In der charmanten Stadt Leibnitz hat sich so einiges getan. Die Stadtgemeinde hat die Klima- und Standortstrategie „Leibnitz 2040“ ins Leben gerufen. Das Ziel? Eine klimaresiliente, lebenswerte und wirtschaftlich starke Stadtentwicklung. Ein ambitioniertes Vorhaben, wenn man bedenkt, dass Leibnitz im Sommer zu den Hitzepools Österreichs zählt. Das wird nicht nur durch die steigenden Temperaturen, sondern auch durch die Herausforderungen des Klimawandels immer deutlicher. Umso bemerkenswerter ist, dass die Stadt bereits 2020 den „Energy Globe Styria Award“ erhielt – eine Auszeichnung, die eindrucksvoll zeigt, wie ernst man hier die Themen Klimaschutz und nachhaltige Entwicklung nimmt.
Im März 2024 fand eine bezirksübergreifende Klimakonferenz in Leibnitz statt, die den Grundstein für die nun im April 2026 einstimmig beschlossene Strategie legte. Die Maßnahmen, die dabei ins Auge gefasst wurden, sind vielfältig: von der energetischen Sanierung öffentlicher Gebäude über intelligente Parkraummanagement-Systeme bis hin zur Schaffung multimodaler Mobilitätsangebote. Bürgermeister Daniel Kos hebt hervor, wie wichtig es ist, attraktive Bedingungen für Unternehmen und Fachkräfte zu schaffen. Diese Strategie wird nicht nur von der Stadt selbst getragen, sondern auch im Rahmen des Programms „Klimaneutrale Stadt“ des Bundesministeriums erarbeitet und unterstützt.
Kernmaßnahmen und ihre Bedeutung
Ein digitaler Energiebericht soll bald die Grundlage für eine nachhaltige Energieversorgung bilden. Aber das ist nur der Anfang! Ein integrierter Sanierungsfahrplan für öffentliche Gebäude und eine zukunftsfähige Straßenraumgestaltung sind weitere zentrale Punkte der Strategie. Umweltausschussobmann Roland Haas beschreibt die Strategie als unerlässlichen Beitrag zu verantwortungsvollem Handeln. Schließlich stammen rund 65 Prozent des Energiebedarfs derzeit noch aus fossilen Quellen. Hier gilt es, aktiv zu handeln und auf erneuerbare Energien umzuschwenken.
Die Stadt wächst und spielt eine wichtige Rolle als regionales Versorgungs- und Entwicklungszentrum. Das Augenmerk liegt auch auf der Gestaltung öffentlicher Räume: Begrünung, Entsiegelung und sichere Fuß- und Radwege stehen im Vordergrund. Der integrative Ansatz der Strategie, der Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Bevölkerung zusammenbringt, verspricht ein zukunftsfestes Leibnitz mit ökologischer Verantwortung, wirtschaftlicher Stärke und hoher Lebensqualität. Die Strategie wurde mit Fördermitteln der FFG und des Klima- und Energiefonds sowie externer Unterstützung erstellt.
Anpassung an den Klimawandel
Das Thema Klimawandel ist in aller Munde, und die Stadt Leibnitz macht es vor. Die Bundesregierung hat mit dem Förderprogramm „Anpassung urbaner und ländlicher Räume an den Klimawandel“ im Jahr 2020 einen wichtigen Schritt unternommen, um Kommunen wie Leibnitz bei der Entwicklung ihrer Maßnahmen zu unterstützen. Dabei geht es nicht nur um die Erhaltung von Grünflächen, sondern auch um die Anpassung bestehender Siedlungsräume. Die Herausforderungen, die extreme Wetterereignisse wie Hitze, Dürre und Starkregen mit sich bringen, dürfen nicht unterschätzt werden.
Urbane Grün- und Freiräume spielen eine entscheidende Rolle, denn sie mindern nicht nur Risiken, sondern sichern auch die Lebensqualität und die Biodiversität. Maßnahmen zur Regenwasserrückhaltung, zur Förderung von Kalt- und Frischluftzufuhr sowie zur Vernetzung von Grünräumen tragen dazu bei, die Stadt klimaresilient zu gestalten. Seit 2020 wurden über 300 Projekte in Städten und Gemeinden ausgewählt, die durch dieses Programm unterstützt werden. Das zeigt, dass nicht nur Leibnitz, sondern viele Kommunen in Österreich aktiv an einer klimagerechten Stadtentwicklung arbeiten.
Leibnitz ist also auf einem vielversprechenden Weg. Die Strategie „Leibnitz 2040“ ist nicht einfach nur ein Papier, sondern ein Entwicklungsprozess, der auf die Bedürfnisse der Stadt und ihrer Bürger eingeht. Es bleibt spannend zu beobachten, wie sich die Stadt in den kommenden Jahren entwickeln wird und welche positiven Veränderungen auf uns zukommen.
