Biodiversitätsprojekt in Gamlitz feiert Erfolge für Natur und Landwirtschaft
In Gamlitz, im Herzen der Südsteiermark, fand kürzlich die Abschlussveranstaltung des Biodiversitätsprojekts „Wiedehopf trifft Smaragdeidechse“ im Bioweingut von Dani und Otto Knaus statt. Es war ein schöner Tag, der nicht nur die Erfolge des Projekts feierte, sondern auch die Bedeutung von Naturschutz und landwirtschaftlicher Bewirtschaftung in den Vordergrund stellte. Obmann Otto Knaus und sein Stellvertreter Thomas Lorber informierten die anwesenden Gäste über die bisherigen Ergebnisse und die Vision, die hinter diesem spannenden Unterfangen steht. Die Schaffung geeigneter Lebensräume und die Anbringung von Nistkästen für den Wiedehopf sind nur einige der Maßnahmen, die ergriffen wurden, um die beiden besonders geschützten Arten, den Wiedehopf und die Smaragdeidechse, zu fördern.
Die Veranstaltung zog Vertreter aus Politik, Landwirtschaft und Tourismus an. Bürgermeister Fritz Partl und die Landtagsabgeordnete Sandra Krautwaschl waren ebenso anwesend wie Mathias Rode und Kilian Cresnik. Sie alle betonten, wie wichtig die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Sektoren ist, um die Biodiversität in der Region zu sichern. Bei einer Hofführung stellte Otto Knaus die neu geschaffenen Lebensräume vor: Trockensteinmauern, Blühstreifen und Kleingewässer, die nicht nur eine Augenweide sind, sondern auch einen wertvollen Beitrag zur Erhaltung der Artenvielfalt leisten.
Erfolgreiche Maßnahmen zur Förderung der Biodiversität
Im Rahmen des Projekts, das mit 165.000 Euro aus dem Biodiversitätsfonds des Bundesministeriums für Klimaschutz und der Europäischen Union unterstützt wurde, sollen Lebensräume auf landwirtschaftlichen Flächen geschaffen werden. Von April 2024 bis Dezember 2025 werden bei zehn Betrieben der Naturpark Spezialitäten auf rund 7 Hektar Maßnahmen zur Förderung der Biodiversität umgesetzt. Dazu zählen die Anbringung von 110 Nistkästen für Wiedehopf und Neuntöter sowie die Pflanzung von über 1000 Heckenpflanzen und 200 Bäumen, darunter Kastanien und alte Streuobstbäume. Auch Kleingewässer und Trockensteinmauern werden angelegt, und Totholzhaufen sowie Blühstreifen für Insekten kommen ebenfalls zum Einsatz.
Eine spannende Neuigkeit: Die ersten Eidechsen wurden bereits in den Trockensteinmauern gesichtet! Das zeigt, dass die Anstrengungen zur Schaffung von Rückzugs-, Brut- und Nahrungsflächen für die heimische Tierwelt bereits Früchte tragen. Biologe Werner Kammel hob in seinen Ausführungen die Bedeutung kleiner Maßnahmen hervor – jeder noch so kleine Schritt zählt im Kampf für die Artenvielfalt.
Gemeinsam für die Natur
Die Veranstaltung war ein voller Erfolg und zeigte eindrucksvoll, dass Naturschutz und verantwortungsvolle Bewirtschaftung harmonisch zusammenarbeiten können. Der Verein Naturpark Spezialitäten plant bereits neue Ideen und Projekte zur weiteren Förderung der Biodiversität in der Region. Es ist ein ermutigendes Zeichen, dass auch im Klimabündnis-Netzwerk zwölf neue Betriebe gewonnen werden konnten, die sich aktiv für den Umweltschutz einsetzen.
Die Anlegung artenreicher, standortangepasster Blumenwiesen sowie die Pflanzung von Biokastanienbäumen sind dabei nur einige der vielen Maßnahmen, die die heimische Tierwelt fördern und gleichzeitig das Mikroklima verbessern. Hoftafeln, die an zehn Mitgliedsbetriebe überreicht wurden, symbolisieren diesen wichtigen Schritt zu mehr Biodiversität. Die Begeisterung der Teilnehmer war spürbar – hier in der Südsteiermark wird nicht nur geredet, sondern auch gehandelt!
Wenn Sie mehr über den Fortschritt des Projekts erfahren wollen, schauen Sie vorbei auf MeinBezirk. Dort finden Sie spannende Informationen über die Biodiversität in der Region und die laufenden Initiativen.
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