Heute ist der 9.06.2026 und die Stadt Leoben ist bereit, Gastgeber des 75. Österreichischen Städtetags zu sein. Der Tiroler Städtebund hat sich für dieses bedeutende Treffen eine gewachsene Delegation zusammengetrommelt. Das klingt fast nach einem Familienfest, aber in Wirklichkeit geht es um viel mehr. Vier neue Gemeinden – Axams, Zirl, St. Johann in Tirol und Nußdorf-Debant – haben sich der Landesgruppe angeschlossen und bringen frischen Wind in die Diskussionen. Rund 30 Vertreterinnen und Vertreter aus Tirol sind hier, und sie haben eine Menge auf dem Herzen.

Im Fokus der Tiroler Delegation stehen einige zentrale Anliegen, die die kommunale Landschaft nachhaltig beeinflussen könnten. Allen voran die Finanzierung von Schulassistenzen und Freizeitpädagogik. Hier fordert der Städtebund, dass der Bund die Kosten übernimmt. Ein Blick auf die verfassungsrechtliche Klärung der Zuständigkeiten für Schulassistenzen könnte ebenfalls nicht schaden. Die finanziellen Engpässe der Gemeinden sind mittlerweile ein offenes Geheimnis. Deswegen sind Entlastungsmaßnahmen dringend nötig. Eine Reform der Grundsteuer in zwei Schritten wird ins Spiel gebracht: höhere Hebesätze und eine strukturelle Vereinfachung könnten hier Abhilfe schaffen. Und auch die Finanzzuweisungen, die über 2025 hinaus verlängert werden sollen, stehen auf der Agenda. Mehr Planungssicherheit ist für die Gemeinden unerlässlich.

Forderungen für die Zukunft

Ein weiteres wichtiges Anliegen betrifft die Finanzierung der Elementarpädagogik. Hier wird eine direkte Mittelzuweisung an Gemeinden aus den 340 Millionen Euro für Kinderbetreuung gefordert. Es ist klar, dass die frühkindliche Bildung eine grundlegende Rolle für die Entwicklung der Kinder spielt. Auch der Gesundheitsfonds steht auf der Wunschliste des Städtebundes. Die Finanzierung nach dem Hauptwohnsitzprinzip wird weiterhin verfolgt, auch wenn sie nicht im Resolutionsantrag enthalten ist. Das zeigt, wie sehr die Vertreter aus mehreren Städten – darunter Innsbruck, Telfs, Zirl, St. Johann in Tirol, Nußdorf-Debant, Jenbach und Lienz – sich für ihre Gemeinden einsetzen.

Der Tiroler Städtebund sieht den Städtetag als eine unverzichtbare Plattform für kommunale Anliegen auf Bundesebene. Es ist der Ort, wo Ideen ausgetauscht und Herausforderungen gemeinsam angegangen werden können. Hier in Leoben wird man sicherlich die eine oder andere hitzige Debatte erleben, denn wenn es um die Belange der Gemeinden geht, scheuen die Vertreter nicht davor zurück, ihre Stimme zu erheben.

In Zeiten, in denen finanzielle Ressourcen immer knapper werden, ist es wichtig, dass die Anliegen der Gemeinden Gehör finden. Der Städtetag könnte die Weichen für die Zukunft stellen. Und während die Vertreter an den Tischen sitzen, um ihre Forderungen und Ideen zu präsentieren, bleibt abzuwarten, welche konkreten Schritte aus diesen Diskussionen folgen werden. Die kommenden Tage könnten für Tirols Gemeinden entscheidend sein.

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Für weitere Informationen und Details zu den Anliegen des Tiroler Städtebundes können Interessierte einen Blick auf den Artikel hier werfen.