In Leoben tut sich einiges im Bereich der erneuerbaren Energien. Die Energie Steiermark und der Verbund haben nun alle Genehmigungen für den Bau des neuen Murkraftwerks Leoben-Ost erhalten. Diese positive Nachricht kommt nicht von ungefähr: Der Umweltverträglichkeitsprüfungs-Bescheid ist seit dem 20. März rechtskräftig und das Projekt hat bereits in der Region großen Anklang gefunden. Der Baustart ist für den Herbst 2027 geplant, mit einer Inbetriebnahme bis Ende 2029.

Das geplante Kraftwerk wird eine Leistung von 7,2 Megawatt haben und jährlich 35 Gigawattstunden Strom liefern. Der erzeugte Strom soll größtenteils der Industrie, insbesondere der Voestalpine Donawitz für Greentec-Steel, zur Verfügung stehen. Die Vorarbeiten für dieses Projekt haben vor fünf Jahren begonnen, und die Genehmigungsverfahren dauerten insgesamt zwei Jahre. Im Rahmen des Umweltverträglichkeitsprüfungsverfahrens sind zudem 63 ökologische Begleitmaßnahmen vorgesehen, die nun nach und nach umgesetzt werden.

Ökologische Maßnahmen und erste Schritte

Eine der ersten Maßnahmen ist die Umsiedlung der Würfelnatter, die in den kommenden Wochen beginnen wird. Dunkle Plastikplanen werden ausgelegt, um die Schlangen zu sammeln und zu katalogisieren. Für die Umsetzung der ökologischen Maßnahmen sind externe Experten und das Umweltamt verantwortlich. Zudem werden neue Lebensräume für Tiere geschaffen, unter anderem durch die Anlegung von Steinhäufen, Totholzhaufen und Vogelnistkästen.

Die Verantwortlichen legen großen Wert auf eine transparente Kommunikation während der Bauarbeiten. Eine Informationsstelle sowie ein Ombudsmann sollen dafür sorgen, dass die Bevölkerung stets über den Fortschritt des Projekts informiert ist und ihre Anliegen gehört werden.

Erneuerbare Energien in Österreich

Die Bedeutung des Murkraftwerks Leoben-Ost wird im Kontext der österreichischen Energiewende besonders deutlich. Wasserkraft und Windkraft sind die wichtigsten erneuerbaren Energieträger in Österreich, wobei die Wasserkraft etwas mehr als die Hälfte zur Stromversorgung beiträgt. Im Jahr 2020 deckten erneuerbare Stromquellen (ohne Pumpspeicherung) ca. 75% des Stromverbrauchs ab. Der Anteil der Windkraft liegt bei knapp 10% und Photovoltaik spielt mit etwa 3% eine untergeordnete Rolle. Die Reduzierung der Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen ist ein zentrales Ziel der österreichischen Energiepolitik.

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Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Murkraftwerk Leoben-Ost nicht nur einen wichtigen Beitrag zur lokalen Energieversorgung leisten wird, sondern auch ein Beispiel für eine umweltbewusste und nachhaltige Projektumsetzung ist. Dies könnte ein Schritt in die richtige Richtung sein, um die Herausforderungen der Zukunft im Bereich der Energieversorgung zu meistern.

Für weitere Informationen zu den ökologischen Maßnahmen und dem Fortschritt des Projekts besuchen Sie bitte die Kleine Zeitung.

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