Die Erdbeerfelder im Murtal sind ein wahres Stück Natur, das viele Menschen hier in der Region begeistert. Barbara Hafellner und ihr Team betreiben die einzigen Erdbeerfelder zum Selberpflücken in dieser Gegend. Ein Besuch ist wie ein kleiner Ausflug ins Grüne, bei dem man die frischen, süßen Früchte direkt vom Strauch genießen kann. Die Felder befinden sich in einer Höhe von 660 bis 740 Metern, und in der Umgebung von Fohnsdorf, Judenburg und Knittelfeld warten die roten Beeren darauf, entdeckt zu werden.

Doch in diesem Jahr ist alles etwas anders. Die Erdbeerernte leidet unter extremer Trockenheit und Frost. Vor allem die Eisheiligen haben zur ersten Blüte zugeschlagen, wobei nur das Feld in Murdorf verschont blieb. Das hat zur Folge, dass die Erdbeeren voraussichtlich kleiner, aber aromatischer ausfallen. Die Saison, die normalerweise fünf Wochen dauert, wird heuer auf drei bis vier Wochen verkürzt. Das ist schon ein bisschen traurig, wenn man bedenkt, wie sehr sich viele auf die Ernte freuen. Der Kilopreis für die süßen Früchte muss noch festgelegt werden, aber die Vorfreude der Kunden ist bereits jetzt spürbar.

Eröffnung der Erdbeerfelder

Die Eröffnung der Felder ist für das kommende Wochenende, voraussichtlich am 6. Juni, in Judenburg geplant. Danach folgen Fohnsdorf und Knittelfeld. Doch wie bei allem im Leben – das genaue Datum hängt von der Witterung ab! Die Kunden werden über die Webseite auf dem Laufenden gehalten. Die Felder sind täglich von 8 bis 19 Uhr geöffnet, und das Interesse an selbstgepflückten Erdbeeren ist riesig. Viele Anfragen von begeisterten Kunden gehen ein. Die Trockenheit macht den jungen Pflanzen besonders zu schaffen, und in Fohnsdorf wurden bereits neue Pflanzen gesetzt. Um das Wachstum zu unterstützen, war eine Bewässerung notwendig.

Die Landwirte sehen den Niederschlag als wichtig und positiv an. Ein bisschen Regen kann Wunder wirken – da tanzt man fast vor Freude! Die Vorfreude auf die ersten Erdbeeren ist greifbar. Wenn man sich vorstellt, wie die kleinen roten Früchtchen in der Sonne strahlen, läuft einem das Wasser im Mund zusammen. Es ist einfach ein Genuss, selbst Hand anzulegen und die süßen Schätze zu ernten.

Ein Blick auf den Erdbeeranbau

Wusstest du, dass Erdbeerpflanzen in Holzkisten abgepackt werden? Die Verpackungseinheiten variieren je nach Stärke der Pflanze und werden nach dem Durchmesser des Rhizoms eingeteilt. A-Sortierungen haben zum Beispiel einen Durchmesser von 9 bis 14 mm. Man könnte fast sagen, dass es wie eine kleine Kunst ist, die Pflanzen für den Verkauf vorzubereiten. Je nach Qualität gibt es unterschiedliche Verpackungseinheiten – von 100 bis zu 900 Stück pro Kiste. Es ist faszinierend, wie viel Arbeit in diesen kleinen Pflanzen steckt!

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Die Qualität der Erdbeeren hängt auch von der Art der Pflanzen ab. Wurzelnackte Grünpflanzen, Bio-Topfgrünpflanzen und viele konventionelle Topfgrünpflanzen werden in Anzuchtplatten ausgeliefert, wobei die Anzuchtplatten mit einem Pfandsystem abgerechnet werden. Das zeigt, wie wichtig Nachhaltigkeit im Anbau ist. Wer die Pflanzen zurückbringt, bekommt sogar eine Gutschrift von 5 Euro pro Platte. Ein weiterer Schritt in die richtige Richtung!

Die Erdbeerernte im Murtal ist also nicht nur ein Fest für die Sinne, sondern auch ein kleines Beispiel für die Herausforderungen und Freuden der Landwirtschaft. Es bleibt spannend, wie sich die Saison entwickeln wird. Mit ein bisschen Glück und hoffentlich viel Regen wird die Freude an den Erdbeeren bald wieder aufblühen.