Heute ist der 13.07.2026 und wir blicken zurück auf einen spannenden Prozess, der im März 2024 in Liezen ins Rollen kam. Ein Strategieprozess zur Verkehrslösung wurde ins Leben gerufen, an dem die Stadtgemeinde Liezen, regionale Stakeholder und das Land Steiermark beteiligt sind. Das Hauptziel? Die Leistungsfähigkeit der B 320, besser bekannt als die Ennstal Straße, zu steigern. Ein heikles Thema, das viele Bürger und Verkehrsteilnehmer gleichermaßen betrifft.

Die B 320 wurde in insgesamt sechs Module unterteilt, die alle eine unterschiedliche Bedeutung für die Verkehrsentwicklung haben. Die Module betreffen wichtige Kreuzungen und Anbindungen, wie die Ausfahrt zur Döllacherstraße oder die Huemerkreuzung, die an die B138 Pyhrnpass Straße anschließt. Auch die „McDonalds Kreuzung“ und der Kreisverkehr Liezen Ost, der an die A9 Pyhrn Autobahn angebunden ist, spielen hier eine Rolle. So viel steht fest: Die Verkehrssituation in Liezen ist komplex und benötigt durchdachte Lösungen.

Analyse der Module

Im Rahmen eines zweistufigen Verfahrens wurden zunächst eine Wirkungsanalyse und eine Nutzen-Kostenanalyse durchgeführt. Dabei stellte sich heraus, dass die Module 1 und 2 – also die Kreuzung Ausseer Straße und die Ab- und Auffahrt zur L740 – als wenig zielführend eingestuft wurden und nicht weiter analysiert werden. Stattdessen wurden zwei Kombinationen der restlichen Module für die zweite Stufe entwickelt.

Die empfohlene Variante ist ein „Fly-over mit Ampel“, das die Module 3, 4, 5 und 6 miteinander kombiniert. Eckpunkte dieser Lösung sind eine Brücke (Fly-over) für die B 320 am Modul „Kreisverkehr Bellaflora“, die den Durchzugsverkehr von der A9 über die Brücke leitet. Die restlichen Anbindungen erfolgen dann über den bestehenden Kreisverkehr. Zudem wird eine südliche Begleitstraße zur Anbindung der Handelsbetriebe berücksichtigt. Die Kreuzungen werden optimiert, um den Durchzugsverkehr zu entlasten – das klingt doch nach einem Schritt in die richtige Richtung!

Kosten und Auswirkungen

Natürlich sind die möglichen Verbesserungen mit erheblichen Baukosten verbunden. Modul 3 etwa würde geschätzte 4,52 Millionen Euro kosten, während Modul 6 mit 26,07 Millionen Euro zu Buche schlägt. Insgesamt belaufen sich die geschätzten Kosten auf stolze 38,90 Millionen Euro. Verkehrslandesrätin Claudia Holzer hat angemerkt, dass die hohen Investitionskosten nur überschaubare verkehrliche Verbesserungen zur Folge hätten. Bürgermeisterin Andrea Heinrich hat in Anbetracht der Budgetlage und der geringen Zeitersparnis erklärt, dass keine weiteren Planungsschritte geplant sind. Das ist natürlich ein Dämpfer für alle, die auf eine schnellere Lösung gehofft haben!

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Die durchschnittliche Zeitersparnis pro Fahrzeug könnte an Werktagen bei 44 Sekunden in West- und 46 Sekunden in Ost-Richtung liegen, während es samstags immerhin 33 Sekunden sind. An Sonn- und Feiertagen gibt es jedoch keine signifikante Ersparnis – komischerweise scheinen die Menschen an diesen Tagen einfach mehr Zeit zu haben.

Für Rückfragen steht Andreas Kreminger, das Büro von Landesrätin Holzer, zur Verfügung. Ob sich hier noch etwas tut, bleibt abzuwarten – die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt.

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