Im Herzen von Knittelfeld, wo die Natur auf Erholung und Bildung trifft, finden sich die spannenden Führungen im Stadtforst. Unter dem Motto „Natur erleben, Wald verstehen“ leitet Oberförster Gerhard Gruber die Teilnehmer durch die heimischen Wälder. Diese Führungen zeigen auf, wie wichtig Mischwälder für das Klima und die Region sind. Es geht um mehr als nur Bäume – es geht um ein ganzes Ökosystem, das uns alle betrifft!
Die erste Führung war, naja, wetterbedingt ein bisschen holprig. Aber keine Sorge, eine Woche später gab es einen zusätzlichen Rundgang, der es in sich hatte. Die Teilnehmer konnten Einblicke in die Vielfalt der heimischen Baumarten gewinnen und erfuhren, wie nachhaltige Forstwirtschaft funktioniert. Dabei wurde auch die Jagd und ihre Rolle im Waldbau angesprochen. Ein spannendes Thema, das viele interessiert!
Vielfalt im Wald
Der Stadtforst Knittelfeld erstreckt sich über beeindruckende 1.750 Hektar und setzt auf eine naturnahe Bewirtschaftung. Neben den bereits bekannten Fichten und Lärchen wird zunehmend die Tanne gefördert. Und auch Laubbäume wie Kirsche, Eberesche, Birke und Eiche spielen eine entscheidende Rolle, um einen stabilen Mischwald zu gewährleisten. Das Ziel ist klar: Ein klimafitter Mischwald, der die Biodiversität stärkt, ist nicht nur gut für die Natur, sondern auch für uns Menschen.
Diese nachhaltige Bewirtschaftung ist nicht nur ein Schlagwort. Sie umfasst auch Maßnahmen zur Stärkung der Biodiversität und wird durch eine Waldschule sowie verschiedene Freizeitmöglichkeiten ergänzt. Ein echter Gewinn für die Region und die Umwelt! Übrigens wurde der Stadtforst Knittelfeld 2024 mit dem PEFC Award in der Kategorie Wald ausgezeichnet – ein Zeichen für die hohe Qualität der Forstwirtschaft hier.
Wälder als natürliche Kohlenstoffspeicher
Wälder spielen eine zentrale Rolle im Klimaschutz, nicht nur in Österreich, sondern auch in Deutschland. Laut dem Klimaschutzgesetz der Bundesregierung von 2021 sind Ziele zur Kohlenstoffspeicherung im Sektor Landnutzung, Landnutzungsänderung und Forstwirtschaft festgelegt. Diese Strategien, wie die Waldstrategie 2050, zielen darauf ab, den Wald in Zeiten des Klimawandels zu entwickeln und zu erhalten. Die Herausforderungen sind groß: Extremwetterereignisse, wie Stürme und Trockenheit, haben zwischen 2017 und 2020 erhebliche Schäden verursacht, die nicht ignoriert werden können.
In Deutschland ist die Holzentnahme seit 2002 deutlich angestiegen. Während im Jahr 1993 noch rund 51 Millionen Kubikmeter Holz entnommen wurden – das entsprach 49 % des nutzbaren Zuwachses – stieg die Zahl bis 2007 auf 113 Millionen Kubikmeter, was 112 % des Zuwachses darstellt. Die Waldstrategie 2050 sieht vor, dass Wälder vielfältige Ökosystemleistungen erbringen und an klimatische Veränderungen angepasst sind. Ein hoher Grad an biologischer Vielfalt und Stabilität ist unerlässlich, um die Herausforderungen des Klimawandels zu meistern.
Nachhaltige Bewirtschaftung im Fokus
Für die Umsetzung dieser Ziele sind Bund und Länder gefragt, die Forstbetriebe bei der nachhaltigen Waldbewirtschaftung zu unterstützen. Die Waldstrategie umfasst zehn Handlungsfelder, die von Klimaschutz über Biodiversität bis hin zu Erholung und Gesundheit reichen. Ein umfassender Plan, der zeigt, wie wichtig der Wald für unsere Zukunft ist. Die Ökosystemleistungen der Wälder sollen von der Gesellschaft nicht nur anerkannt, sondern auch honoriert werden.
Wenn man einmal in einem solchen Mischwald steht, umgeben von den verschiedenen Baumarten, der frischen Luft und dem Gesang der Vögel, fühlt man sich einfach gut. Die Verbindung zur Natur wird in Knittelfeld großgeschrieben. Und es ist klar, dass wir alle unseren Teil dazu beitragen müssen, um diese wertvollen Ressourcen zu schützen und zu erhalten. Mehr über die Führungen und die nachhaltigen Praktiken im Stadtforst Knittelfeld findet man in einem Artikel auf meinbezirk.at.
