Heute, am 9. Juli 2026, erlebten 27 Schülerinnen und Schüler des Europagymnasiums Leoben einen ganz besonderen Projekttag. Zu Gast waren die beiden österreichischen Spitzenrodler Wolfgang Kindl und Nico Gleirscher, die spannende Einblicke in ihren sportlichen Alltag gaben. Organisiert wurde dieser Tag vom Österreichischen Olympischen Comité (ÖOC), der Österreichischen Olympischen Akademie (ÖOA) und „Q. Dein Raum für Wissenschaft“. Es war eine Gelegenheit, die für alle Beteiligten unvergesslich bleiben wird.

Wolfgang Kindl, der bereits vier Olympia-Silbermedaillen (darunter eine von Peking 2022 und eine weitere von Mailand Cortina 2026) mitbringt, und Nico Gleirscher, zweifacher Olympiateilnehmer und Fünfter im Einsitzer bei den letzten Winterspielen, waren die Stars des Tages. Die beiden Athleten sprachen nicht nur über ihren Werdegang, sondern auch über den Alltag im Olympischen Dorf. Themen wie Disziplin, Ausdauer, Teamgeist und Respekt wurden anschaulich behandelt.

Einblicke in den Leistungssport

Besonders spannend war es, als die Sportler Anschauungsmaterial mitbrachten: einen Doppelsitzer-Rennrodel, einen Rennanzug, Helm und Handschuhe. Damit konnten die Schüler hautnah erleben, was es bedeutet, Leistungssportler zu sein. Zudem wurde der Umgang mit Leistungsdruck und Prüfungsangst thematisiert, was viele der Jugendlichen sicherlich berührte. Es ist nicht einfach, unter dem ständigen Druck zu stehen, Höchstleistungen zu bringen – das wurde deutlich.

In Kleingruppen hatten die Schüler die Aufgabe, kreative Kurzvideos zu den olympischen Werten Höchstleistung, Freundschaft und Respekt zu entwickeln. Jana Schwarz und Bernhard Böhm von „Q. Dein Raum für Wissenschaft“ begleiteten sie bei der Videoproduktion. Das Ziel war klar: Jugendliche sollten zur kreativen Auseinandersetzung mit diesen Werten ermutigt werden. Christopher Graf-Althon, Schüler- und Bildungsberater, hob die Relevanz dieser olympischen Werte im Alltag hervor, was sicherlich zum Nachdenken anregte.

Olympische Werte im Fokus

Schuldirektor René Traar lobte den Projekttag als außergewöhnlich und wertvoll für die Schüler. ÖOA-Präsidentin Sonja Spendelhofer betonte die Bedeutung nachhaltiger Lernräume, was einen weiteren, wichtigen Aspekt der Veranstaltung unterstrich. Am Ende der Veranstaltung erhielten die Schüler originale Olympia-Sportbeutel, Sporthandtücher und Olympia-Pins als Erinnerung – kleine, aber feine Andenken an einen Tag, der sie sicher noch lange begleiten wird.

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Doch nicht nur in Leoben wird über Werte und den Leistungssport nachgedacht. Im Auftrag des Deutschen Olympischen Sportbunds e.V. und von Athleten Deutschland e.V. hat das SINUS-Institut eine umfassende Studie zur Wahrnehmung des Leistungssports in der Gesellschaft durchgeführt. Die Ergebnisse zeigen, dass Leistungssport als gesellschaftlich wertvoll angesehen wird – insbesondere in Bezug auf Zusammenhalt, Wertevermittlung und Völkerverständigung.

Die Studie verdeutlicht auch, dass es zentrale Risiken gibt, die mit dem Leistungssport verbunden sind, wie Doping, Gewalt und hoher Leistungsdruck. Zwei Drittel der Befragten zeigen zwar wenig Interesse an staatlicher Leistungssportförderung, halten diese aber mehrheitlich für wichtig. Die Bevölkerung erwartet von der Leistungssportförderung nicht nur sportliche Erfolge, sondern auch soziale und ethische Effekte.

Insgesamt zeigt der Projekttag in Leoben, wie wichtig es ist, den jungen Menschen die olympischen Werte näherzubringen und sie in ihrer kreativen Auseinandersetzung damit zu unterstützen. Solche Initiativen sind entscheidend, um das Bewusstsein für den Leistungssport und dessen gesellschaftliche Bedeutung zu schärfen.

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