Am 27. April 2026 fand die „Lange Nacht der Sozialbetreuungsberufe“ im Bildungszentrum Nord der Caritas der Diözese Graz-Seckau in Rottenmann statt. Unter dem Motto „Final Masquerade“ öffnete die Veranstaltung zwischen 16 und 21 Uhr ihre Türen und bot den Besuchern spannende Einblicke in das Berufsfeld der Sozialbetreuung. Die Atmosphäre war geprägt von informativen und interaktiven Elementen, die die Vielfalt und Bedeutung sozialer Berufe eindrucksvoll in den Fokus rückten.

Ein Highlight der Veranstaltung waren die Fachvorträge. Bruder Mag. Martin Schreiber OSB sprach über Nahtoderfahrungen und Sterbebegleitung, während Walter Seebacher von seinen persönlichen Erfahrungen nach einer Querschnittslähmung berichtete. Diese tiefgründigen Themen regten zum Nachdenken an und zeigten auf, wie wichtig die Auseinandersetzung mit dem Lebensende in der Sozialbetreuung ist.

Vielfältige Angebote und kreative Stationen

Das Programm umfasste zudem Themenwerkstätten, die über neue Technologien in der Pflege und verschiedene Sozialbetreuungsberufe informierten, von der Alten- bis zur Behindertenarbeit. Besucher konnten sich an kreativen Stationen wie dem „Masken-Reich“ und einer Puzzle-Ecke ausprobieren. Ein besonderer Beitrag kam von Miriam Hyden, die einen „Kurztrip in die autistische Welt“ anbot und so Verständnis und Empathie für unterschiedliche Lebensrealitäten förderte.

Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung von der Band „Mundwerk“, die zur lockeren Stimmung beitrug. Zusätzlich präsentierten zahlreiche Trägerorganisationen ihre Arbeit an Informationsständen. Ein weiterer Höhepunkt war die Tombola, die mit attraktiven Preisen aufwartete, sowie das kulinarische Angebot, das die Teilnehmer verwöhnte. Diese gelungene Kombination aus Information und Unterhaltung hinterließ bei den Besuchern einen bleibenden Eindruck.

Gespräche über das Lebensende

In der aktuellen Diskussion über das Lebensende und die Begleitung von pflegebedürftigen Menschen ist die „Lange Nacht der Sozialbetreuungsberufe“ ein wichtiger Schritt. Eine Studie, die im August 2023 veröffentlicht wurde, zeigt, dass 85 Prozent der pflegenden Angehörigen Gespräche über das Lebensende führen. Allerdings empfinden etwa jede sechste befragte Person solche Gespräche als belastend. Diese Erkenntnisse, die aus der Zusammenarbeit zwischen der ZQP, der Arbeitsgemeinschaft „Alte Menschen“ des NaSPro und der Deutschen Gesellschaft für Suizidprävention stammen, verdeutlichen, wie sensibel und bedeutend das Thema ist.

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Die Autorinnen und Autoren dieser Studie, unter anderem Prof. Dr. Arno Drinkmann und Dr. Simon Eggert, haben wichtige Ergebnisse zur Lebensendlichkeit und Lebensmüdigkeit zusammengetragen. Weitere Informationen finden Interessierte unter https://www.zqp.de/angebot/lebensendlichkeit-lebensmuedigkeit/.

Insgesamt zeigt die „Lange Nacht der Sozialbetreuungsberufe“ nicht nur die Relevanz und Vielfalt der Sozialbetreuungsberufe, sondern regt auch an, über zentrale Themen wie Lebensende, Sterben und Tod nachzudenken. Die Veranstaltung war ein voller Erfolg und wird sicherlich in Erinnerung bleiben.