Heute ist der 23.05.2026, und in Murtal gibt es spannende Neuigkeiten aus dem Caritas Pflegewohnhaus Wasserleith in St. Marein bei Knittelfeld. Hier wird ein Vollzeit-Animationsprogramm angeboten, das speziell für Senioren konzipiert ist. Die Animateurin Gabriela Schweinzer hat eine beeindruckende Leidenschaft für ihre Arbeit: Sie ist nicht nur 37 Stunden pro Woche aktiv, obwohl gesetzlich nur 7 Stunden vorgeschrieben sind, sondern bringt auch ihre Erfahrung aus der Reisebranche mit, die sie während der Corona-Zeit in die Rolle der Besucher-Koordinatorin führte.
Das Programm ist für die Bewohner ab Pflegestufe 4 gedacht, häufig werden diese nach einem Krankenhausaufenthalt aufgenommen. Mit einer Teilnahmequote von 32 von 34 Heimbewohnern, die regelmäßig an den Animationsprogrammen teilnehmen, zeigt sich, wie wichtig diese Angebote für die Lebensqualität der älteren Menschen sind. Gabriela begann mit einfachen Gesellschaftsspielen und Bewegungsübungen, bevor sie sich zur diplomierten Seniorenanimateurin weiterbildete. Die Hauptaktivität, das Mobilitätstraining am Vormittag, umfasst Übungen, die Kraft, Balance und allgemeine Mobilität fördern. Es ist wunderbar zu sehen, dass selbst nicht mobile Bewohner an diesen Aktivitäten teilnehmen können.
Vielfältige Angebote für mehr Lebensqualität
Doch das ist noch lange nicht alles! Neben dem Mobilitätstraining gibt es auch Gedächtnistrainings, gemeinsames Zeichnen, Gartenarbeiten und sogar Ausflüge. Geplant sind zum Beispiel ein Apfelstrudel backen im Prankherwirt und ein Kinoabend mit Snacks. Es sind solche Veranstaltungen, die den Alltag der Senioren bereichern und die sozialen Kontakte fördern. Gabriela Schweinzer kritisiert jedoch den Mangel an Mobilitätsförderung im Gesundheitswesen für ältere Menschen. Sie hat sich zum Ziel gesetzt, die Lebensqualität der Senioren zu erhalten und sie nicht zu isolieren – ein Ziel, das in der heutigen Zeit mehr als relevant ist.
Der Erfolg des Programms zeigt sich nicht nur in der Fitness der Bewohner, sondern auch in der positiven Stimmung, die in den Räumen des Pflegewohnhauses herrscht. Es ist erstaunlich, wie viel Freude einfache Aktivitäten wie das gemeinsame Zeichnen oder das Gärtnern bringen können. Die Luft riecht nach frischen Blumen und Erde, während leises Lachen und fröhliche Gespräche die Flure füllen.
Ein Blick in die Zukunft
Die Herausforderungen, vor denen ältere Menschen stehen, sind vielfältig. Isolation, Bewegungsmangel und mangelnde soziale Kontakte sind nur einige der Themen, die es zu bewältigen gilt. Der Ansatz, den das Caritas Pflegewohnhaus Wasserleith verfolgt, könnte ein Modell für ähnliche Einrichtungen sein. Indem man die Senioren aktiv in den Alltag einbindet, wird nicht nur ihre körperliche Gesundheit gefördert, sondern auch ihre psychische. Es bleibt zu hoffen, dass solche Initiativen in Zukunft noch mehr Unterstützung und Beachtung finden. Schließlich ist es in der heutigen Gesellschaft wichtiger denn je, die Lebensqualität älterer Menschen zu erhalten und ihnen ein würdevolles Leben zu ermöglichen.
Für weitere Informationen zu diesem Thema und den aktuellen Angeboten im Caritas Pflegewohnhaus Wasserleith, besuchen Sie bitte die vollständige Berichterstattung auf meinbezirk.at.
