Am 2. Mai 2026 fand im Post- und Telegraphenmuseum in Eisenerz ein ganz besonderes Ereignis statt: Die Präsentation der neuen Sonderbriefmarke „Europa 2026 – 70 Jahre Europamarken“. Dieses Jubiläum wurde mit einer feierlichen Eröffnung der neuen Ausstellungssaison und einem Philatelietag gefeiert, der, so viel sei gesagt, auf großes Besucherinteresse stieß. Kaum zu glauben, dass die EUROPA-Markenserie seit 1956 jährlich erscheint! Die neue Briefmarke, entworfen von Klaus Welp, hat ein ganz zauberhaftes Design – eine gepunktete Linie, die die Perforation symbolisiert und die Zusammenarbeit der europäischen Postgesellschaften visualisiert. Die sieben Punkte auf der Marke? Die stehen für sieben Jahrzehnte gemeinsamer Entwicklung. Das ist doch wirklich etwas, das man würdigen sollte!
Ein Highlight der Ausstellung „70 Jahre Europamarken“ ist die Präsentation der Entwicklung dieser beeindruckenden Briefmarkenserie. Aber das ist noch nicht alles: Eine ergänzende Ausstellung mit dem ME3-Block aus der Reihe „Schätze im Postmuseum“ präsentiert weitere Highlights der Sammlung. Diese Ausstellungen sind noch bis zum 31. Oktober zu besichtigen – und zwar von Mittwoch bis Samstag, jeweils von 9:00 bis 17:00 Uhr. Ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall!
Ein Blick ins Museum
Das Post- und Telegraphenmuseum in Eisenerz hat seit 2012 über 2.000 Exponate aus der Postgeschichte, Briefmarken und Kultur zu bieten. Die Exponate sind nicht nur lehrreich, sondern auch faszinierend. Besonders erwähnenswert sind die fahrtaugliche Postkutsche und das originale „k. u. k.“-Postamt aus etwa 1900. Historische Unterlagen, Schreib- und Kanzleiutensilien sowie technische Apparaturen runden das Bild ab. Das Museum befindet sich im Kammerhof, einem ehemaligen Jagdschloss von Kaiser Franz Josef I. — die Kombination aus Geschichte und Kultur ist einfach einmalig!
Aber wusstet ihr, dass Briefmarkensammeln ein globales Phänomen ist? Während in Deutschland die Mitgliederzahlen des Bundes Deutscher Philatelisten seit Jahren sinken und Nachlasssammlungen den Markt überfluten, sieht die Situation in anderen Ländern ganz anders aus. In den USA bleibt die Sammlerbasis zwar groß, aber sie altert. Und in China? Da hat sich der Markt in weniger als vier Jahrzehnten zum größten Sammlermarkt der Welt entwickelt – das ist schon beeindruckend!
Die Entwicklung der Philatelie
Die Anfänge des Briefmarkensammelns gehen auf das Jahr 1840 zurück, als die erste Briefmarke, der Penny Black, in London eingeführt wurde. Innerhalb eines Jahres wurden unglaubliche 68 Millionen dieser Marken gedruckt! Die Begeisterung für das Sammeln breitete sich schnell in Europa aus und es entstanden die ersten Händler und Kataloge. Der Begriff „Philatelie“ wurde 1864 von Georges Herpin geprägt, und bis heute ist das Sammeln von Briefmarken ein bedeutendes Hobby, das auch in der heutigen Zeit viele Menschen begeistert.
In den goldenen Jahrzehnten nach dem Zweiten Weltkrieg erlebte das Briefmarkensammeln einen wirklichen Boom, insbesondere in der westlichen Welt. In Deutschland galt das Sammeln als das „König der Hobbys“, während in den USA in den 1970er Jahren etwa 20 Millionen aktive Sammler gezählt wurden. In dieser Zeit bot die Deutsche Bundespost eine Vielzahl von Sondermarken an, und die Sammlerherzen schlugen höher! Doch die Zeiten haben sich verändert.
Der Markt hat sich gewandelt. Heute ist die Philatelie durch eine Zweiteilung geprägt: Spitzenphilatelie erzielt stabile Preise, während Massenware an Wert verloren hat. Es bleibt spannend zu beobachten, wie sich der Markt in Zukunft entwickeln wird. Sammler finden auch heute noch Freude und Wertbeständigkeit, wenn sie auf Qualität setzen. Vielleicht ist es an der Zeit, selbst einen Blick in die faszinierende Welt der Briefmarken zu werfen!