Heute ist der 30.04.2026 und in Hartberg-Fürstenfeld gibt es Neuigkeiten, die viele von uns direkt betreffen könnten! Ab dem 1. Juli 2026 wird der Mehrwertsteuersatz für einige Grundnahrungsmittel von 10 auf 4,9 Prozent gesenkt. Das klingt zunächst einmal richtig gut – weniger Steuern auf die Dinge, die wir täglich benötigen. Wer freut sich nicht über niedrigere Preise für frisches Obst, Gemüse oder Milch? Die betroffenen Produktgruppen umfassen eine Vielzahl von Lebensmitteln: Milch und Milcherzeugnisse, Eier, frisches und gekühltes Gemüse, Obst, Getreide, Müllereierzeugnisse, Backwaren und sogar Speisesalz. Also, ganz schön viele Grundnahrungsmittel, die wir im Alltag nutzen! Quelle.
Doch bevor die Freude über die Preissenkung zu groß wird, gibt es ein paar wichtige Punkte zu beachten. Der reduzierte Steuersatz gilt nur für die Lieferung der genannten Lebensmittel in Verpackungen oder Behältnissen. Das bedeutet, dass Restaurants und Verpflegungsdienstleistungen wie Gastronomie oder Catering von diesem Steuersatz ausgeschlossen sind. Das ist wichtig zu wissen, denn wenn Ihr beim nächsten Restaurantbesuch einen Salat mit gekochtem Ei bestellt, könnte es sein, dass die Steuer hier nicht sinkt. Außerdem, wenn die Lebensmittel zusammen mit anderen Produkten geliefert werden, die einem anderen Steuersatz unterliegen – denken wir an Wurstsemmeln oder Kakaogetränke – kommt der ermäßigte Steuersatz ebenfalls nicht zur Anwendung.
Ein Blick auf die Details
Der neue Steuersatz von 4,9 % ist nicht nur eine nette Geste, sondern auch aufgrund unionsrechtlicher Vorgaben erforderlich. Laut der Mehrwertsteuersystemrichtlinie dürfen Mitgliedstaaten maximal zwei ermäßigte Steuersätze anwenden. Österreich hat bereits die Steuersätze von 10 % und 13 % im Einsatz. Ein zusätzlicher ermäßigter Steuersatz ist nur zulässig, wenn er unter 5 % liegt. Mit der Einführung des § 10 Abs 1a UStG wird der neue Steuersatz geregelt, und die begünstigten Nahrungsmittel sind in Anlage 3 zum UStG aufgeführt. Das bedeutet, dass auch diese neuen Regelungen gut durchdacht und strukturiert sind.
Die Produktgruppen sind klar definiert: Dazu gehören unter anderem Milch (inklusive laktosefreie Milch), Butter, frische Hühnereier, verschiedene Obstsorten wie Äpfel und Birnen sowie Gemüse wie Kartoffeln, Paradeiser, Knoblauch und sogar gefrorenes Gemüse. In der Kategorie Getreide finden wir Reis, Weizenmehl und Nudeln. Auch Backwaren wie Brot und Gebäck sind dabei. Und nicht zu vergessen: Speisesalz! Eine bunte Mischung, die sicherlich vielen von uns das Leben etwas erleichtern wird.
Politische Diskussionen und weitere Überlegungen
<pDie Senkung der Mehrwertsteuer auf Grundnahrungsmittel ist nicht nur ein Thema für Österreich. Auch in Deutschland wird darüber diskutiert. Der Wirtschaftsflügel der SPD hat sogar die Abschaffung der Mehrwertsteuer auf gesunde Lebensmittel gefordert – und da reden wir nicht nur von den bereits genannten Nahrungsmitteln. Ziel ist es, die Teuerung bei Energie und Lebensmitteln zu entschärfen. Aktuell beträgt die Mehrwertsteuer auf die meisten Waren 19%, während für ausgewählte Lebensmittel ein reduzierter Satz von 7% gilt. Hier wird klar, dass der Druck auf die Politik wächst, um den Bürgern eine finanzielle Entlastung zu bieten. Esra Limbacher von der SPD bringt es auf den Punkt: Die Politik kann die Preise auf internationalen Märkten nicht kontrollieren, aber die Teuerung für die Bürger sollte auf jeden Fall abgedämpft werden.
Und während die Diskussionen weitergehen, stellt sich die Frage, ob die Senkung der Mehrwertsteuer Teil eines umfassenden Entlastungspakets werden könnte. Jens Spahn, Unionsfraktionschef, hat angedeutet, dass die Union darüber in einem „Gesamtpaket“ entscheiden möchte. Friedrich Merz, der Kanzler, deutet ebenfalls an, dass eine Senkung des ermäßigten Mehrwertsteuersatzes für Lebensmittel zur Entlastung von Haushalten mit niedrigem Einkommen denkbar wäre. Die Inflation ist auch hier ein Thema – in Deutschland liegt sie aufgrund hoher Ölpreise bei 2,7%. Das alles zeigt, wie wichtig und aktuell das Thema ist.
Die kommenden Monate werden spannend! Ob diese Steuererleichterungen tatsächlich greifen und wie sich die Preise entwickeln werden, bleibt abzuwarten. Für uns als Verbraucher heißt es, genau hinzuschauen und die Entwicklungen im Auge zu behalten.