In Irdning-Donnersbachtal wurde kürzlich eine bedeutende Arbeitssitzung des Gemeinderates abgehalten, die sich mit der Zukunft der Festhalle beschäftigte. Ziel der Sitzung war es, zu klären, ob eine Sanierung der bestehenden Halle oder ein Neubau sinnvoller ist. Vertreter aller politischen Fraktionen nahmen an der Diskussion teil, lediglich die NEOS waren nicht vertreten. Die Gemeinderäte führten zudem eine Begehung des Gebäudes durch, um sich einen Eindruck vom aktuellen Zustand der Festhalle zu verschaffen.

Die Festhalle, die zwischen 1928 und 1931 vom ATV Irdning als Turnhalle errichtet wurde, weist erheblichen Sanierungsbedarf auf. Besonders auffällig ist der Zustand im Erdgeschoss, wo ehemalige Umkleiden und Sanitärräume nicht mehr nutzbar sind. Zudem steht die frühere Wohnung im Obergeschoss seit längerer Zeit leer und ist unbewohnbar. Viele Gemeinderäte zeigten sich bei der Begehung überrascht über den schlechten Zustand dieser Gebäudeteile. Um eine fundierte Entscheidung treffen zu können, beschloss der Gemeinderat einstimmig, einen detaillierten Kostenvergleich in Auftrag zu geben. Dieser Vergleich soll die Sanierung der bestehenden Halle, inklusive technischer Anpassungen und Barrierefreiheit, mit einem möglichen Neubau am bestehenden Standort gegenüberstellen. Die Ergebnisse dieser Analyse sollen als Entscheidungsgrundlage für die nächsten Schritte dienen. Weitere Informationen zu dieser Sitzung sind in einem Artikel zu finden, den Sie hier nachlesen können.

Sanierungsbedarf und Finanzierung

Der Sanierungsbedarf der Festhalle spiegelt ein weit verbreitetes Problem vieler kommunaler Einrichtungen wider. In diesem Kontext ist das Bundesprogramm zur Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur (SJK) von Bedeutung. Seit 2016 werden Städte, Gemeinden und Landkreise gefördert, die Eigentümer solcher Einrichtungen sind. Ziel dieses Programms ist es, den Sanierungsstau bei sozialen Infrastrukturen zu verringern, insbesondere bei Schwimmhallen und Sportstätten.

Bis zum Jahr 2021 wurden in diesem Rahmen 904 Projekte ausgewählt, die mit rund 1,5 Milliarden Euro gefördert wurden. Seit 2022 sind die Fördermittel im Wirtschaftsplan des Klima- und Transformationsfonds veranschlagt, wobei der Fokus auf der energetischen Sanierung der Einrichtungen liegt, um die Klimaziele zu erreichen. Projekte müssen hohe energetische Anforderungen erfüllen und zur Senkung von Treibhausgas-Emissionen beitragen. Für die Förderrunden 2022 und 2023 wurden insgesamt rund 645 Millionen Euro bereitgestellt, wobei bereits 222 Projekte ausgewählt wurden. Weitere Informationen zu diesem Förderprogramm sind auf der Webseite des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bau zu finden, die Sie hier einsehen können.

Die Entscheidung über die Zukunft der Festhalle in Irdning-Donnersbachtal wird nicht nur die lokale Gemeinschaft betreffen, sondern könnte auch als Vorbild für andere Gemeinden dienen, die mit ähnlichen Herausforderungen konfrontiert sind. Es bleibt abzuwarten, welche Schritte der Gemeinderat nach dem Kostenvergleich unternehmen wird und wie diese Entscheidung die soziale Infrastruktur der Region nachhaltig beeinflussen könnte.

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