In Kraubath, einem kleinen Ort in Österreich, bereitet sich Christoph Strasser auf ein neues Abenteuer vor. Am 19. Juli wird der Extremsportler beim zwölften Transcontinental Race (TCR) antreten. Das Rennen, das von Trondheim in Norwegen bis nach Kalamata in Griechenland führt, ist nicht nur eine physische Herausforderung, sondern auch ein Test für Verstand und Strategie. Mit rund 4.800 Kilometern und 50.000 Höhenmetern ist es klar, dass hier kein Stein auf dem anderen bleibt. Strasser ist kein Unbekannter in der Szene; er hat bereits zwei Siege, einen zweiten und einen fünften Platz beim TCR erreicht und geht optimistisch in diesen Wettkampf. Er fühlt sich besser vorbereitet als im letzten Jahr und hat durch zwei Saisonerfolge neues Selbstvertrauen tanken können.

Das Besondere am TCR ist, dass es sich um ein Unsupported-Rennen handelt. Das heißt, keine Begleitfahrzeuge oder Betreuer stehen zur Verfügung. Die Teilnehmer müssen ihre Route selbst planen und sind für Verpflegung sowie Reparaturen eigenständig verantwortlich. „Die ersten Tage in Skandinavien sind besonders knifflig“, gibt Strasser zu. Die Wahl der Fähre nach Mitteleuropa kann entscheidend sein. Die Route führt durch Tschechien, die Slowakei, Ungarn und Kroatien – und das Finale findet auf der griechischen Halbinsel Peloponnes statt, wo die Höhenmeter ab dem antiken Olympia nur so nach oben schießen. Wenn man sich vorstellt, dass er rund zwei Kilogramm Kohlenhydratpulver mitnimmt und plant, etwa drei Stunden Schlaf pro Nacht zu finden, wird klar, dass hier kein Platz für Schwäche ist!

Mitfavoriten und spannende Konkurrenz

Mitfavoriten sind unter anderem Robin Gemperle aus der Schweiz, Jana Kesenheimer aus Deutschland und Robert Müller, der Strassers Rivale ist. Es wird spannend sein zu sehen, wie sich die Konkurrenz schlägt. Die Wetterbedingungen werden zudem eine große Rolle spielen. Von Schnee und Kälte in Norwegen bis zu extremer Sommerhitze im Süden – da muss man flexibel sein und sich gut anpassen. Fans können das Rennen ab dem 19. Juli via GPS-Tracking live im Internet verfolgen. Das wird bestimmt ein Spektakel!

Apropos Spektakel: Im Jahr 2025 wird das nächste TCR in Santiago de Compostela, Spanien, starten. Auch hier wird Strasser wieder am Start stehen und seinen dritten Sieg anstreben. Das Rennen wird mit rund 400 Teilnehmer:innen aus verschiedenen Nationen eine noch größere Herausforderung darstellen. Die Strecke umfasst auch hier etwa 4.800 Kilometer, aber mit einem neuen verpflichtenden Parcours entlang der Küste von Fisterra. Fünf Checkpoints müssen passiert werden, darunter der Nationalpark Picos de Europa und der Col de Tourmalet in den Pyrenäen. Bei so vielen Höhenmetern und logistischen Herausforderungen – wie der Fähre von Bari nach Durres in Albanien – wird der Wettkampf sicher nicht einfacher, aber dafür umso spannender.

Vorbereitung und Technik

Strasser hat sich intensiv auf das Rennen vorbereitet, mit Tests zur Aerodynamik und der Ausrüstung. Er fährt ein Specialized Roubaix Rennrad mit 32mm Reifen, das insgesamt 17 Kilogramm wiegt. Neben seinem Rad hat er auch einen Schlafsack, eine Regenjacke, Werkzeuge und eine Reiseapotheke dabei. Die ungewissen Faktoren, die im Rennen auftauchen können – Pannen, streunende Hunde und die richtige Navigation – lassen einen nicht kalt. Und wie es sich gehört, wird auch die Konkurrenz nicht schlafen! Starke Mitbewerber wie Abdullah Zeinab aus Australien oder Justinas Leveika aus Litauen sind mit von der Partie. Bei den Damen sind Jana Kesenheimer, die Siegerin von 2024, und die amerikanischen Fahrerinnen Lael Wilcox und Cynthia Carson starke Konkurrentinnen.

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Das TCR, das 2013 von Mike Hall ins Leben gerufen wurde, hat sich als das größte unsupported Radrennen der Welt etabliert. Die Teilnehmer müssen ohne externe Unterstützung auskommen – das bedeutet, dass sie für alles selbst verantwortlich sind. Jedes Jahr variiert die exakte Streckenführung, aber die grundlegende Herausforderung bleibt gleich: der Drang, die eigenen Grenzen zu überschreiten. In diesem Jahr wird es für Christoph Strasser erneut darum gehen, sich selbst zu beweisen und vielleicht seinen dritten Sieg zu erringen. Die Vorfreude ist groß, ebenso wie die Herausforderungen, die auf ihn warten.

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