Am vergangenen Samstag, genau am 2. Juni 2026, erlebten die Einsatzkräfte des Katastrophen-Hilfsdienstes (KHD) in Wald am Schoberpass eine intensive Übung, die die Grenzen ihrer Fähigkeiten auf die Probe stellte. Es war ein sonniger, aber windiger Tag, als sich die Szenarien eines brennenden Baufahrzeugs und eines Waldbrands, der durch aggressive Windböen ausgelöst wurde, entfalteten. Diese Art von Übungen ist nicht nur wichtig, sondern unerlässlich, um im Ernstfall schnell und effizient reagieren zu können.
Insgesamt 76 Einsatzkräfte, darunter Feuerwehr und Bergrettung, waren an diesem Tag aktiv. Der Ort des Geschehens war das Bergbaugebiet der Firma Paltentaler. Die Ausgangslage war dramatisch: Ein Baumaschinenbrand im Liesinggraben hatte sich rasch auf den angrenzenden Wald ausgeweitet. Die örtliche Feuerwehr konnte die Situation nicht alleine bewältigen und bat um Unterstützung vom KHD des Bereichsfeuerwehrverbandes Leoben. Unter der Leitung von KHD-Kommandant Jürgen Sapelza und Armin Haberl von der FF Wald am Schoberpass wurde eine durchdachte Einsatztaktik ausgearbeitet.
Technik und Taktik im Einsatz
Für diese umfassende Übung wurden insgesamt 22 Fahrzeuge ins Einsatzgebiet geschickt. Besonders bemerkenswert war der Einsatz eines neuen Einsatzleitfahrzeugs sowie einer Drohne, die zur Erkundung des Geländes genutzt wurde. Die Echtzeit-Bilder der Drohne ermöglichten eine präzise Einschätzung der Feuerausbreitung und waren ein bedeutender Vorteil, gerade unter den gegebenen Wetterbedingungen. Der böige Wind verhinderte den Einsatz von Hubschraubern, was die Situation noch komplizierter machte.
Der Waldbrandzug kämpfte mit Löschrucksäcken, Schanzwerkzeug und Schlauchleitungen gegen die Flammen. Um die Wasserversorgung sicherzustellen, wurde im Tal eine Saugstelle eingerichtet. Ein Pendelverkehr mit Tanklöschfahrzeugen sorgte dafür, dass ausreichend Löschwasser zum Einsatzort gelangte. Auch die Bergrettung Mautern war eingebunden, um die Sicherheit im steilen Gelände zu gewährleisten. Gegen Mittag konnte schließlich „Brand aus“ gegeben werden – ein Moment der Erleichterung für alle Beteiligten.
Impressionen und Rückmeldungen
Die Übungsbeobachter, darunter der Bereichsfeuerwehrkommandant Alexander Siegmund und Bürgermeister Marc Landl, zeigten sich beeindruckt vom Ablauf der Übung. Die Nachbesprechung fand im Feuerwehrhaus der FF Wald am Schoberpass statt, wo sowohl Siegmund als auch Sapelza den Einsatzkräften für die reibungslose Zusammenarbeit dankten. Ein besonderes Highlight war das abschließende Essen aus der Feldküche, zubereitet vom Versorgungszug der FF Kraubath – so etwas stärkt nicht nur den Magen, sondern auch das Gemeinschaftsgefühl!
Die Übung verdeutlicht, wie wichtig solche Trainings sind, um für die Herausforderungen der Zukunft gewappnet zu sein. Angesichts der zunehmenden Häufigkeit von Extremwetterereignissen und Naturkatastrophen in den letzten Jahren, wird die Rolle von Organisationen wie dem THW und den Feuerwehren immer zentraler. In diesem Zusammenhang ist es auch erwähnenswert, dass das THW kontinuierlich an der Verbesserung seiner Webauftritte arbeitet, um Barrieren für Menschen mit Behinderungen abzubauen. Es ist ein Schritt in die richtige Richtung, um die Zugänglichkeit der Informationen zu gewährleisten und die Zusammenarbeit aller Einsatzkräfte zu optimieren.
