Am Samstagnachmittag kam es im Bezirk Liezen in der Steiermark zu einem dramatischen Vorfall. Während eines unerwartet aufziehenden Gewitters wurde eine 28-jährige tschechische Staatsbürgerin von einem Blitz getroffen. Der Vorfall ereignete sich am Kreuzkogel, einem beliebten Ziel für Wanderer, als sie zusammen mit ihrem 29-jährigen Begleiter von Kaiserau über die Klinke Hütte und den Admonter Kalbling unterwegs war. Plötzlich brach ein heftiges Gewitter über sie herein, und der Blitz schlug in unmittelbarer Nähe ein, was zu einer verheerenden Situation führte.

Die Frau wurde durch den Schlag zu Boden geschleudert und verlor kurzzeitig das Bewusstsein. Ihr Begleiter, schnell reagierend, setzte einen Notruf ab. Die Rettungskräfte ließen nicht lange auf sich warten: Ein Notarzthubschrauber wurde zur Unfallstelle entsandt und flog die schwer verletzte Frau ins LKH Rottenmann. Auch der Begleiter, der ebenfalls in eine Notlage geraten war, wurde von einem Polizeihelikopter ins Tal und ebenfalls ins Krankenhaus gebracht. Unterstützt wurden die Rettungskräfte von Bergrettungssanitätern, die mit einem Polizeihubschrauber zum Einsatzort geflogen wurden. Etwa 20 weitere Helfer machten sich zu Fuß auf den Weg zum Unfallort, um zu helfen.

Gesundheitliche Folgen und Gefahren von Gewittern

Blitzschläge sind nicht zu unterschätzen – sie können gravierende gesundheitliche Folgen haben. Die Tatsache, dass die Frau in diesem Fall bewusstlos wurde, zeigt, wie ernst solche Unfälle genommen werden müssen. Es ist wichtig, sich der Gefahren bewusst zu sein, die bei Gewittern, insbesondere in den Bergen, lauern. Viele Menschen reagieren in solchen Situationen falsch, indem sie beispielsweise mit großen Schritten wegzulaufen versuchen oder sich flach auf den Boden legen. Beides erhöht die Angriffsfläche für Blitze und kann lebensbedrohlich sein.

Das richtige Verhalten während eines Gewitters sieht ganz anders aus: Es empfiehlt sich, in die Hocke zu gehen, idealerweise in einer natürlichen Bodensenke. Dabei sollten die Füße nah beieinander stehen, die Arme um die Knie gelegt und der Kopf eingezogen werden, um den Kontakt zum Boden zu minimieren. Obendrein ist es ratsam, sich nicht am höchsten Punkt des Geländes aufzuhalten und Abstand zu anderen Personen zu halten. Metallene Gegenstände, wie Regenschirme oder Wanderstöcke, sollten ebenfalls gemieden werden, da sie den Blitz anziehen können.

Tipps zum Schutz vor Blitzschlägen

Ein lebensgefährlicher Merkspruch besagt: „Buchen sollst du suchen…“ Dies bedeutet, dass alleinstehende Bäume oder Bergspitzen besonders gefährlich sind, denn der Blitz schlägt häufig in die höchsten Erhebungen ein. Zudem breitet sich der Blitzstrom kreisförmig im Boden aus und kann auch bei indirektem Kontakt gefährlich sein. Wer weit auseinander stehende Füße hat, riskiert Spannungsunterschiede, die zu schwerwiegenden Folgen wie Herzstillstand führen können.

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Die schockierende Begebenheit am Kreuzkogel erinnert uns daran, wie wichtig es ist, sich über die Gefahren in der Natur zu informieren und richtig zu verhalten. Bei Gewitter sollte man immer wachsam sein und sich bewusst machen, dass das Wetter schnell umschlagen kann. Mehr Informationen zu Verhalten bei Gewittern finden Sie auch in diesem [Artikel](https://www.br.de/nachrichten/bayern/was-tun-bei-gewitter-am-berg-so-schuetzt-man-sich-vor-blitzschlag,VIkD8or).