In Straß, einem kleinen Ort im Bezirk Leibnitz, wurde am Mittwoch der Spatenstich für die Erweiterung des Tierheims Adamhof gesetzt. Ein wichtiger Schritt, denn die Auslastung des Tierheims für Hunde und Katzen hat in den letzten Jahren die 100-Prozent-Marke überschritten. Das ist keine leichte Situation für die engagierten Mitarbeiter, die sich mit vollem Herzen um die Vierbeiner kümmern. Die geplanten Baumaßnahmen bringen nicht nur mehr Platz, sondern auch eine Verbesserung der Lebensbedingungen für die Tiere.

Die Kapazität für behördlich verwahrte Hunde wird von neun auf zwölf erhöht – das klingt vielleicht nach nicht viel, aber jeder Platz zählt. Das Tierheim plant zudem den Bau einer neuen Quarantänestation für Katzen, die außerhalb des bestehenden Gebäudes errichtet wird. Diese Quarantänestation wird eine tierschutzkonforme Unterbringung ansteckender Tiere ermöglichen und gleichzeitig die Kosten für externe Unterbringung in Tierkliniken senken. Investitionskosten belaufen sich auf etwa 195.000 Euro, wobei das Land Steiermark mit 61.000 Euro fördert. Ein echter Lichtblick für den Tierschutz!

Verbesserungen für die Mitarbeiter und Tiere

Ein weiterer Vorteil der Baumaßnahmen ist die Verbesserung der Sicherheit für die Mitarbeiter. Ein modernes Schiebesystem wird eingerichtet, um den direkten Kontakt zwischen den Mitarbeitern und neu aufgenommenen Hunden zu reduzieren. Das ist ein wichtiger Schritt, um sowohl Mensch als auch Tier zu schützen. Zudem werden alle Boxen mit Hundeklappen ausgestattet, damit die Tiere einfacher zwischen Innen- und Außenbereich wechseln können. Das klingt nach einem kleinen Luxus, ist aber für die Tiere eine große Erleichterung!

Die Quarantänebereiche werden saniert, jeder Quarantänezwinger erhält nun einen eigenen Auslauf. Das bedeutet mehr Platz für die Tiere, die in dieser Zeit besondere Aufmerksamkeit benötigen. Hinter dem Gebäude entstehen neue Freiflächen, die speziell für Langzeittiere und säugende Hündinnen gedacht sind. Ein Container für Streunerkatzen wird ebenfalls eingerichtet, um diesen Tieren eine stressfreie Erholungsphase nach Kastrationen zu ermöglichen. Antonia Schöllauf, die Obfrau des Tierschutzvereins Leibnitz, äußert sich stolz über den Umbau und die Fortschritte im Tierschutz – und das völlig zu Recht!

Ein Blick über die Grenzen hinaus

Die Situation in Tierheimen ist nicht nur in Österreich angespannt. Ein Blick nach Deutschland zeigt, dass viele Tierheime dort akut überlastet sind. Spontankäufe von Tieren, vor allem über das Internet, haben zu einem Anstieg der Abgaben geführt. Die Inflation und steigende Energiepreise setzen den Einrichtungen zusätzlich zu. Laut dem Deutschen Tierschutzbund haben rund zwei Drittel der Tierheime bereits einen Aufnahmestopp verhängt. Die Gründe sind vielschichtig, aber unüberlegte Haustieranschaffungen während der Corona-Pandemie haben die Situation noch verschärft.

Werbung
Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren

Um den Tierschutz langfristig zu verbessern, fordern Experten verbindliche Regelungen zum Online-Heimtierhandel und einen verpflichtenden Sachkundenachweis für potenzielle Tierhalter. Auch in Österreich könnte es hilfreich sein, ähnliche Maßnahmen zu ergreifen, um eine verantwortungsvolle Haustierhaltung zu fördern und die Überlastung der Tierheime zu verringern.

Wer sich für den Tierschutz engagieren möchte, hat viele Möglichkeiten. Spenden oder Mitgliedschaften in Tierheimen sind immer willkommen. Das Tierheim Adamhof bietet auf seiner Webseite tierheim-adamhof.com weitere Informationen und Möglichkeiten, wie man unterstützen kann. Es ist an der Zeit, Verantwortung zu übernehmen und sich für die Tiere einzusetzen, die auf uns angewiesen sind.