Heute ist der 14.05.2026, und während die Sonne über Murau aufgeht, gibt es beunruhigende Nachrichten aus der Region. Die Zahl der Verkehrsunfälle in Österreich und besonders in der Steiermark ist stark gestiegen. Dies betrifft insbesondere die Nutzer von E-Bikes und E-Scootern. In der Region Murau-Murtal wurden 388 Verkehrsunfälle gezählt, eine alarmierende Zahl, die uns alle betrifft.

Im Jahr 2025 verletzten sich österreichweit über 47.000 Menschen bei Verkehrsunfällen, und tragischerweise starben 403 Personen. Das ist der höchste Stand an Verletzten seit 2017, und man fragt sich, wo das alles enden soll. Besonders auffällig ist der Anstieg der Unfallzahlen seit dem Tiefpunkt im Jahr 2020. In der Steiermark wurden 2025 knapp 5.600 Verkehrsunfälle registriert. Im Bezirk Murau kam es zu 111 Unfällen, bei denen 146 Personen verunglückten, fünf davon tragisch tödlich. Im Bezirk Murtal sah es nicht viel besser aus: Hier ereigneten sich 277 Unfälle mit 367 Personen zu Schaden, ebenfalls fünf Tote und 362 Verletzte, von denen 86 schwer verletzt wurden.

Besondere Gefahren für E-Scooter-Nutzer

Die Hauptunfallursachen lassen sich auf Unachtsamkeit, Ablenkung, nicht angepasste Geschwindigkeit und Vorrangverletzungen zurückführen. Besonders besorgniserregend ist der Anstieg der Unfälle bei E-Scooter- und E-Bike-Fahrern, der als wesentliche Ursache identifiziert wurde. Der ÖAMTC fordert daher mehr Vorsicht für Fußgänger, Radfahrer sowie E-Bike- und E-Scooter-Nutzer. Seit dem 1. Mai gilt nun eine Helmpflicht, die als erste Maßnahme zur Unfallvermeidung eingeführt wurde. Diese soll dazu beitragen, die Schwere der Unfälle zu minimieren und letztlich Leben zu retten.

Ein Blick auf die E-Scooter-Unfälle zeigt, dass die Situation nicht besser geworden ist. Laut aktuellen Statistiken stieg die Zahl der Toten und Verletzten durch E-Scooter-Unfälle im Jahr 2024 weiter an. Die Polizei registrierte knapp 12.000 Unfälle mit E-Scootern, was einen Anstieg von 27% im Vergleich zu 2023 bedeutet. Traurige 27 Menschen verloren ihr Leben dabei, und alle waren selbst auf einem Roller unterwegs. Im Jahr 2023 gab es 22 Todesopfer – das zeigt, wie ernst die Lage ist.

Junge Fahrer und Unfallursachen

Rund 1.500 Menschen wurden im Jahr 2024 schwer und etwa 11.400 leicht verletzt. E-Scooter-Unfälle machten 4% der insgesamt rund 290.700 Verkehrsunfälle mit Personenschaden aus. Auffällig ist, dass fast 50% der verunglückten E-Scooter-Fahrer jünger als 25 Jahre waren, während 82% unter 45 Jahren lagen. Nur etwa 3% der verunglückten Fahrer waren 65 Jahre oder älter. Die häufigste Unfallursache? Falsche Benutzung von Fahrbahnen oder Gehwegen, in 21% der Fälle. Auch das Fahren unter Alkoholeinfluss trug mit 12% zu den Unfällen bei.

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Über 50% der E-Scooter-Unfälle waren Zusammenstöße mit anderen Verkehrsteilnehmern, meist Autos. In vielen Fällen trugen die Autofahrer die Schuld an den Unfällen, was zu den sieben getöteten E-Scooter-Fahrern führte. Interessanterweise war rund 30% der Unfälle auf Alleinunfälle zurückzuführen. Es ist auch erwähnenswert, dass Nutzer von geliehenen E-Scootern häufiger in Unfälle verwickelt sind. Diese Fahrer sind oft jünger, fahren in ihrer Freizeit und verzichten häufig auf einen Helm, während sie auf Gehwegen unterwegs sind.

Ein Blick in die Zukunft

Die Situation wird sich in den kommenden Jahren nicht von selbst verbessern. Es ist zu erwarten, dass die Zahl der E-Scooter auf den Straßen weiter steigen wird. Im Jahr 2023 gab es fast 30% mehr E-Scooter als im Vorjahr, und private Scooter stiegen um 37%. Es bleibt abzuwarten, welche weiteren Maßnahmen ergriffen werden, um diese gefährliche Entwicklung zu stoppen. Das Thema Sicherheit im Straßenverkehr muss weiterhin oberste Priorität haben, gerade wenn man an die jungen Fahrer denkt, die oft noch unbedacht mit den Gefahren umgehen. Wir hoffen, dass die neuen Vorschriften und die erhöhte Sensibilisierung für das Thema Früchte tragen werden.