Am 14. Juni 2026 fand in der Pfarre Gröbming ein ganz besonderer Gottesdienst statt, der die Herzen vieler Gläubigen berührte. Der feierliche Anlass? Die Jubiläen von Pater Andreas Scheuchenpflug! Er durfte gleich drei bedeutende Meilensteine feiern: seinen 85. Geburtstag, sein 60-jähriges Priesterjubiläum und 45 Jahre als Pfarrer sowie Seelsorger in Gröbming. Eine beeindruckende Bilanz, die nicht nur den Jubilar selbst, sondern auch die gesamte Gemeinde in Feierlaune versetzte. Zahlreiche Gläubige aus der Region kamen zusammen, um ihm ihre Wertschätzung zu zeigen.

Unter den Ehrengästen waren Abt Gerhard Hafner OSB vom Stift Admont, der Bürgermeister der Region Gröbmingerland, mehrere Priester und der Pfarrer sowie Kurator der evangelischen Pfarrgemeinde. Es war eine feierliche Runde, die die Verbundenheit der verschiedenen Glaubensgemeinschaften in der Region zelebrierte. Besonders auffällig war die große Anzahl an Ministranten, Kindern und Familien, die den Gottesdienst mit ihrer Anwesenheit bereicherten. Musikalisch gestaltet wurde der Gottesdienst vom A-cappella-Chor Wels und dem Organisten Gerhard Hemedinger. Es war einfach wunderschön!

Eine tiefgründige Predigt

Die Predigt hielt Pater Vinzenz Schager OSB, der in seiner Ansprache das Leben und Wirken von Pater Andreas in drei Schritten thematisierte. Zunächst sprach er über den Menschen Andreas Scheuchenpflug und seine familiären Wurzeln, dann über seinen 60-jährigen Dienst als Priester und schließlich über die 45 Jahre, die er in Gröbming als Pfarrer und Seelsorger tätig war. Diese Rückschau war nicht nur informativ, sondern auch emotional. Viele der Anwesenden fühlten sich an ihre eigenen Erlebnisse mit Pater Andreas erinnert. Am Ende des Gottesdienstes überbrachten Abt Gerhard Hafner, Albert Holzinger (Pfarrgemeinderat), Bürgermeister Thomas Reingruber, Pfarrer André Manke, Kurator Markus Gerharter und die Kinder der Volksschule Glücks- und Segenswünsche. Es war ein bewegender Moment, der die jahrzehntelange Treue und den seelsorglichen Einsatz von Pater Andreas würdigte.

Sein Einfluss auf das kirchliche und gesellschaftliche Leben in Gröbming ist nicht zu leugnen. Die Feier war ein Zeichen der Dankbarkeit und eine Hommage an einen Mann, der für viele ein Licht und Hoffnungsträger ist.

Pater Vinzenz: Ein vielversprechender Nachfolger

Es ist interessant zu wissen, dass der Prediger des Tages, Pater Vinzenz, erst 32 Jahre alt ist und aus dem Leobner Stadtteil Göss stammt. Bereits im Kindergarten verspürte er den Wunsch, Priester zu werden. Nach seiner Matura in Graz zog er mit 20 Jahren ins Kloster Admont – eine Entscheidung, die seine Familie, besonders seine Mutter, sehr unterstützte. Pater Vinzenz beschreibt das Stift als einen Ort der Zukunft und des Fortschritts. Im Februar 2016 erhielt er die Ordenstracht der Benediktiner und begann sein Theologiestudium in Salzburg.

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Im Jahr 2019 wurde er zum Priester geweiht und hat seither nie seine Entscheidung in Frage gestellt, obwohl es Momente des Zweifels gab. Als Pfarrer ist der Sonntag für ihn ein arbeitsreicher Tag, den er mit viel Engagement und Hingabe verbringt. In seiner Freizeit findet er etwas Ausgleich im Fitnessstudio, beim Lesen oder beim Serien schauen. Besonders wichtig ist ihm der Religionsunterricht an der Volksschule in St. Martin, wo er den Kindern die Sakramente näherbringen möchte. Er legt großen Wert auf Liturgie und glaubt fest daran, dass sorgfältige Worte und Gesten eine Wirkung haben.

Priester als Licht- und Hoffnungsbringer

Ein Aspekt, der bei solchen Jubiläen oft zur Sprache kommt, ist die Rolle der Priester in der Gesellschaft. Kärntner Bischof Josef Marketz erwähnte kürzlich, dass Priester oft im Verborgenen wirken und das Leben vieler Menschen verändern. Sie sind nicht nur für die Eucharistie und die Beichte zuständig, sondern bringen auch Glaube, Liebe und Hoffnung zu den Menschen. Diese Gedanken sind besonders relevant in Zeiten, in denen die Kirche mit Herausforderungen konfrontiert ist.

Marketz betont, dass ein Priesterjubiläum ein „Dankmal“ an Gott ist und nicht für sich selbst gedacht ist. Es ist ein Anlass für Rückblick, Ausblick und vor allem für „Hinaufblick“ zu Gott. Im Kontext der Jubiläumsfeier für Pater Andreas Scheuchenpflug wurde deutlich, wie wichtig es ist, sich immer wieder auf die Quelle des eigenen Tuns zu besinnen und die Menschen miteinander zu verbinden. Priester-Sein erfordert Mut, sowohl damals als auch heute. Und dieser Mut, gepaart mit der Hingabe von Pater Andreas, wird auch in Zukunft einen bleibenden Eindruck hinterlassen.

Die Feier in Gröbming war zweifellos ein wunderbares Beispiel dafür, wie wichtig Gemeinschaft und Glauben für die Menschen in der Region sind. Ein herzliches Dankeschön an alle, die dazu beigetragen haben, diesen Tag zu einem unvergesslichen Erlebnis zu machen!

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