Am Sonntagnachmittag war es endlich soweit: Die Sonderausstellung „Zauber der Militärmusik“ wurde feierlich im Blasmusikmuseum Oberwölz eröffnet. Ein bedeutendes Event, das die Stadtgemeinde Oberwölz, die seit fast 30 Jahren das Österreichische Blasmusikmuseum unterstützt, gebührend würdigt. Im kommenden Jahr wird das Museum sogar sein 30-jähriges Bestehen feiern, ein Anlass, der maßgeblich von Bürgermeister Siegfried Krainer initiiert wurde.

Bei der Eröffnung fanden sich zahlreiche Persönlichkeiten aus Oberwölz ein, darunter auch der wissenschaftliche Leiter des Blasmusikmuseums, Rudolf Gstötttner, sowie Friedrich Anzengruber, der wissenschaftliche Leiter des Dokumentationszentrums des Österreichischen Blasmusikverbands (ÖBV). Auch Erich Riegler, Präsident des Blasmusikverbands, und Siegismund Seidl, ein langjähriger Militärkapellmeister in Kärnten, ließen sich diesen besonderen Anlass nicht entgehen. Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung von einem Klarinetten-Ensemble des MV Winklern – Oberwölz.

Eine Hommage an Michael Weiß

Die Ausstellung selbst ist eine Hommage an den Militärkapellmeister Michael Weiß, der von 1878 bis 1951 lebte. Besucher können sich auf eine Vielzahl von Exponaten freuen, darunter die Biografie von Michael Weiß, Originalfotos aus seiner aktiven Zeit und sogar das Autogramm seiner berühmten Polka „Der kleine Tanzbär“. Eine Urkunde für das „Goldene Verdienstkreuz mit der Krone“ rundet die beeindruckende Sammlung ab. Rudolf Gstötttner betonte bei der Eröffnung den wertvollen Beitrag, den Militärmusikkapellen zur Blasmusikszene in Österreich leisten.

Doch die Sonderausstellung ist nur der Anfang. Der Österreichische Blasmusikverband plant, die Ausstellung bis 2026 fortzuführen und wird dabei auch die Schwerpunkte der Präsentation im Jahr 2026 vorstellen. Diese beinhalten feierliche Anlässe wie 100 Jahre Liechtensteiner Blasmusikverband, 75 Jahre Österreichischer Blasmusikverband und 50 Jahre Bläserkammermusik-Wettbewerb.

Öffnungszeiten und Besuchermöglichkeiten

Das Blasmusikmuseum hat bis zum 3. Juli donnerstags bis sonntags sowie an Feiertagen von 10:00 bis 17:00 Uhr geöffnet. Danach, bis zum 13. September, kann man täglich zwischen 10:00 und 17:00 Uhr vorbeischauen. Ab dem 14. September 2026 sind Gruppenführungen nach Voranmeldung möglich, was sicher eine tolle Gelegenheit für Schulen und Blasmusikvereine ist – schließlich können Führungen ab 10 Personen auch zu anderen Zeiten organisiert werden.

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Das Österreichische Blasmusikmuseum, das seit 1995 gemeinsam mit der Stadt Oberwölz betrieben wird, ist nicht nur ein Ort der Erinnerung, sondern auch ein lebendiges Zentrum für Blasmusikliebhaber. Der ÖBV, als Dachverband der Landesblasmusikverbände, vereint über 2.163 Blasmusikkapellen mit mehr als 143.000 Musikern in Österreich. Es ist spannend zu sehen, wie die Geschichte der Blasmusik in dieser Region lebendig gehalten wird – und das sicherlich nicht nur für die nächsten Jahre, sondern für viele Generationen.

Für mehr Informationen und aktuelle Veranstaltungen besuchen Sie bitte die Webseite des Österreichischen Blasmusikmuseums.