Heute ist der 20.04.2026 und die Immobilienlandschaft in der Steiermark zeigt interessante Entwicklungen. Mitte April präsentierte die Wirtschaftskammer Steiermark den aktuellen Immobilienpreisspiegel, der aufschlussreiche Einblicke in die Preisgestaltung für Bauland und Wohnungen in den drei Bezirken Leibnitz, Deutschlandsberg und der Südoststeiermark gibt. Besonders auffällig ist, dass Baugrundstücke in der Südoststeiermark zu den günstigsten in Österreich gehören.

Die Preise für Bauland variieren jedoch deutlich. In der Südoststeiermark liegt der Preis bei 55,32 Euro/m², während Käufer in Deutschlandsberg 79,04 Euro/m² und in Leibnitz 101,95 Euro/m² auf den Tisch legen müssen. Trotz dieser Unterschiede ist erfreulich zu vermerken, dass die Preiserhöhungen in den drei Bezirken im Vergleich zum Vorjahr unter 1% liegen. Andreas Kern, Obmann der Fachgruppe Immobilien- und Vermögenstreuhänder, hebt hervor, dass die Marktentwicklungen unterschiedlich verlaufen.

Eigentums- und Mietmarkt im Blick

Der Eigentumsmarkt zeigt ebenfalls spannende Trends. Der durchschnittliche Quadratmeterpreis für Eigentumswohnungen beläuft sich in Deutschlandsberg auf 2.133,84 Euro, in Leibnitz auf 2.588,02 Euro/m² und in der Südoststeiermark auf 2.650,61 Euro/m². Besonders gebrauchte Eigentumswohnungen gewinnen an Wert, was auf das knappe Angebot und die schwache Bautätigkeit zurückzuführen ist. Dies wirkt sich auch auf die Mietpreise aus, die in allen drei Bezirken steigen: In Leibnitz beträgt der Preis etwa 8 Euro/m², in der Südoststeiermark 7,60 Euro/m² und in Deutschlandsberg 7,18 Euro/m². Die Steiermark bleibt mit einem durchschnittlichen Mietpreis von 7,41 Euro/m² die günstigste Region in Österreich.

Im Gewerbebereich sind die Entwicklungen differenziert. Betriebsgrundstücke steigen steiermarkweit um 3,15%, wobei die Südoststeiermark mit +3,34% die Spitze anführt. In Leibnitz beträgt der Anstieg 1,88% und in Deutschlandsberg 0,54%. Auf der anderen Seite zeigen Geschäftslokale teilweise Preisrückgänge, wie in Leibnitz mit -0,95%. Deutschlandsberg hingegen verzeichnet einen Anstieg von 3,11% bei Geschäftslokalen und die Südoststeiermark +0,91%. Kern weist auf den Anpassungsdruck im stationären Handel hin, was die Preisentwicklungen beeinflusst.

Einordnung der Daten

Diese aktuellen Entwicklungen spiegeln nicht nur die lokale Marktsituation wider, sondern sind auch Teil eines größeren Trends in Österreich. Laut den Immobilien-Durchschnittspreisen, die auf der Ebene der Gemeinden und für verschiedene Immobilientypen erhoben werden, zeigt sich, dass die Preisniveaus regional variieren. Die Datengrundlage umfasst Käufe von Privathaushalten und berücksichtigt Transaktionen der letzten vier Jahre. Ein Regressionsmodell hilft dabei, die Preise unter Berücksichtigung von Faktoren wie Wohnflächen und Lage zu valorisieren. Diese Informationen sind besonders relevant für die Berechnung der Grunderwerbsteuer auf unentgeltlichen Erwerb und bieten einen wichtigen Ansatzpunkt für Käufer und Investoren.

Werbung
Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren

Für weiterführende Informationen zu den Immobilienpreisen in Österreich können Interessierte die Details auf der Website der Statistik Austria nachlesen.

Insgesamt zeigt sich, dass der Immobilienmarkt in der Steiermark sowohl Herausforderungen als auch Chancen bietet. Käufer und Investoren sollten die aktuellen Entwicklungen genau beobachten, um optimal auf die Marktbedingungen reagieren zu können.