Diskussion um Windenergie in Murau: Politische Kontroversen und neue Ausbaupläne
Heute ist der 19.06.2026 und wir befinden uns in Murau, wo die Diskussion um die Windenergie in voller Blüte steht. Ein besonders spannendes Thema ist die Windparkzone, die sich auf dem Grund einer prominenten Politikerin befindet. Diese Situation sorgt nicht nur für Schlagzeilen, sondern auch für hitzige Debatten in der Bevölkerung. Die Politikerin selbst hat betont, dass sie sich niemals an einem solchen Projekt beteiligt habe. Für weitere Details zu diesem Thema können Sie den Artikel auf der Kleinen Zeitung nachlesen.
Doch die Windenergie ist nicht nur ein Thema für die Promis. Am 13. April 2026 stellte die Steiermärkische Landesregierung das novellierte Sachprogramm Windenergie 2026 vor, das in die öffentliche Begutachtung geschickt wurde. Dieses Programm hat das Ziel, den Ausbau der Windenergie in der Steiermark voranzutreiben und gleichzeitig sensible Natur- und Landschaftsräume zu schützen. Insgesamt werden 18 neue oder erweiterte Vorrang- und Eignungszonen mit einer Gesamtfläche von 4.800 Hektar ausgewiesen. Das klingt nach einer Menge Platz für Windräder!
Der Plan zur Windkraftexpansion
Im Rahmen des Regierungsprogramms 2024-2029 plant die Landesregierung einen Zubau von 400 Megawatt (MW) Windleistung bis zum Jahr 2030. Die Energiestrategie Steiermark 2030 Plus geht sogar noch weiter und strebt mindestens 1.000 MW installierte Gesamtleistung an. Aktuell gibt es in der Steiermark 122 Windenergieanlagen mit einer installierten Leistung von 324 MW. Mit neuen Projekten soll diese Leistung auf etwa 600 MW erhöht werden. Das ist schon eine beachtliche Zahl, wenn man bedenkt, dass Windkraft eines der zentralen Instrumente zur Erreichung der Klimaziele ist.
Der Planungsprozess für die neuen Windparkzonen war alles andere als einfach. Ein GIS-basiertes Screening-Verfahren wurde angewendet, das 140 Planungsinteressen von rund 20 Projektentwicklern berücksichtigte. Letztendlich wurden 18 Zonen in das Sachprogramm aufgenommen. Diese Zonen verteilen sich auf 29 Standortgemeinden und ermöglichen den Bau von zwischen 105 und 164 Windenergieanlagen mit einer potenziellen Mindestleistung von 530 bis über 700 MW. Die Gespräche mit den betroffenen Gemeinden verliefen überwiegend positiv, was die Chancen für die Windkraftprojekte erhöht.
Nachhaltigkeit und Umweltschutz
Ein wichtiger Aspekt des Sachprogramms ist der Schutz der Natur. In den neuen Vorrangzonen ist kein Widmungsverfahren der örtlichen Raumordnung erforderlich, was den Prozess erheblich beschleunigt. Alle Standorte wurden sorgfältig auf ihre Eignung hinsichtlich geographischer und meteorologischer Bedingungen sowie der Netzkapazität geprüft. Zudem unterzogen sich die neuen Vorrangzonen einer Strategischen Umweltprüfung (SUP). Die Ausschlusszone für Windenergieanlagen wird um rund 40.000 Hektar erweitert, was etwa 27 Prozent der steirischen Landesfläche entspricht. Das zeigt, wie ernst die Landesregierung den Umweltschutz nimmt, während sie gleichzeitig die Entwicklung der Windenergie vorantreibt.
Der Verordnungsentwurf zu diesen Änderungen liegt ab dem 13. April 2026 für acht Wochen zur öffentlichen Begutachtung vor. Stellungnahmen können schriftlich beim Amt der Steiermärkischen Landesregierung eingereicht werden. Es bleibt spannend zu sehen, wie sich die Diskussion um die Windenergie in den kommenden Monaten entwickeln wird und welche neuen Projekte eventuell auf uns zukommen.
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