ursprung“ angeboten werden. Das zeigt, dass es nicht nur um den Konsum, sondern auch um die Verantwortung geht, die mit der Wahl regionaler Produkte einhergeht.

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Die Erkenntnisse aus diesen Projekten tragen dazu bei, die Stärken und Schwächen bestehender Wertschöpfungsketten zu identifizieren und gezielte Verbesserungen zu ermöglichen. In einer Welt, die von ständigen Veränderungen geprägt ist, ist es umso wichtiger, dass wir uns auf unsere Wurzeln besinnen und die regionalen Produkte wertschätzen. Es bleibt spannend zu beobachten, wie sich die Steiermark in den kommenden Jahren weiterentwickeln wird – die Weichen sind jedenfalls gestellt.