Am 10. April 2026 wurde im Steirischen Presseclub in Graz der TRAUDI Regionalpreis Murau/Murtal verliehen. Diese besondere Veranstaltung würdigte die besten Projekte für Kinderrechte und wurde vom Kinderbüro – Verein zur Förderung der Kinderrechte organisiert, der sich seit 1992 für junge Menschen einsetzt. Die Veranstaltung zog zahlreiche Gäste aus Politik, Zivilgesellschaft und Medien an, die sich für die Belange der Kinderrechte engagieren.
Landtagsabgeordneter und Bürgermeister Bruno Aschenbrenner betonte in seiner Rede die Bedeutung von Kindergemeinderäten und regionaler Zusammenarbeit. Regionalmanager Günter Leitner unterstrich, dass der Preis das Engagement der Bevölkerung widerspiegelt. Nationalratsabgeordnete Daniela Gmeinbauer sprach sich für einheitliche Jugendschutzregeln in Österreich aus, während Sandra Holasek die Rechte auf Gesundheit und Bildung in den Mittelpunkt stellte. Gerhard Fruhmann erinnerte daran, dass es das Ziel sei, eine kinderfreundliche Gesellschaft zu stärken.
Die Preisträger und ihre Projekte
Der erste Platz ging an den Verein Novum mit dem Projekt „MitRecht – Recht hast du!“, das 59% der Stimmen erhielt. Dieses Projekt zielt darauf ab, Mädchen und junge Frauen über ihre Rechte aufzuklären. Der zweite Platz wurde von dem Projekt „Zwischen Buch und Bot“ von HLW/BORG Murau und der Stadtbücherei Murau belegt, welches Literatur, Medienkompetenz und künstliche Intelligenz verbindet. Hier lernen Jugendliche, sich sicher und kritisch in digitalen Räumen zu bewegen. Der dritte Platz ging an das Autismus-Zentrum Obersteiermark, das ein Projekt zur Unterstützung neurodiverser Kinder und ihrer Familien ins Leben gerufen hat.
Insgesamt wurden elf Projekte eingereicht, was die Vielfalt an Ideen in Murau/Murtal zeigt. Die Veranstaltung wurde von Michaela Lukmann moderiert, die die Bedeutung regionaler Initiativen hervorhob. Der TRAUDI Regionalpreis steht für eine Zukunft, in der Kinderrechte aktiv umgesetzt werden. Bei der Nominierung der Projekte wurde besonderes Augenmerk auf die unterschiedlichen Ansätze zur Umsetzung von Kinderrechten gelegt, die Kinderrechte in Schulen, Vereinen, sozialen Einrichtungen und Gemeinden stärken.
Engagement für Kinderrechte in der Region
Der TrauDi! Regionalpreis Murau/Murtal 2026 hat zahlreiche Projekte nominiert, die für ihr Engagement für Kinderrechte in der Steiermark ausgezeichnet werden sollen. Das Online-Voting für die Projekte läuft bis 8. März 2026, und die Gewinner werden durch ein öffentliches Voting sowie zusätzliches Jury-Voting ermittelt. Neu im Jahr 2026 werden erstmals drei Regionalpreise vergeben, was die Bedeutung des Themas unterstreicht.
Die nominierten Projekte zeigen unterschiedliche Ansätze zur Umsetzung von Kinderrechten. Dazu zählen die Stärkung des Bewusstseins von Schüler:innen für ihre Rechte, die Förderung von Inklusion im Schulalltag sowie die Unterstützung von Kindern mit besonderen Bedürfnissen. Auch Themen wie digitale Kompetenzen, Medienbildung, Bewegung, psychische Gesundheit und generationenübergreifende Begegnungen finden Berücksichtigung.
Die Rolle der Schulen in der Umsetzung von Kinderrechten
Schulen sind zentrale Lebensorte für Kinder und prägen deren Alltag und Kindheit. Sie spielen eine entscheidende Rolle bei der Entwicklung der Persönlichkeit und sozialen Fähigkeiten der Kinder. Eine Schule, die Kinderrechte umsetzt, stellt das Wohl des Kindes an erste Stelle und schützt Kinder vor Gewalt und Diskriminierung. In einem positiven Lernumfeld fühlen sich Kinder ernst genommen und wertgeschätzt, was sich auch auf das Lernklima auswirkt.
Die Umsetzung von Kinderrechten in Schulen hat zahlreiche Vorteile: Kinder werden optimal auf ihrem Bildungsweg gefördert und in Entscheidungen rund um das Schulleben einbezogen. Durch solche Maßnahmen lernen Kinder, für ihre eigenen Rechte und die anderer Menschen einzutreten. In diesem Sinne ist die Förderung von Kinderrechten in der Region Murau/Murtal ein wichtiger Schritt für eine kinderfreundliche Zukunft.
Für weiterführende Informationen zu den Projekten und dem TRAUDI Regionalpreis besuchen Sie bitte die Quelle: 5min.at sowie meinbezirk.at.