Heute ist der 28.05.2026 und in der kleinen Gemeinde Eisenerz, die seit Jahrzehnten mit Herausforderungen wie Abwanderung und Leerstand kämpft, tut sich einiges. Die Stadtverwaltung hat sich mit dem Projekt „re-design Eisenerz“ auf den Weg gemacht, um das Ortsbild aufzufrischen und den Bewohnern eine neue Perspektive zu bieten. Seit 2009 wird daran gearbeitet, und das Ganze sollte bis 2021 abgeschlossen sein. Die Idee dahinter ist, die Stadt durch einen geplanten Rückbau zu revitalisieren und die Bewohner abgelegener Siedlungen in modernisierte Wohnungen im Ortszentrum zu ziehen. So möchte man eine kleinere, aber lebendigere Stadt schaffen, die weniger Leerstand und geringere Infrastrukturkosten hat.
Besonders wichtig ist Eisenerz, dass der soziale Zusammenhalt nicht verloren geht. Die Zersiedelung hat oft zur Isolation der Menschen geführt, und das will man unbedingt vermeiden. Bürgermeister Thomas Rauninger zeigt sich allerdings ernüchtert über die Umsetzung des Projekts. Eine klare Planung, kleine Schritte und die Einbindung der Bevölkerung sind entscheidend für den Erfolg. Der Bürgermeister betont auch, dass die Umnutzung leerstehender Gebäude einfacher ist, als sich an alteingesessene Strukturen zu wagen. Ein verändertes Mindset und eine kontinuierliche Kommunikation mit den Bürgern sind essenziell.
Nachhaltige Raumplanung
Eisenerz setzt auf nachhaltige Raumplanung. Das bedeutet: Es sollen keine neuen Flächen versiegelt werden, stattdessen werden bestehende Flächen reaktiviert. Ein Beispiel dafür ist der Abriss einer leerstehenden Wohneinheit, um Platz für ein neues Rüsthaus zu schaffen. Auch ein ehemaliges Schulgebäude wird revitalisiert und soll als Lehrwerkstätte dienen. Zukünftige Projekte beinhalten ein Forumgebäude mit einem Kindergarten und einer Seniorentagesstätte. So will man den Ortskern stärken und die Lebensqualität der Einwohner erhöhen.
Die Bemühungen um Eisenerz sind nicht nur lokal von Bedeutung. Die Gemeinde gilt als Vorreiter für innovative Stadtentwicklung in Schrumpfungsregionen. Das Projekt wurde sowohl regional als auch international beachtet und wird als Modellbeispiel für den Umgang mit Leerstand und Bevölkerungsrückgang analysiert. Man könnte fast sagen, dass die kleine Stadt in der Steiermark ein großes Vorbild für andere Gemeinden ist, die ähnliche Herausforderungen bewältigen müssen. Die Vision ist, dass Eisenerz nicht nur überlebt, sondern auch floriert.
