Am vergangenen Freitag wurde Leoben zum Schauplatz des ersten Bergstadtfestes, und was für ein Auftakt das war! Über 1000 Besucher strömten in die Innenstadt, die für diesen besonderen Anlass in ein bergmännisches Ambiente getaucht wurde. Man spürte die gute Stimmung förmlich in der Luft – die Klänge traditioneller Musik von der Bergkapelle Seegraben, dem Werkschor Voestalpine Donawitz und dem Leobener Hochschulchor trugen dazu bei, dass sich alle Anwesenden schnell wohlfühlten.

Ein Höhepunkt des Festes war die Angelobung von 281 jungen Menschen, die nun ihren Grundwehrdienst beim Bundesheer antreten. Landeshauptmann Mario Kunasek und Bürgermeister Kurt Wallner waren als Ehrenbergmänner anwesend, und Militärkommandant Heinz Zöllner sprach zu den Rekruten während des feierlichen Aktes, der von der Militärmusik Steiermark unter der Leitung von Johann Groß umrahmt wurde. Ehrlich gesagt, es war ein bewegender Moment, der die Bedeutung von Tradition und Gemeinschaft unterstrich.

Feierlichkeiten und musikalische Höhepunkte

Ein weiterer Höhepunkt wartete am Samstagvormittag: die Uraufführung der Leobener Bergmannsmesse von Reinhard Summerer, die in der Stadtpfarrkirche St. Xaver stattfand. Der Komponist selbst war anwesend und wurde frenetisch bejubelt. Die Musikerkollegen der Bergkapelle Seegraben und des Werkschors erhielten viel Applaus, was die Verbundenheit zur bergmännischen Tradition erneut unter Beweis stellte.

Am Nachmittag folgte dann die Bergparade, ein wahrer Augenschmaus mit über 1600 Teilnehmern aus dem In- und Ausland. Bergoffizier Dieter Aschaber führte die Parade an, während Bernd Stahl, Präsident der Vereinigung Europäischer Bergmanns- und Hüttenvereine, ebenfalls anwesend war. Solche Umzüge sind mehr als nur eine Feierlichkeit – sie sind ein lebendiges Zeugnis der Traditionen, die über Jahrhunderte gewachsen sind. Der Gruß „Glück auf“ und das „Steigerlied“ dürfen dabei natürlich nicht fehlen. Diese Klänge sind weit über den Berufsstand der Bergleute hinaus bekannt und wecken Erinnerungen an die stolzen Zeiten des Bergbaus.

Bergbau-Traditionen und ihre Bedeutung

Traditionen rund um den Bergbau, wie die jährlichen Bergparaden und Mettenschichten, sind nicht nur Relikte der Vergangenheit, sondern lebendige Kulturgüter, die auch heute noch zelebriert werden. Der Bergmannsgruß „Glück auf“ symbolisiert die Hoffnung auf sichere Erzgänge und eine gesunde Rückkehr nach getaner Arbeit. In vielen Regionen, nicht nur in Österreich, sondern auch im Erzgebirge oder im Ruhrgebiet, wird das Erbe des Bergbaus mit Stolz gepflegt.

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Das Bergstadtfest in Leoben ist eine wunderbare Gelegenheit, die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft des bergmännischen Erbes zu vereinen. Für die kommenden Jahre, wie beim Leobener Bergstadtfest 2026, wird eine aktive Teilnahme von Berg-, Knappen- und Hüttenvereinen sowie Musikkapellen und Chören angestrebt. Die Notwendigkeit von starken Partnern, kreativen Ausstellern und engagierten Unterstützern ist dabei entscheidend, um die gelebte Tradition am Leben zu halten. Es bleibt zu hoffen, dass die Begeisterung für solche Feste auch weiterhin anhält und neue Generationen inspiriert.

Das Bergstadtfest hat gezeigt, dass die Bergbaukultur in Leoben nicht nur ein Teil der Geschichte ist, sondern auch ein lebendiger Bestandteil der Identität der Stadt. Und so klingt das Fest aus, während die Klänge der Musik noch lange in der Luft verweilen.

Für weitere Informationen über das Bergstadtfest und zukünftige Veranstaltungen besuchen Sie bitte die offizielle Webseite: Bergstadtfest Leoben.

Die Quelle für weitere Details: Kleine Zeitung.