In Leoben gibt es aktuell einige positive Entwicklungen beim Roten Kreuz, die von den Verantwortlichen mit Erleichterung zur Kenntnis genommen werden. Josef Himsl, der Bezirksgeschäftsführer, und Anita Kozak, die Bezirksstellenleiterin, haben sich zur Finanzlage geäußert. Es bleibt zwar ein finanzielles Defizit von einer halben Million Euro, das Minus konnte jedoch deutlich verringert werden. Diese Nachricht kommt gerade recht, denn die Herausforderungen sind nicht zu unterschätzen.
Eine der erfreulichen Nachrichten ist der Anstieg der Mitgliederzahl im Bezirk von 6000 auf 7500 durch gezielte Door-to-Door-Werbung. Das könnte budgetär eine Verbesserung von rund 280.000 Euro bringen. Zudem gibt es eine Erhöhung des „Rettungseuros“ von neun auf zwölf Euro pro Einwohner, was für 2025 etwa 180.000 Euro einbringen soll. Das sind alles kleine Schritte in die richtige Richtung!
Interne Einsparungen und Engagement
Die internen Maßnahmen zur Straffung der Dienstpläne haben bereits zu Einsparungen bei den Personalkosten geführt. Dennoch bleibt die Herausforderung groß, denn das Rote Kreuz zahlt weiterhin 70 Cent pro gefahrenem Kilometer, was bei 900.000 Kilometern und 30.000 Fahrten zu erheblichen Kosten führt. Trotzdem wird der eingeschlagene Kurs als positiv bewertet. Das Engagement der Mitarbeiter, ob hauptamtlich, freiwillig oder Zivildiener, ist einfach beeindruckend. So stieg die Zahl der freiwillig geleisteten Stunden von 62.000 auf 69.000!
Für das Jahr 2025 sind zudem zwei Rettungssanitäter-Kurse vorgesehen, und das, obwohl es normalerweise einen Ausfall von 50% gibt. Die Jugendarbeit und die Team Österreich-Tafel in Eisenerz laufen ebenfalls gut – bei der wöchentlichen Lebensmittelverteilung kommen bis zu 300 Menschen zusammen. Das zeigt, wie wichtig diese Angebote sind und wie viel Unterstützung sie benötigen.
Gesetzliche Änderungen und deren Auswirkungen
Eine gesetzliche Neuregelung im Blutspendedienst sorgt dafür, dass die Anzahl der Vollblutspenden pro Jahr für Männer auf maximal vier und für Frauen auf maximal drei reduziert wurde. Dies geschieht, um die Gesundheit der Spender zu schützen. Diese Maßnahmen sind Teil einer größeren Strategie, die darauf abzielt, den Rettungsdienst zu sichern und die Bevölkerung bedarfsgerecht zu versorgen. Denn, wie das Rettungsdienstgesetz (RDG) besagt, ist die leistungsfähige Versorgung der Bürger*innen eine zentrale Aufgabe.
Die Finanzierung des Rettungsdienstes erfolgt durch jährliche Verhandlungen mit den Krankenkassen, den Kostenträgern. Alle notwendigen Kosten – für Rettungswachen, Fahrzeuge und Personal – werden ermittelt und in diesen Verhandlungen kalkuliert. Die Benutzungsentgelte für den Rettungsdienst basieren auf diesen Kalkulationen. In diesem Zusammenhang erhält der Rettungsdienst auch öffentliche Förderung, die für bestimmte Sonderrettungsmittel und Projekte verwendet wird, wie etwa den Baby-Notarztwagen oder das Projekt „FirstAED – Team der Lebensretter“.
Ein Blick über die Grenzen
Wenn wir über das Rote Kreuz sprechen, ist es wichtig, auch die internationale Dimension zu betrachten. Im Deutschen Roten Kreuz (DRK) engagieren sich 450.000 Ehrenamtliche und 200.000 hauptamtliche Mitarbeiter. Diese Struktur zeigt, wie tief verwurzelt die Idee des Roten Kreuzes in der Gesellschaft ist. In Deutschland gibt es über 4.000 Ortsvereine, die in 450 Kreisverbänden organisiert sind. Dies alles gehört zur Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung, die einen unglaublich wichtigen Beitrag zur humanitären Hilfe leistet.
Die Herausforderungen sind zwar groß, aber die Entwicklungen in Leoben zeigen, dass das Rote Kreuz auf einem guten Weg ist, um die finanzielle Situation zu verbessern und gleichzeitig die wertvolle Arbeit für die Gemeinschaft fortzusetzen. Die nächsten Jahre werden entscheidend sein, um diese positiven Trends fortzusetzen.
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