Der Hohe Dachstein, majestätisch mit seinen 2.995 Metern, ist nicht nur der höchste Gipfel der Steiermark, sondern auch ein beliebtes Ziel für Bergsteiger, die die Herausforderung und die atemberaubende Aussicht suchen. Die Tour beginnt an der Bergstation der Dachstein-Südwandbahn, die auf 2.700 Metern Höhe liegt. Von hier aus führt ein markierter Weg zunächst in Richtung Seethalerhütte, wo sich viele Bergfreunde auf einen ersten Stopp versammeln, um die Umgebung zu genießen.

Für den Aufstieg gibt es verschiedene Möglichkeiten. Viele greifen auf den Schulteranstieg zurück, doch in diesem Jahr war die Wahl aufgrund der Schneemengen klar: Der Gletscherweg musste genommen werden. Das hat seine eigenen Herausforderungen. Der Randkluftsteig, einer der ältesten Klettersteige Europas und zugleich der älteste Klettersteig der Welt, eröffnet im Jahr 1843, bietet sowohl für Auf- als auch für Absteiger eine spannende Route. Etwa zweieinhalb Stunden dauert es, bis das Gipfelkreuz erreicht wird. Und was für ein Anblick! Das Panorama über das Dachsteinmassiv und die umliegenden Alpen ist einfach überwältigend.

Die Herausforderung des Randkluftsteigs

Der Abstieg erfolgt auf der gleichen Route und dauert etwa eineinhalb Stunden. Insgesamt benötigt man für die gesamte Tour rund vier Stunden – ganz ohne Pausen. Ein echter Tagesausflug, der jedoch nicht unterschätzt werden sollte! Die Spaltengefahr auf dem Gletscher ist nicht ohne, deshalb ist es ratsam, sich mit Steigeisen, Eispickel, Klettersteigset und Helm auszustatten. Auch ein ausgebildeter Bergführer, der die Gruppe begleitet, sorgt für ein Plus an Sicherheit. Das Gefühl, mit einem Profi an seiner Seite zu starten, gibt vielen ein beruhigendes Gefühl. Frühzeitiges Aufbrechen ist ein weiterer Tipp, um Stau am Klettersteig zu vermeiden – am frühen Vormittag kann es hier ganz schön voll werden!

Der Randkluftsteig selbst hat einiges zu bieten. Der untere Teil ist durchgehend mit einem Stahlseil ausgestattet, was einen gewissen Komfort bietet. Der Mittelteil ist gut begehbar und bietet sogar einige witzige Block-Turnen, die für Abwechslung sorgen. In den ersten zehn Höhenmetern des Schulteranstiegs gibt es allerdings keine Sicherung – hier ist also Eigenverantwortung gefragt! Die Kletterei bewegt sich im Schwierigkeitsgrad I-II, was bedeutet, dass ein gewisses Maß an Erfahrung und Fitness von Vorteil ist. Kurz vor dem Gipfel wird es dann besonders spannend, da man einen tiefen Blick in die breite Rinne mit dem Randkluftsteig werfen kann. Und auch die letzten Meter zum Gipfel haben ihren Reiz – es ist nicht nur ein Ziel, sondern auch eine Reise!

Ein unvergessliches Erlebnis

Ein Besuch am Hohen Dachstein ist mehr als nur eine Wanderung; es ist ein Abenteuer, das Erinnerungen schafft. Mit seinen spektakulären Ausblicken, der herausfordernden Route und der unberührten Natur zieht er Menschen aus nah und fern an. Egal, ob man die Herausforderung des Randkluftsteigs sucht oder einfach nur die Aussicht genießen möchte, der Hohe Dachstein hat für jeden etwas zu bieten. Man sollte sich jedoch bewusst sein, dass solche Touren Respekt und Vorbereitung erfordern. Wer sich gut vorbereitet, kann sich auf ein unvergessliches Erlebnis freuen!

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Quelle 1 und Quelle 2 geben weitere interessante Einblicke in die Touren rund um den Hohen Dachstein.

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