Am 25. April 2026 fand in Wielfresen, in der Marktgemeinde Wies, eine großangelegte Waldbrandübung statt. Organisiert wurde diese von dem Katastrophenhilfsdienst (KHD) des Bereichsfeuerwehrverbandes Deutschlandsberg. An der Übung nahmen insgesamt 321 Einsatzkräfte teil, darunter Feuerwehrkräfte aus dem Bezirk Deutschlandsberg, Katastrophenzüge aus Leibnitz, Voitsberg und Kärnten sowie Hubschrauber des Innenministeriums. Auch die Bergrettung sowie das Rote und Grüne Kreuz waren aktiv involviert.
Die Übung hatte das Ziel, die Zusammenarbeit bei komplexen Schadenslagen zu trainieren und die Führungs- und Einsatzabläufe unter realitätsnahen Bedingungen zu festigen. Das Szenario umfasste simulierte großflächige Waldbrände in den Gebieten Ochsenwald und Wirtbartl. Die Einsatzkräfte mussten sich mit verschiedenen Herausforderungen auseinandersetzen, wie den topografischen Verhältnissen und dem unwegsamen Gelände. Insgesamt kamen 73 Fahrzeuge zum Einsatz, und es wurden logistische Maßnahmen wie Treibstoffversorgung, Transport und Verpflegung organisiert. Die Verpflegung der Teilnehmer bestand aus Schweinsbraten aus der Feldküche St. Peter.
Übungsablauf und Herausforderungen
Die Übungsinhalte umfassten die Einrichtung und Führung mehrerer Einsatzleitungen für die Brandbekämpfung sowie die Löschwasserförderung über eine 2,4 km lange Zubringleitung vom Kreuzbach. Die Bekämpfung von Bodenbränden wurde durch Waldbrandzüge unterstützt, während der Einsatz von Flugdiensten und Drohnen zur Lageerkundung erfolgte. Während der Übung gab es eine Einsatzanforderung aufgrund eines Waldbrandes im Bezirk Graz-Umgebung, was zur Landung eines Hubschraubers um 12:00 Uhr führte. Die Übung wurde daraufhin um 12:20 Uhr abgebrochen, während die bodengebundenen Kräfte ihre Übungen fortsetzten.
Die Nachbesprechung der Übung beinhaltete eine Analyse der gewonnenen Erkenntnisse und Verbesserungsmöglichkeiten. Politische und Behördenvertreter hoben die Bedeutung solcher Übungen hervor, um die Einsatzkräfte bestmöglich auf Ernstfälle vorzubereiten.
Vergleich mit ähnlichen Übungen
Ein ähnliches Szenario fand am 2. August 2025 in Oberschwandorf bei Haiterbach statt. Bei dieser Übung nahmen über 330 Personen teil, darunter Einsatzkräfte der Feuerwehren, Katastrophenschutzzüge und das Technische Hilfswerk (THW). Auch hier wurde ein fiktiver Waldbrand simuliert, der sich auf ein Zeltlager am Sportplatz ausbreitete. Künstlicher Rauch wurde mittels Nebelmaschinen erzeugt, was keine Gefahr für die Bevölkerung darstellte. Die Übung umfasste auch Rettungsaktionen, wie die Bergung eines gestürzten Mountainbikers sowie die Evakuierung eines Mannes mit Herz-Kreislaufproblemen.
Minister Thomas Strobl besuchte ebenfalls eine Übung zur Waldbrandbekämpfung in Baden-Württemberg und betonte die Notwendigkeit solcher Übungen. Er warnte vor der steigenden Gefahr von Vegetationsbränden aufgrund des Klimawandels und forderte eine verstärkte Vorbereitung auf Extremwetterlagen. Die Einsatzkräfte arbeiteten schnell und effektiv, um Menschen zu retten und Brände zu bekämpfen. Über 300 Einsatzkräfte waren an dieser Übung beteiligt, was die Wichtigkeit und den Wert solcher Veranstaltungen unterstreicht.
Diese Übungen sind unerlässlich, um die Abläufe zwischen den Organisationen zu stärken und die Einsatzkräfte auf den Ernstfall vorzubereiten. Sie liefern wertvolle Erkenntnisse, die in zukünftigen Einsätzen von großem Nutzen sein können.