Heute ist der 16.07.2026 und in Gröbming, einem charmanten Ort im Bezirk Liezen, fand ein ganz besonderer Spaziergang statt. Mehr als 60 Menschen nahmen daran teil, darunter Bewohnerinnen und Bewohner des Seniorenzentrums, deren Betreuerinnen und Angehörige sowie zahlreiche Interessierte aus der Umgebung. Die Veranstaltung wurde von Edith Zitz, der Geschäftsführerin des Vereins „Inspire“ in Graz, und ihrem Team, bestehend aus Hilde Unterberger und Katharina Ernecker, herzlich begrüßt.

Die Gruppe machte sich auf den Weg in Richtung Zentrum, wobei einige Teilnehmende auf Rollstühle und Rollatoren angewiesen waren. Alois Guggi, der Leiter des Museums Gröbming, begleitete die Teilnehmenden und erläuterte an verschiedenen Stationen Wissenswertes zur Ortsgeschichte. Dabei lobte Edith Zitz die barrierefreien Wege und die angepasste Gehsteigbreite in der Klostergasse, die das Unterwegssein für ältere und weniger mobile Menschen erheblich erleichtern. Zahlreiche Sitzgelegenheiten entlang der Wege luden dazu ein, eine wohlverdiente Pause einzulegen und die Umgebung zu genießen.

Ein Schritt in die richtige Richtung

Der Spaziergang war Teil des Projekts „Unerhört 2.0“, das sich der Biografiearbeit von älteren oder beeinträchtigten Frauen im Bezirk Liezen widmet. Ziel dieser Rundgänge ist es, die Lebensrealitäten von Frauen, die oft an den Rand gedrängt werden, sichtbar zu machen. Es ist bemerkenswert, wie solche Veranstaltungen, in Kooperation mit Kulturinstitutionen, Frauenrichtungen sowie der Politik und Verwaltung vor Ort, dazu beitragen, das Bewusstsein für die Bedürfnisse dieser Gruppen zu schärfen.

Dennoch gab es auch kritische Anmerkungen: Das Fehlen eines Blindenleitsystems wurde als Manko bezeichnet. Hier zeigt sich, dass trotz der positiven Entwicklungen noch Raum für Verbesserungen besteht. Solche Details sind entscheidend, um eine wirklich inklusive Umgebung zu schaffen, in der sich alle Menschen – unabhängig von ihren Fähigkeiten – wohlfühlen können.

Der Spaziergang war nicht nur eine Gelegenheit, die Schönheit von Gröbming zu erleben, sondern auch ein Zeichen der Solidarität und des Miteinanders. Es ist wichtig, solche Initiativen zu unterstützen und zu fördern, denn sie bringen Menschen zusammen und schaffen ein Gefühl der Gemeinschaft. Wenn wir alle darauf achten, gemeinsam Barrieren abzubauen, können wir eine lebenswertere Umgebung für alle schaffen.

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