Es gibt Geschichten, die das Herz berühren, und diese hier ist eine davon. Birgit Unterwieser, eine 44-jährige angehende Fachsozialbetreuerin für Behindertenarbeit aus Rottenmann, hat sich auf eine ganz besondere Reise begeben. Im Rahmen ihrer Ausbildung führt sie ein spannendes Fachprojekt durch, das sich mit Barrierefreiheit und Inklusion beschäftigt. Ein zentrales Element dieses Projekts? Eine Heißluftballonfahrt für Tom Schwaiger, einen Lebenshilfe-Kunden, der im Rollstuhl sitzt und an Zerebralparese leidet. Tom wird bald 40 Jahre alt und lebt im Wohnhaus der Lebenshilfe in Zeltweg. Die Idee zur Ballonfahrt kam, als Birgit Tom von einer früheren Fahrt erzählte, die er unglaublich spannend fand.

Birgit hat die Fahrt mit einem Unternehmen namens „Hoch Hinauf-Ballooning“ organisiert, das sich auf barrierefreie Ballonfahrten spezialisiert hat. Im November 2025 nahm sie Kontakt zu dem Unternehmen auf, und im April 2026 war es dann soweit: Um 4:15 Uhr ging es los, der Start der Ballonfahrt war für 6:15 Uhr in Obertiefenbach angesetzt. Ein aufregender Morgen, an dem Tom, ausgestattet mit einem eigenen Sitz mit Gurt im Ballonkorb, das Gefühl der Freiheit in schwindelerregenden Höhen erleben durfte. Die Fahrt erreichte eine beeindruckende Höhe von 2300 Metern und dauerte etwa anderthalb Stunden. Nach der Landung in Sinabelkirchen wartete eine traditionelle „Fahrertaufe“ und ein Frühstück auf die beiden. Birgit hat auch ein Fotobuch mit Bildern dieser unvergesslichen Erfahrung erstellt. Sie beschreibt die Zeit im Ballon als „fantastisch“ und als echtes Herzensprojekt, das sie in ihrem Berufswunsch bestärkt hat: Freude zu vermitteln und zurückzubekommen.

Barrierefreies Ballonfahren – Eine neue Perspektive

Was Birgit und Tom erlebt haben, ist nicht nur eine persönliche Geschichte, sondern auch ein Teil eines größeren Trends: Barrierefreie Freizeitangebote. Exklusive Ballonfahrten bietet beispielsweise einen speziellen Rollstuhlkorb an, der auf die Bedürfnisse von Menschen mit Bewegungseinschränkungen zugeschnitten ist. Dieser Korb bietet Platz für einen Rollstuhlfahrer und zwei Begleitpersonen, was es ermöglicht, dass auch diejenigen, die normalerweise auf Ballonfahrten verzichten müssten, diese einzigartige Erfahrung genießen können. Der Korb hat eine Tür für einen problemlosen Einstieg – auch für Personen ohne Rollstuhl, die Bewegungseinschränkungen haben.

Fahrten mit dem Rollstuhlballon finden ausschließlich morgens statt, um ruhige Luftverhältnisse zu gewährleisten. Der Ablauf ist gut durchdacht: Nach einer Begrüßung und dem gemeinsamen Aufrüsten des Ballons, das etwa 30 Minuten in Anspruch nimmt, geht es auf eine etwa eineinhalb Stunden dauernde Reise, bei der der Ballon vom Wind getrieben wird. Nach der Landung wird der Ballon gemeinsam verpackt, und die Fahrgäste erhalten eine persönliche Urkunde sowie eine traditionelle Ballonfahrertaufe mit Sekt oder O-Saft. Das alles hat natürlich seinen Preis: Eine Fahrt im Rollstuhlballon kostet 849 Euro und beinhaltet die Fahrt für eine Person im Rollstuhl sowie eine Begleitperson. Eine weitere Begleitperson ist im Preis enthalten.

Ein Schritt zur Inklusion

Das Engagement von Menschen wie Birgit Unterwieser zeigt, wie wichtig es ist, Barrieren abzubauen und Inklusion zu leben. Trotz der Herausforderungen, die Menschen mit Behinderungen oft im Alltag begegnen, gibt es immer wieder inspirierende Geschichten, die Mut machen. Diese Ballonfahrt ist mehr als nur ein Abenteuer – sie symbolisiert Freiheit und das Recht auf unvergessliche Erlebnisse für alle, unabhängig von körperlichen Einschränkungen. Das Thema Inklusion ist ein fortwährendes, und es braucht immer wieder Stimmen, die sich für Veränderung starkmachen. Ein herzliches Dankeschön an alle, die dazu beitragen, dass solche wunderbaren Erlebnisse möglich werden.

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Heute ist der 17.05.2026, und während wir in Murau über diese bewegende Geschichte nachdenken, bleibt zu hoffen, dass solche Initiativen weiterhin florieren und wir gemeinsam eine Welt gestalten, in der jeder die Möglichkeit hat, über den Wolken zu fliegen.